Samstag, 14. August 2010

Abenteuer auf zwei Raedern

Die vergangenen beiden Tage verbrachten wir auf der wirklich schoenen Insel Ometepe im Lago de Nicaragua, zuerst im von zwei Nicaraguanern empfohlenen Hotel Istian, das uns leider nicht so richtig gefallen wollte. Auf einem Erkundungszug in den naechsten Ort, Santa Cruz, ist Basti dann ein anderes, deutlich schoeneres und zudem guestigeres Hotel ins Auge gestochen, in das wir dann gleich morgens umgezogen sind.
Das Hotel Santa Cruz war auf jeden Fall eines der schoensten, in dem wir bislang gewohnt haben! Von der Terrasse aus hatte man einen wunderbaren Ausblick auf den groesseren der beiden Vulkane, Concepcion, und einen Teil des Sees, sowie auf etliche Straeucher, die von Tausenden von Schmetterlingen in allen Formen und Farben beflattert wurden. Die groessten sind etwa so gross wie eine ausgestreckte Handflaeche, und leuchtend blau - total schoen!

Da ich leider noch nicht wieder voellig hergestellt bin und immer noch meine Antibiotika schlucke, haben wir schweren Herzens auf das Beklettern der Vulkane versichtet (Concepcion darf man offiziell auch gar nicht besteigen, da er ziemlich aktiv ist), und uns stattdessen ein Motorrad gemietet fuer einen Tag. Als Einzige im Besitz von Fuehrerschein und Fahrkoennen hatte ich die Ehre, das rote Gelaendegefaehrt per Tritt anzuwerfen und die ersten Kilometer zu fahren. Strassen gibt es immer nur fuer einige Hundert Meter auf der Insel, der Rest der Strecke wird auf erdigen bzw. sandigen Buckelpisten zurueckgelegt, die gespickt sind mit Steinen und Felsen jeder Groesse. Extrem dankbar fuer die Federung und die Gutmuetigkeit unserer "Dakar Yumbo" mit 200 ccm kaempfte ich das erste Stueck ein wenig, bis wir uns beide an den Untergrund gewoehnt hatten und die Fahrt geniessen konnten.
In Ermangelung von Kayaks statteten wir der "Isla de Monos" (Affeninsel) keinen Besuch ab, sondern bewunderten sie nur vom Ufer aus, und machten uns auf den weiteren Weg zum Wasserfall. Dort konnte man die ersten 2km des Weges noch mit dem Moped zuruecklegen, und musste nur 1km wandern. Der Weg durch den Dschungel war voll von Fluggetier (Insekten, riesigen Schmetterlingen, und Voegeln aller Art) und Affen! Total cool, in den Baumwipfeln ueber uns sassen zwei relativ grosse schwarze Affen und beaeugten uns neugierig. Ziemlich abenteuerlich ging es ueber Stock, Stein, und Bach zum Wasserfall, und nach einer kurzen Pause zurueck zum Moped - gerade rechtzeitig fuer einen leichten, erfrischenden Regenschauer und um das wirklich beeindruckende Geschrei eines Bruellaffen relativ nah mitzuerleben. Schon krass, wie laut! Bastis am Anfang abgelegte Sonnenbrille lag auch immer noch am selben Baum ;-)
Beim Mittagessen liefen vier kleine Schweine, etliche Huehner, drei Pferde, eine ausgebuechste Kuh und zwei genetisch leicht degenerierte Hunde (unser Hotelhund hatte 6 Krallen an einem Bein) um uns herum, und das Rind war wieder einmal so richtig totgebraten *g* Das liebe Vieh ist auf Ometepe allueberall - Pferde und Kuehe weiden direkt an der Strasse und manchmal direkt drauf, und manche Hunde sind sehr beharrlich, was die Vorfahrt angeht... Nach dieser wohlverdienten Staerkung durfte auch Basti unser Gefaehrt lenken, und gegen 5 kamen wir wieder zuhause im Hotel an. Ein super Erlebnis! Kann ich jedem empfehlen :) und wir haben auch zwei gesehen, die mit dem eigenen Motorrad extra auf die Insel gekommen sind (hatten etliche Aufkleber aus ganz Suedamerika auf den Koffern)...

Heute morgen sind wir dann schweren Herzens aufgebrochen, haben uns vom wirklich netten Hotelbesitzer verabschiedet und sind mit Bus, Boot und Taxi nach San Juan del Sur gefahren, wo wir heute uebernachten werden und von wo es morgen weiter geht ein Stueck den Strand hoch, Surfen lernen! Oder nur faul am Strand liegen, was meine Wenigkeit betrifft - ich bin langsam echt urlaubsreif *g* Aber da man nur einmal so eine Reise macht, wird es vermutlich auch mich aufs Brett ziehen - bin sehr gespannt (und eigentlich zuversichtlich), ob wir auch das hinkriegen! :)

Beste Gruesse!
Franzi und Basti, die Motorradler

Dienstag, 10. August 2010

Viva la revolución

Buenas noches chicos,

ich hoffe das Befinden in der Heimat ist allseits wunderbar! Wir sind seit gestern abend in Granada, der aeltesten ehemaligen Kolonialstadt Nicaraguas, und haben soeben ein knappes Kilo Steak verdrueckt :-)
Man merkt deutlich den Unterschied zum Hochland, der sich zum Einen durch weniger exzellenten Kaffee und zum Anderen durch finnische-Sauna-gerechte Temperaturen und Luftfeuchtigkeit manifestiert (Basti ist ganz stolz auf das letzte Wort :-)). Daher hat Basti heute auch auf eine Taxifahrt, die immerhin stolze 30 Cent gekostet haette, auf dem Heimweg vom Supermarkt verzichtet und einen Spaziergang durch den abendlichen Regen vorgezogen. Auch ohne erfrischenden Regen freut man sich hier erstaunlicherweise ueber jede Wolke, die ein bisschen Sonne wegnimmt - ja, man kann auch zuviel Sonne haben ;-)

Die Stadt ist, kolonialstadttypisch, gepraegt von bunt gestrichenen Haeuser und gepflasterten Strassen, im Schachbrettmuster angelegt, und um einen baumreichen parque central herum gewachsen. Wir haben heute das Convento de San Francisco besichtigt, was frueher zu Verteidigungszwecken gegen die Piraten (ja, wir sind zwar im Landesinneren, aber der Lago Nicaragua, an dessen Ufern Granada liegt, hat eine schiffbare Verbindung zur Karibik) diente. Heute beherbergt es ein Museum, das meines Erachtens nach zwar nicht so "must see" ist wie im Reisefuehrer angepriesen, aber eine ansehnliche Sammlung von Steinfiguren beherbergt, die von einer der nahe gelegenen Inseln im See stammen. Die Figuren stellen meist Menschen oder Tiere mit Tier- bzw. unidentifizierbaren Koepfen oder Kopfbedeckungen dar und wurden im 19. Jahrhundert entdeckt, sind allerdings schon ueber 1000 Jahre alt.

Zudem erhole ich mich gerade von einer auesserst unangenehmen Nierenbeckenentzuendung, die Antibiotika und gutem Rat aus der Heimat (nochmal vielen Dank an dieser Stelle!) sei Dank schon wieder auf dem Rueckzug ist. Immerhin hat sie uns das Vergnuegen beschert, ein nicaraguanisches Krankenhaus von innen kennenzulernen - kann auch nicht jeder von sich behaupten ;-)
Die Notaufnahme wurde von einem schrotflintenbewehrten Typen bewacht, der erschreckenderweise darueber zu entscheiden scheint, wer hinein darf und wer nicht. Bei der Anmeldung wurde sich dann landestypisch vorgedraengelt (Basti perfektioniert seine Strategie allmaehlich auf landestypisches Niveau - so kamen wir immerhin schnell ins Krankenhaus hinein), Koerperkontakt scheint hier mehr Regel als Ausnahme zu sein, und ich war DIE Attraktion fuer alle Anwesenden. Wann sieht man schon mal eine Europaerin? Mich hat erstaunt, wie offensichtlich Einen die Leute anstarren, voellig hemmungslos, und es schaut auch niemand weg, wenn man zurueckstarrt... Zum Labor fuer die Analysen gelangte man nur durch die Bettennischen der Notaufnahme, wo etliche Leute lagen, und die Kinder- und Saeuglingsnotaufnahme, wo noch mehr kleine Patienten in sichtlich schlechter Verfassung in Gitterbettchen lagen. Mir war an sich schon ziemlich alles egal, was zu Zwecken des Blutabnehmens ein eindeutiger Vorteil fuer die Krankenschwester war, vor der ich aber meinen Hut ziehe - ich hab noch nicht mal den Pieks gespuert, und ausser einem winzigen Puenktchen ist keine Spur geblieben :-)
Die zweistuendige Wartezeit gestattete uns dann eine genauere Inspektion des Krankenhauses - und aus hygienischer Sicht wuerde ich als Laie fast sagen "alptraumhaft"... Schmutzige Boeden, kaputte Moebel mitten im Eingangsbereich, kaputte Toiletten, Muell im Innenhof, etc. Die wirklich wichtigen Dinge wie Spritzen bzw. die Kanuele zum Blutabnehmen entsprachen jedoch den ueblichen (europaeischen) Hygienestandards, und die Aerzte und Schwester waren alle sehr hilfsbereit und super freundlich - und als ich dann meine Diagnose hatte (weder Malaria noch Dengue noch sonst eine fiese Tropenkrankheit), waren wir beide mehr als nur erleichtert, holten eine Ladung Medikamente und wurden ein weiteres Mal ueberrascht - wir mussten naemlich keinen mueden Cordoba bezahlen!
An dieser Stelle gilt mein Dank den sozialistischen Sandinistas, die eine umfassende Gesundheitspolitik eingefuehrt haben (viva la revolución!), sowie der EU, die jedem einzelnen Tuerschild zu Folge wohl ein groesserer Sponsor des Krankenhauses ist... Muchas gracias fuer endlich einmal sinnvoll angelegte EU-Gelder!

Beste Gruesse
Franzi & Basti

Sonntag, 8. August 2010

Tauchen...

..macht echt suechtig und wir koennen es kaum erwarten, wieder ins Wasser zu kommen. Leider sprengen ein paar Tauchgaenge ein ganz schoenes Loch in die Reisekasse, drum werden wir wohl noch ein wenig warten muessen. In Panama u. Costa Rica soll die sicht eh nicht so gut sein wie in Belize/Honduras).

Urspruenglich wollten wir auf den Bay Islands in Honduras nur ein paar "Fun Dives" machen, also normale Tauchgaenge an interessanten Dive Sites mit Instruktor, jedoch ohne jeglichen Ausbildungsaspekt. Nachdem die Tauchausbildung hier jedoch so guenstig ist wie fast nirgendswo sonst auf der Welt (vlt. einige Orte in Suedostasien mal ausgenommen) haben wir uns jedoch entschieden, den Advanced Open Water Kurs zu besuchen. Dieser besteht auf Fischidentifikation, einem Deep Dive, Navigation unter Wasser, einem Nachttauchgang sowie Tarierung in Perfektion usw.

Die Highlights waren definitiv der Nachttauchgang sowie ein "Fun Dive" zu einem 30m tiefen Wrack vor der Kueste. Wir haben auf der Reise bereits viele verrueckte Dinge gemacht, aber nachts nur mit einer Taschenlampe in der Hand 12-18m unter der Wasseroberflaeche herumzuschwimmen toppt eigentlich alles bisherige :)
Der Reiz daran ist, dass nachts ganz andere Lebewesen zum Vorschein kommen. Hummer und Krabben verstecken sich nicht mehr in ihren Hoehlen sondern schwimmen/laufen durch die Gegend. Stachelrochen jagen nachts, genauso wie viele Raubfische. An jenem Abend hatten einige Meeresbewohner die Mahlzeit ihres Lebens, denn wenn man die Lampe nah vor einen Tisch bzw. eine Qualle haelt, werden vom Licht unzaehlige kleine Fische und Wuermer angezogen, welche dann von groesseren Fischen bzw. von der Qualle angesaugt und genuesslich verspeist werden. Total verrueckt!
Zum Abschluss haben wir dann noch einen Octopus gesehen, welcher regelmaessig seine Farbe gewechselt hat.

Als "Advanced Open Water Diver" duerfen wir zwar bis auf 30m runter tauchen, jedoch nicht in Wracks hereintauchen, da man sich dort leicht verfangen kann bzw. verirren kann und im Notfall logischerweise weniger Fluchtmoeglichkeiten hat.
Naja unser Tauchlehrer geht in ein paar Tagen zurueck in die USA und es war sein letzter Tauchgang zu diesem Wrack, drum gab es fuer uns eine Ausnahme und wir haben uns die Mannschaftsraeume, Kommandostand usw. der "Halliburton 211" angeschaut!
Ein wenig Glueck und Timing gehoeren manchmal auch dazu ;)

Ich habe leider keine Unterwasserkamera. Das ist zwar echt reizvoll, liegt dann aber definitiv ausserhalb der Budgetgrenzen (v.a. wenn sie 30m Tiefe aushalten soll). Dennoch ein paar Bilder, wenn auch oberhalb der Wasseroberflache:

Caye Caulker - Die Crew macht sich bereit :)

Ausnahmsweise mal ordentlich aufgeraeumtes Material :)

Noch klareres Wasser gibt es glaube ich nicht mehr :)

Jewel Cay (Utila, Honduras) - Das Riff u. eine kleine Insel ist qausi genau vor der Hoteltuer - ideal zum nachmittaglichen Schnorcheln!

Eagle Ray, auch vom Steg aus fotografiert.

Aufgrund der Menge an Fischen im Riff haben hier viele Pelikane ihr taegliches Dinner, indem sie sich kamikazeartig ins Wasser stuerzen und dann einen Schnabel voller Fische verdruecken :)



Sonnenuntergang


Viele Gruesse aus Nicaragua,
basti & Franzi

Samstag, 7. August 2010

Gruesse aus Nicaragua!

Buenas tardes allerseits,

wir sind nun also in Nicaragua angekommen! Im Moment regnet es zwar gerade, aber erfahrungsgemaess ist das nach einer Stunde wieder vorbei. Nach 15 Stunden Boot- und Busfahren gestern von Utila via La Ceiba, San Pedro Sula und Tegucigalpa bis nach El Paraiso kurz vor der Grenze haben wir heute weitere 5 Stunden in 3 Bussen verbracht und befinden uns in Matagalpa, mitten im Hochland und Kaffeeland Nicaraguas :)

Die Leute hier sprechen schon wieder ein wenig verstaendlicheres Spanisch als in Honduras, und sind nach wie vor fast alle hilfsbereit und freundlich. Manche machen allerdings den Eindruck, als wollten sie mich nicht verstehen ;-) Der Lebensstandard ist, gerade auf dem Land, fuer europaeische Verhaeltnisse natuerlich extrem niedrig: die meisten Haeuser bestehen aus nur einem Raum, und fuer Viele stellt das Pferd oder das Maultier die Fortbewegungsmethode der Wahl dar.
Die Vierbeiner erfuellen allerdings noch einen anderen Zweck als nur den des Transportes: mit Vorliebe Fussballplaetze werden von grasfressendem Getier (Pferd, Kuh, Stier, Maultier, Esel, Ziege) kursgehalten, aber auch die Gruenstreifen entlang der Landstrassen. Bisweilen haelt ein einfacher Strick um den Hals das liebe Vieh an einem Ort, manchmal streift es aber auch voellig frei umher... Geht anscheinend alles!

Bis bald :-)
Franziska & Basti

Tauchen in der Karibik :-)

Aloha allerseits,

endlich wieder eine Meldung aus fernen Landen :)
Wir sind wieder auf Utila angekommen, nachdem wir die letzten drei Tage unseren Advanced Open Water Tauchkurs auf Jewel Caye, einer quasi winzigen Insel nebenan, absolviert haben. Wir waren auf 30m Tiefe, haben unsere Tarierungsfaehigkeiten optimiert, das Boot wiedergefunden, das Riff und seine Bewohner bei Nacht erkundet, und sind heute zu guter Letzt noch zu einem in 30m Tiefe gelegenen Wrack getaucht, das vor ca. 10 Jahren hier versenkt wurde, um die Ausbreitung des Riffs zu foerdern. Echt Wahnsinn! Es ist wirklich wie im Fernsehen, was man hier alles zu sehen bekommt: Trompetenfische, Trommlerfische, Papageifische, Hummer (zum Teil riiiesig!), Krebse, (Putzer-)Shrimps, Seegurken, Seesterne, Drueckerfische, Doktorfische, selbstverstaendlich auch Nemo und Dory, einen Octopus, Quallen, natuerlich das Riff selbst, und soooo viel mehr :) wirklich unglaublich!

Ein kurzer Rueckblick, wie wir seit unserem letzten Eintrag (Caye Caulker) hierher gekomen sind ;-)
Nach dem erfolgreichen Absolvieren des Open Water Tauchkurses ging es mit Boot und Bussen weiter nach Placencia, einer verschlafenen Stadt an der Spitze einer Halbinsel im Golf von Belize, und von dort fruehmorgens mit dem Bus nach Punta Gorda. Diese Stadt im Sueden Belizes sieht wahrscheinlich nur Touristen, die auf der Durchreise nach Livingston, Guatemala, sind.
So auch wir - eigentlich wollten wir flott ein Boot nach Livingston besteigen, mussten dann aber auf einiges warten. So fuhr das naechste (einzige) Boot erst nachmittags. Zudem hatte sich ein Amerikaner mit der Ausrede, er haette einfach kein Geld und muesse dringendst nach Guatemala, beim Kapitaen einen supersonderwinzigen Preis erhandelt. Als rauskam, dass er das nur aus Geizgruenden getan hatte, wollte der Kapitaen natuerlich mehr Geld. Bloederweise fingen die beiden ihre Auseinandersetzung im Migrationsbuero an, was eindeutig keine gute Idee war. Es endete damit, dass der eine (mitreisende) Amerikaner zu uns, die wir schon auf dem Boot sassen und warteten, verfrachtet wurde, weil er schon ausgestempelt war, und der andere, der den Streit angefangen hatte, zu einer Geldstrafe verdonnert wurde, weil er wohl die Beamten angeschrien hatte. Und ausreisen durfte er an diesem Tag auch nicht. Echt krass. Wir druecken ihm die Daumen, dass am naechsten Tag alles gut geklappt hat! In solchen Situationen erinnert man sich schnell wieder daran, bei Grenzuebergaengen kein Theater zu machen...

Dieses Ereigniss war bislang aber, toi toi toi, die einzige Situation, in der uns ein wenig mulmig zu Mute gewesen war. Auch wenn ich Guatemala ein bisschen vermisse, sind die Leute hier in Honduras doch auch sehr freundlich und immer hilfsbereit.

Endlich in Livingston angekommen, schlossen wir uns zwei anderen Amerikanern an und liessen und vom Abholboot den Rio Dulce hinauffahren zur Finca Tatin. Diese Finca liegt mitten im Dschungel an einem Seitenarm des Flusses, und die Bungalows des Hotels befinden sich wirklich direkt unter riesigen Baeumen, Lianen und allerlei Getier. Mit dem Kajak besuchten wir ein nahe gelegenes Biotop, wo es Voegel gibt, die haargenauso klingen wie grunzende Schweine. Irre! Zudem besuchten wir heisse Quellen am Flussufer, eine Tropfsteinhoehle, und ein super Seafood Restaurant, und ein weiterer Hotelgast versuchte einen der (fluegelgestutzten...) Hauspapageien zum Fliegen zu motivieren, was fast zu dessen Tod durch Ertrinken gefuehrt haette. Joey aus Kentucky (da war er ganz stolz drauf, deshalb die Erwaehnung ;-)) rettete das arme Tier jedoch und war der Held des Abends.

Von der Finca Tatin aus ging es mit Boot, Taxi, Bus und noch einigen Bussen weiter nach Honduras, genauer gesagt nach Tela. Weiter kamen wir leider nicht, da die Busse wie ueberall in Mittelamerika nicht spaeter als nachmittags fahren. In Tela legten wir einen Tag Pause ein, um den zweitgroessten tropischen (botanischen) Garten der Welt, einer ehemaligen Versuchsstation der Standard Fruit Company, zu besichtigen. Zu bewundern gab es jede Menge Baeume, darunter 20m hohen Bambus, Chinarinde (gegen Malaria), Nonistraeucher, Sternfruchtbuesche, und allerlei Gruenzeug, das der Honduraner sich gerne zu Gemuete fuehrt. Manchmal zu Heilzwecken - aber ich bin mir sicher, dass das ein oder andere Rauschmittel auch dabei war! Einen halben Tag am Strand spaeter ging es sodann weiter nach La Ceiba, der Hafenstadt, von wo aus die Faehren nach Roatán und Utila ablegen. Vorher verbrachten wir jedoch noch einen Tag mit einer Dschungelwanderung am Rio Cangrejal, verzichteten jedoch auf das Raften, da der Fluss wenig spannend aussah (nach unseren Erlebnissen in Lanquin kein Wunder ;-)) und wir das Geld nun lieber in den Tauchkurs investierten.
So ist es uns also bisher ergangen - und uns bleiben noch dreieinhalb Wochen bis Panama!

Allerbeste Gruesse von Utila (wo Ende der Woche die groesste Party des Jahres stattfindet, allerdings ohne uns, und das als einer der besten Tauchplaetze der Welt gilt!),
Franzi und Basti

Freitag, 6. August 2010

Photos!

Hier die photographische Untermalung der Texte (viel reisen bedeutet auch weniger Zeit fuer das Hochladen von Fotos, ist also ein gutes Zeichen :) )
In der Zeit haben wir eine Menge erlebt und natuerlich viel mehr als man hier darstellen kann, aber anbei eine kleine Auswahl:


Die natuerlichen "Pools" von Semuc Champey von oben. Unsere Reisegruppe bestehend aus uns, Victoria aus Muenchen, Tilly, Mike, Kathie, Jeronimo und Lillian.

Die Pools von unten. Das kristallklare und relativ kuehle Bergquellwasser ist eine perfekte Erfrischung nach einem schwuelheissen Hoehlen-/Dschungeltrip (kuehl zumindest im Vergleich zur 29 Grad warmen Karibik :) ).

Crazy people do crazy diving :)
Die angehenden Open Water Diver Harini, Kurt, Franzi und Alex haben die etablierte Unterwasserkommunikation ein wenig erweitert. Lachen funktioniert auch in 18m Tiefe, flutet dann jedoch meistens die Taucherbrille :)

Schnorcheln mit Manatees (Seekuehen), Barracudas, Dory und Nemo und anderen Meeresbewohnern. Fischphobie ade! Bei der perfekten Sicht unter Wasser sieht man aber auch wirklich alles was um einen herum kreucht und fleucht.

Das Objekt der Begierde - Kaffeebohnen (vorher...)

...und nachher. Die Kaffeefinca wurde im 19. Jahrhundert vom Herrn Dieseldorff aus Hamburg gegruendet und exportiert heute noch Kaffee nach Deutschland.

Die Fledermaushoehlen in Lanquin mit Beleuchtung.

Die Fledermaeuse verlassen zu Zehntausenden die Hoehle, wenn das Licht ausgeschaltet wird.

Ohne Worte.

Der Blick aus unserem Schlafzimmer in Lanquin (Hostal El Zephyr, falls irgendjemand vorhat mal nach Guatemala zu fahren ;) ).

Andere Seite.

Wilder Truthahn (oder so etwas aehnliches) in Tikal. Das waren dann aber mit Sicherheit unsere letzten Maya-Ruinen :)

Weitere Fotos folgen bald.
Allerbeste Gruesse! :-)

Donnerstag, 29. Juli 2010

Caye Caulker, Belize

Nach den Ruinen in Tikal fuhren wir am Mittwoch Richtung Belize: erst mit dem Tuktuk zum Busterminal, dort die Gallone Wasser liegenlassen, mit dem Minibus zur Grenze nach Belize, dort um 3 EUR abgezockt worden, mit dem Taxi ins naechste Kaff, von dort in einem mit Lebensweisheiten tapezierten Chickenbus nach Belize City, nach einer Stunde Wartezeit mit dem Schnellboot Richtung Riff nach Caye Caulker, und dort schliesslich zu Fuss ein Hotel gesucht. Uff!

Nachdem wir das wohl preisleistungsoptimale Hotel der ganzen Insel gefunden und uns dort einquartiert hatten, goennten wir uns leider voellig stillos einen Hamburger im Chinaimbiss - zu gross war der Preisschock, nachdem wir guatemalaverwoehnt bislang doch immer sehr guenstig gespeist hatten, und Einem so auf Anhieb nur teure Seafood Restaurants ins Auge stachen. Gluecklicherweise wurden wir in den naechsten Tagen dann doch fuendig - sehr gutes Essen, annehmbares Preisniveau :)

Mein persoenlicher Eindruck von Belize, oder besser gesagt meine Eindruecke: Belize ist eigentlich nicht Mittelamerika, wenn man es mit Mexiko oder Guatemala vergleicht, sondern weist eindeutige Unterschiede auf - am besten zu beschreiben mit dem Wort "Karibikflair" :) Es gibt zwar auch hier nicht wenige Mayastaemmige, das Strassenbild ist jedoch gepraegt von Garifunas, den Nachkommen ehemaliger schwarzer Sklaven, die nach einem versuchten Aufstand auf eine honduranische Insel verbannt wurden und sich im Laufe der Zeit von dort aus auf den Rest der Karibik verteilt haben. Ins Karibikclichee passen laufen auch einige Bob-Marley-Verschnitte bzw. Rastafaris herum, die mindestens hueftlange Dreadlocks und meist noch eine Riesenmuetze in schwarz-rot-gelb-gruenen Streifen drueber haben. Der Belzieaner an sich geht seeehr, seeehr langsam. Man glaubt gar nicht, wie schnell man sich daran gewoehnt!
Ich glaube zudem, dass die meisten noch nicht einmal gehen, sondern mehr schweben, so in einer gruen wabernden Wolke... Ohne den Hauch der typisch guatemaltekischen Zurueckhaltung sprechen Einen die meisten Leute auf der Strasse an, hey man how are you?, und einige unterhalten im Rum- und Drogenrausch ganze Supermaerkte. Gell Basti, nicht die Bananen fallen lassen, das moegen sie nicht! Haben wir vom "coconut man, i´m da coconut man!" gelernt. Jaja... ;-) Und Mama Star, die uns fuer ein paar Euros Shrimps und einen Hummer grillte, lud uns auf einen eiskalten und sehr sueffigen Rum Punch (Kokosnussrum, Limettensaft, Ananassaft, und eine Geheimzutat, die sie nicht verraten wollte) ein, und leerte mit uns ein paar Becher. Herrlich! :-)

Der erste Morgen auf Caya Caulker begruesste uns zwar nicht mit strahlendem Sonnenschein, aber herrlich warmen Wetter und einem bestaendig wehenden Wind - wunderbar :) Und wir konnten feststellen, dass man hier trotz Wolken doch huebsch braun wird. Was will man mehr?
Zum Beispiel Tauchen, was wir sogleich mit dem ersten Tag des PADI Open Water Kurses in Angriff nahmen: mit Kurt und Alex (USA) verbrachten wir geschaetzte 4 Stunden mit der Theorie, schon voller Vorfreude auf unseren ersten Tauchgang!

Flores und Tikal

Die Sonnenaufgangstour in Tikal holte uns um 4.30 Uhr morgens am Hotel ab und erstmal verbrachten wir wieder eine gute Stunde unterwegs. Da der archaeologische Park witzigerweise erst um 6.00 Uhr aufmacht, und die Sonne eine halbe Stunde vorher aufging, erlebten wir den vielgepriesenen Sonnenaufgang wartend im Bus vor der Schrank zum Nationalpark. Hatte auch was, immerhin haben wir eine Bande 10cm grosser Heuschrecken vor die Kamera bekommen.

Die Ruinen selbst waren, in Bastis Worten gesprochen, zwar irgendwie auch nur eine Menge Steinhaeufen, lagen aber wirklich mitten im Dschungel und boten genug Kurzweil fuer den Vormittag. Neben wirklich hohen Pyramiden, die u.a. den Maya Kalender beinhalten (Schatten faellt je nach equinox etc. auf ein bestimmtes religioeses Gebaeude, usw.) beeindruckte uns die Tierwelt: Bruellaffen, Spinnenaffen, wilde Truthaehne, Tukane, riesige pfauenaehnliche Voegel, komische Tiere, die aussahen wie eine Mischung aus Ratte und Ameisenbaer, und jede Menge Kriechgevieh sorgten fuer allerlei Unterhaltung.
Bei Gelegenheit gibt es Photos!

Lanquin 3: Rafting!

So langsam muss ich mich beeilen, um die Berichterstattung auf den neuesten Stand zu bringen ;-)

Unser dritter Tag in Lanquin hielt ein besonders adrenalinhaltiges Schmankerl fuer uns bereit - Raften! Zusammen mit den beiden Kiwis Erin und Ivan sowie den beiden Englaenderinnen Kathy und Laura nahmen wir wieder einmal auf der Ladeflaeche eines Pick-Ups Platz, diesmal allerdings unter einem Schlachboot, das auf dem Dach montiert war. Ein kurzer Koffergriff, ueber die Bruecke, und das Boot war im Wasser, und wir erhielten eine kurze Einfuehrung.
Der Guide, ein Hollaender, der das wohl schon einige Zeit lang macht, und seine Freundin uebernahmen das Kommando an Bord, und Andrew den Part des "Swimming instructors" und Sicherheitskayakers. Erst auf dem Lanquin und dann weiter auf dem Cahabon River ging es schon gleich relativ zuegig los, und wir bekamen einen ersten Vorgeschmack auf die Stromschnellen, die uns noch erwarteten. Aufgrund der Saison und der starken Regenfaelle fuehrten beide Fluesse enorm viel Wasser (1.90m ue. n.), so dass das Limit unseres Hollaenders eigentlich ueberschritten war, um die "Rock´n´Roll"-Stromschnellen per Boot zu passieren. Er war jedoch von unserem Team derart angetan, dass wir uns die Sache einmal von oben anschauen gingen und als Team eine Entscheidung treffen sollten. Die Entscheidung war dann schnell getroffen, naemlich von ihm selbst ;-) auf in die Fluten!
Was von oben schon sehr, sehr halsbrecherisch aussah, war aus der Perspektive eines Paddlers im Schlauchboot (2. von vorne, rechts) dann auch echt der Wahnsinn. Links anpeilen, Vollgas paddeln, ins Boot springen, ducken und festhalten, auf des Hollaenders Kommando wieder auf den Arbeitsplatz, wieder mit Vollgas zwischen zwei grosse (!) Felsen zusteuern, und auf Kommando wieder ducken, Gewicht nach links und festhalten. Die Welle tauchte das halbe Boot unter Wasser und bescherte uns einige Sekunden Tauchgefuehl ohne Atemgeraet. Und soviel Adrenalin, dass es wohl einige Tage dauerte, bis das wieder abgebaut war. Einfach irre. Total Wahnsinn! :) Auf jeden Fall eines der besten Erlebnisse bisher.
Nach einem erholsamen Mittagessen am Ufer hiess noch ein halbes Stuendchen paddeln, und dann war das Vergnuegen auch schon wieder zu Ende.

Der naechste Tag bescherte uns ueber 8 Stunden im Minibus, um nach Flores im Norden Guatemalas zu kommen. Flores ist eine kleine Stadt auf einer exakt genauso kleinen Insel im Lago de Petén Itza, die zwar viele Hotels und Restaurants fuer Touristen bereithaelt, mir aber dennoch ziemlich gut gefallen hat.
Da Schlaf ja generell ueberbewertet wird, meldeten wir uns gleich abends noch fuer die Sonnenaufgangstour in Tikal (Mayaruinen) an - was sich leider als mittlerer Reinfall entpuppte. Dazu gleich mehr!

Dienstag, 20. Juli 2010

Lanquin 2: Semuc Champey

Unser zweiter Tag in Lanquin begann auf der Ladeflaeche eines Pickups, der uns die 11km Buckelpiste durch den Urwald nach Semuc Champey brachte. Mit Viktoria (Deutschland), Tilly und Alex (UK), Mike und Kelly (UK), Geronimo (NL) und Lilian (Brasilien) sowie unserem Guide Otto (Guatemala) besuchten wir zuerst die Grutas Marias, eine Hoehle, durch die ein Fluss fliesst. Die einzige Lichtquelle hierbei waren Kerzen, und Stirnlampen (davon eine wasserdicht, Ottos, und Basti und meine, nicht wasserdicht *g*). Watend, kletternd und im Fluss schwimmend bewegten wir uns durch die Hoehle, was an sich schon ein Erlebnis der besonderen Art darstellt. Vor allem mit der Kerze in der Hand schwimmen, so was hab ich auch noch nicht gemacht ;-)
Als es dann daran ging, an einem Seil im Wasserfall hochzuklettern, waren die beiden Jungs natuerlich die Ersten. Die Herausforderung war weniger das Klettern an sich, sondern die Wassermassen, die von oben durch die enge Stelle schossen. Alex versuchte sich auch, und war schon fast oben, als sie ploetzlich den Halt verlor und abrutschte. Von unten sah es wirklich haarstraeubend aus, wie Basti und Geronimo von oben versuchten, sie an den Armen hochzuziehen (selbst freihaendig auf einem Brett balancierend) und Otto, der sie von unten hochschieben wollte, aber staendig von ihr an den Kopf getreten wurde, weil sie natuerlich total in Panik geriet. Gluecklicherweise schafften sie es aber mit vereinten Kraeften, das arme Maedel unversehrt hochzuziehen und ihr einziger Verlust bestand aus ihren alten Turnschuhen, die weggespuelt wurden. Krasses Erlebnis, wirklich.

Danach ging es beschaulicher wieter, mit einer Runde Rubing (den Fluss in einem alten LKW-Schlauch runtertreiben) und einem schweisstreibenden Treppenstieg auf einen Aussichtspunkt ueber den Pools. Die Pools selbst befinden sich auf etlichen Platformen, unter denen unterirdisch der Fluss dahinstroemt, und haben verschiedenfarbiges und -temperiertes Wasser, das nicht aus dem Fluss stammt, sondern von mehreren Quellen am Berg.
Dass es ein wenig anfing zu regnen, tat unserer Planschfreude keinerlei Abbruch - es war einfach viel zu schoen und beeindruckend.

Ausklingen liessen wir den Tag in einem kleinen Restaurant im Dorf mit den drei Maedels, von denen eine sich noch mit der Kellnerin anlegte, weil sie die Tomatenstueckchen in ihrem Omelette faelschlicherweise fuer Schinken hielt. Basti hat es todesmutig probiert und ihr sodann versichert, es handele sich um Tomaten ;-)

Uebers Raften berichte ich das naechste Mal, in einer halben Stunde geht das Boot von Belize City nach Caye Caulker - KARIBIK, wir kommen! :-)

Lanquin 1.

Oh wie schoen ist ... Lanquin!

Zwei Stunden Autofahrt von Cobán (davon eine auf einem buckeligen Feldweg ueber Stock und Stein) entfernt liegt ein kleines Dorf namens Lanquin, was auf den ersten Blick noch nicht so wirklich atemberaubend ist.
In der Zephyr Lodge erhaschten wir die letzten beiden freien Betten im dormitory (Gemeinschaftsschlafraum mit 12 Betten) und waren schon vom Hostel selbst beeindruckt. Auf einem Huegel ausserhalb der Dorfes gelegen, hat man von der ueberdachten Terrasse aus einen herrlichen Blick auf das Tal nach oben und unten, den Fluss, und die Wolken, die hier alle 2 Minuten ein anderes Bild vermitteln (oder der Sonne weichen ;-)). Als Einstimmung besuchten wir die Grutas de Lanquin, besser bekannt als die "Fledermaushoehlen". Neben phantasievoll geformten Stalagmiten und -titen (Frosch, Tiger, Elefant, ...) ist die Hauptattraktion dort die riesige Kolonie von murcielagos - Fledermaeusen. Bei Anbruch der Dunkelheit wird in der Hoehle der Lichtschalter umgelegt, und Abertausende von den possierlichen Tierchen stuerzen sich in die Nachtluft. Wir standen mit wenigen anderen Besuchern am relativ kleinen Eingang der Hoehle, und konnten die Luftbewegungen spueren, die die vorbeirasenden Fledermaeuse verursachten. Pfeilschnell und im Dunkeln natuerlich kaum auszumachen boten sie ein umso eindrucksvolleres Bild, wenn die Blitze der Kameras aufleuchteten und ein wenig Licht ins Dunkel brachten.
Wahnsinn! Wirklich beeindruckend. Fotos folgen bei naechster Gelegenheit!

Felicidades
Francisca y Sebastián

Antigua Guatemala, Pacaya, Cobán

¡Buenas noches!

Im Moment sitzen wir zwar schon in Flores und freuen uns auf´s Abendessen, aber erstmal fehlt hier noch ein Bericht aus Antigua... Nach einer mehrstuendigen Minibusfahrt vom Lago Atitlan ueber gewaltige Huegelketten kamen wir puenktlich zum stroemenden Regen in Antigua an, und unterzogen unsere Regenjacken einem Herz- und Nierentest (Ergebnis: semi-zufriedenstellend). Nach einem Tag Stadt anschauen (Kolonialstadt, sehr schoen, aber leider auch sehr touristisch und fuer guatemaltekische Verhaeltnisse auch teuer), ein wenig shoppen und Fuesse platt laufen ging es am Samstag los zum Pacaya.
Dieser Vulkan hat vor wenigen Wochen erst den kompletten Flugverkehr nach und von Guatemala City still gelegt, und die Stadt unter eine schoene Schicht Asche befoerdert. Einen Tag bevor wir uns also aufmachten, brach er nachmittags "noch so ein bisschen" aus - soll heissen, aus den drei neu entstandenen Kratern an der Bergflanke blubberte ein bisschen Lava, was die letzte Reisegruppe wohl live beobachten konnte. Soviel erlebt haben wir nicht, nur einen kleinen "Ruelpser" in Form einer Rauchwolke aus dem Hauptkrater ;-) Da der letzte Ausbruch auf der Antigua abgewandten Seite des Vulkans passiert ist, waren wir nicht im Naturpark, sondern auf einer privaten Finca, wo uns ein Sohn der Familie herumfuehrte. Ich kann mit Stolz behaupten, dass ich als Dolmetscherin von Spanisch nach Englisch (!) auserkoren wurde - so ein bissl was hab ich also wohl doch gelernt *g*
Zusammengefasst: drei Lavastroeme kamen nacheinander (im Abstand von einigen Tagen) den Vulkan herunter, mit ca. 20m/Std. Der erste machte knapp 40m vor dem Wohnhaus der Finca halt, und begrub eine Ananasplantage unter sich. Der zweite hat die Kaffeestraeucher plattgemacht, und der 3. Strom, der immer noch sehr heiss ist, hat eine Wasserquelle ausgeschwemmt und eine Heisswasserlagune geschaffen. Wahnsinn, wie sehr die scharfkantigen Steine, die teilweise Glas enthalten, das bei den hohen Temperaturen aus geschmolzenem Sand entstanden ist, noch etlihe Tage nach dem Ausbruch Hitze abstrahlen! Fumarolen (Schwefeldampfquellen) und Bimssteine rundeten den Besuch ab ;-) Auf den Berg selbst kann man zur Zeit verstaendlicherweise nicht klettern, v.a. da der Sand an den Flanken nicht gefestigt ist und einfach abrutschen wuerde.

Nach einer frischen Ananas ging es zurueck nach Antigua, und von dort weiter nach Coban. Die mehr als 7-stuendige Fahrt quer durch Guatemala Stadt (in der Rush hour, wann sonst?) und durch Berg und Tal war, wie meist, sehr anstrengend, dafuer reich an beeindruckenden Landschaften. In Cobán goennten wir uns ein desayuno de panquequitos y fruta (= Pfannkuchenfruestueck mit Obstsalat) incl. Kaffee, sowie eine echt interessante Tour durch eine Kaffeefinca. 1888 von einem Deutschen namens Herrn Dieseldorff aus Hamburg gegruendet produziert die Finca noch immer Kaffee, der heute aber nicht mehr hauptsaechlich nach Deutschland, sondern v.a. in die USA verkauft wird. Neben Arabicastraeucher wachsen dort auch Kardamon, Nelken, Bananen, Orangen, Avocados und anderes Obst - zum Einen, um die Voegel von den Kaffeebeeren fernzuhalten, und zum Anderen zum Verkauf und fuer die Arbeiter der Finca.

Danach besuchten wir einen kleinen Naturpark am Stadtrand, wo es ausser viel Gruenzeug und einer dicken Bisamratte nicht allzu viel zu sehen gab ;-) Dafuer wurden wir dann beim Mittagessen vom Restaurantbesitzer fuer seine neue Homepage fotogrfiert - Europaeer scheinen dort nicht so oft vorbeizukommen *g*
Nachmittags hiess es mal wieder Kofferpacken und auf nach Lanquin!

Allerbeste Gruesse
Franzi und Basti

Montag, 19. Juli 2010

Das Glueck der Erde...

... liegt auf dem Ruecken der Pferde ;-) und ich will nix von Hugo Simon hoeren...



Am zweiten Tag in San Pedro nutzten wir die Gelegenheit, fuer EUR 2.50 pro Stunde auf zwei kleinen Pferdchen einen Reitausflug zu machen. Auf den ersten Blick haetten wir nie gedacht, dass uns diese mageren Roesser tatsaechlich den halben Vulkan hochtragen koennten. Aber Hut ab, Lupita und Munaca wuselten trittsicher ueber holperige, steinige und schmale Pfade durch Kaffeeplantagen, Maisfelder und unter Avocadobaeumen durch.



Waehrend Franzi und Munaca sich weitgehend einig waren, dass Galopp die beste Wahl des Tempos war, war Basti seiner schwarzen Peruanerin hilflos ausgeliefert, da jene sich darauf beschraenkte, dem Guide und damit auch Franzi zu folgen. Nach anfaenglicher Panik von Seiten Bastis und totaler Hilflosigkeit hat er dann doch den Rhythmus gefunden und fand sogar Spass am Galoppieren ;-) Nichtsdestotrotz beklagt er sich immer noch ueber Schmerzen im Allerwertesten...



Danach ging es im Shuttle (Minibus) weiter nach Antigua Guatemala, der ehemaligen Haupt- und einer alten spanischen Kolonialstadt. Sehr schoen, aber auch sehr touristisch. So versprueht sie leider nicht den Charme der kleineren Kolonialstaedte wie zum Beispiel Campeche in Mexiko. Fuer guatemaltekische Verhaeltnisse ist es auch echt teuer dort. Ueber die Tour zum Vulkan Pacaya berichten wir demnaechst!

Gruesse aus Flores
Franzi und Basti

Sonntag, 18. Juli 2010

Ein Stueckchen Paradies in Guatemala

Aloha,
eine kurze Meldung aus Lanquin, einem Ort, der der Beschreibung Paradies sehr nahe kommt. Hoehlen mit Abertausenden von Fledermaeusen, die in der Dunkelheit alle aus dem Ausgang rauschen, zentimeternah. Hoehlen mit Fluss drin, nur mit Kerzenlicht waten, schwimmen, klettern und springen. Ein Fluss, der unter die Erde abtaucht, oben drueber Bergquellwasserbassins verschiedener Temperatur und Farben. Rafting bei Hochwasser, inclusive Stufe 4+ Schnellen, die der Typ noch nie zuvor bei soviel Wasser beraftet hat. War ganz schoen stolz auf uns :)
Morgen gehts weiter nach Flores, wo wir hoffentlich besseren Internetzugang haben - dann folgen Bilder und ausfuehrlichere Berichte!

Beste Gruesse!
Franzi und Basti

Montag, 12. Juli 2010

WM-Finale und Kayaks am Lago Atitlan

Buenas noches allerseits!

Ich hoffe euch in der Heimat geht es (mindestens) so gut wie uns, und ihr kommt mit der Hitzewelle gut zurecht ;-)
Wir haben unseren Sprachkurs mit einem Abschiedsessen in der Schule gut zu Ende gebracht und sind mittlerweile am Lago Atitlan, in San Pedro. Gestern sind wir in San Marcos angekommen, wo es erstaunlich viele Yoga- und Massagelokalitaeten sowie einige "Aussteiger" gibt ;-) Das Dorf selbst ist sehr schoen, weil es naemlich aussieht wie Wald und Dschungel, wo ab und zu ein Haus steht - ganz im Gegensatz zur Grossstadt Xela.


Der See ist natuerlich ein landschaftlicher Traum, umgeben von Huegelketten und Vulkanen. Baden kann man, sagen die Einen - und sollte man bleiben lassen, wenn einem seine Gesundheit lieb ist, sagen die Anderen. Man weiss es also nicht ;) weswegen wir uns nach dem Finale heute (hab ich das richtig verstanden? Neuer Rekord in Sachen gelbe Karten?) fuer zwei Stunden Kayaking entschieden haben. Leider war das Gewitter schneller als wir, so dass wir eine ordentliche Dusche abbekommen haben. Der Weg zurueck durch ein bisschen Wildnis, Kaffeestraeucher und Avocadobaeume war in den nassen Flipflops auch ein kleines Abenteuer an sich *g*

Morgen geht es morgens los mit einem kleinen Ausflug zu Pferde, ein Stueck den Vulkan hinauf und an einen wohl sehr schoenen Strand. Danach werden wir uns den "Luxus" eines direkten Shuttles nach Antigua goennen, da wir sonst vermutlich noch eine Nacht hier verbringen muessten. Das Transportsystem mit den relativ billigen Chickenbusses funktioniert zwar relativ reibungslos, aber man sollte frueh los, um nicht nachmittags irgendwo auf einen Bus warten zu muessen, der uU. nicht mehr kommt.

Mittlerweile weiss ich auch, wieso Chickenbusse so heissen ;-) Waehrend Basti am Freitag sein verlorenes Grammatikheft wieder aufholen musste (danke an dieser Stelle an Hector, seinen sehr coolen Lehrer), war ich mit meiner maestra in San Francisco el Alto, dem wohl groessten Markt Mittelamerikas. Dort gibt es nicht, was es nicht gibt - traditionelle handgemachte Kleidung, nachgemachte US-amerikanische Kleidung (und Puma), alte Singernaehmaschinen, Obst, Gemuese, Gewuerze, getrocknete Fische, frisches Fleisch und Huehnerkoepfe und -fuesse, sowie lebende Viecher von Kueken (in allen Farben) ueber Hunde, Schafe und Enten bis hin zu Schweinen und Rindern.

Da das liebe Vieh auch irgendwie dahin kommen will, hatte ich also auch eine nette Bekanntschaft mit einer Pute, die bequem eingewickelt in eine Tischdecke einen halben Meter neben mir im Bus auf dem Schoss einer Frau sass und nach San Francicso fuhr.

Allerbeste Gruesse!
Franzi und Basti

Donnerstag, 8. Juli 2010

¡Hola, buenas tardes!

Eine kurze Meldung aus Xela :) Im Moment regnet es, und wir haben unsere zweite Salsastunde hinter uns gebracht. Wir koennen schon 7 oder 8 Figuren, und es macht wahnsinnig viel Spass, sich durch die Gegend wirbeln zu lassen ;-) Im Anschluss wurden wir dann glatt noch fuer Australier gehalten, ist mir auch noch nie passiert vorher...
Das Deutschlandspiel haben wir uns natuerlich auch zu Gemuete gefuehrt - schon ein bissl traurig :( Die erste Haelfte gabs in der Sprachschule, noch ganz klassisch mit Antenne richtig ausrichten und auslosen, wer sie hochhaelt, bis irgendwo Klebeband auftauchte, und die zweite Halbzeit dann beim "public viewing" mit vielen begeisterten Guatemalteken, von denen sogar etwa ein Drittel fuer Alemania jubelten und trauerten.

Des Weiteren unterhalten wir uns allabendlich praechtig mit unserer Gastfamilie. Meistens gehts ums Essen oder komische Dinge, die die hier mit Bier anstellen (Bier, Tomaten- und Gemuesesaft, Eier, Salz, Chile, und Limette - Basti will das nach wie vor mal probieren, ich lieber nicht *g*).
Am Montag waren wir in Zunil, einem Bergdorf ca. 10km (= 35 min Fahrtdauer im alten U.S. Schulbus) von Xela entfernt. Leider kamen wir zu spaet fuer den Markt, hatten aber dafuer die Gelegenheit, San Simon einen Besuch abzustatten. Dieser muntere Zeitgenosse ist eine Schaufensterpuppe, die erschreckende Aehnlichkeit mit Michael Jackson aufweist, und auf einer Art Thron, beleuchtet von Energiesparlampen, sitzt. Vor ihm aufgestellt sind geopferte Kerzen (rot fuer Liebe, gruen fuer dinero, etc.) und Bier, Schnaps, und Zigaretten. Sein Waechter hat uns 5 Quetzales pro Person abgeknoepft, um das Spektakel anschauen zu duerfen - echt irre. Sonst gab es nicht viel zu sehen, vielmehr waren wir wohl die Attraktion schlechthin fuer die Dorfbevoelkerung, die zum Teil freundlich aber schuechtern gewunken, und zum Teil einfach nur neugierig geschaut hat. Interessant ist, dass hier auf dem Land der christliche Glauben mit dem Naturglauben der Indigenas verschmolzen ist, so dass zwar eigentlich alle "in die Kirche gehen", aber das Ganze vor dem Hintergrund ihrer ueberlieferten Traditionen sehen.
Zwei Dinge sind mir hierbei aufgefallen: die Umweltverschmutzung war dort in einem Fluss sehr, sehr sichtbar - aus der hoeher gelegenen kleinen Stadt Almolonga schwemmt es dort die ganzen Muellutensilien und vor allem Abwaesser an, der ganze Fluss war eine einzige schaeumende dunkelbraune Bruehe.
Zum Zweiten halten die Ladinos (Nachkommen der Spanier) wohl im Allgemeinen nicht besonders viel von den Indigenas, da unser Gastvater gleich total abwertend meinte, ja ja, die spinnen, die Indigenas. Von political correctness echt wenig zu spueren.

Noch interessanter als dieser Ausflug jedoch war der Besuch eines ehemaligen Guerilla-Comandante abends in der Sprachschule. Er hat von seinem Leben und seinen Beweggruenden erzaehlt - wahnsinnig interessant! Sein Grossvater, sein Vater und er sind auf einer Finca (Grossgrundbesitze, die vor allem Kaffee und Kakao, aber auch Gewuerze anbauen) an der Pazifikkueste aufgewachsen. Das Leben dort kommt dem eines Leibeigenen im europaeischen Mittelalter gleich: kein Lohn, kaum Essen, keine Rechte. Vor diesem Hintergrund meinte er, waere es die Chance seines Lebens gewesen, als er die Moeglichkeit hatte, den Guerilla beizutreten. Der Hintergrund des Krieges, der immerhin 36 Jahre lang in Guatemala tobte, ist im Grossen und Ganzen die Unterdrueckung der indigenen Bevoelkerung, v.a. auf dem Land, und die Herrschaft weniger Reicher ueber fast alle Ressourcen des Landes. In El Salvador, Honduras und Nicaragua gab und gibt es sehr aehnliche Probleme (empfehlenswerter Film hierzu: voces inocentes - Innocent Voices!).
Die Regierung, vielmehr das Militaer, unterdrueckte also jahrzehntelang die eigene Bevoelkerung, auch mit Unterstuetzung durch die USA. Wer beispielsweise keine Arbeit hatte, musste Zwangsarbeit leisten, und als dem Militaer die Leute ausgingen, rekruitierten sie Kinder ab 12 Jahren aus den Schulen (d.h. sie nahmen sie einfach eines Tages mit).
Die Guerilla kaempften auf Seiten der indigenen Bevoelkerung gegen das Militaer, und seine Schilderungen von Not-Operationen im Dschungel, und vom taeglichen Leben im Dschungel waren wirklich beeindruckend.

Erschreckend ist die heutige Situation Guatemalas: der nach dem Friedensschluss 1996 gewaehlte Praesident ist mehr oder weniger handlungsunfaehig, und anscheinend droht die alte (Militaer-)Elite, mittels einem Putschversuch in naeherer Zukunft wieder an die Macht zu kommen. Ich entschuldige mich an dieser Stelle, dass das hier jetzt doch ein wenig ins Politische abgedriftet ist, aber das Thema beschaeftigt mich gerade sehr - wie man ein Land mit solchen unglaublichen Ressourcen (Landschaft, Natur, Leute, Kultur, etc.) so misswirtschaften kann. Die "Hilfe" von NGOs wird hier auch geteilt gesehen, da diese Organisationen zwar Fortschritt bringen, auf der anderen Seite aber neue Abhaengigkeiten schaffen und gegeneinander konkurrieren, was durchaus nicht immer zum Wohle der Leute hier ist.

Gestern abend waren wir dann noch mit den beiden Englaender und einer US-Amerikanerin aus der Sprachschule was trinken in der Stadt, was auch sehr lustig war. Einer der beiden Englaender jedoch war heute frueh so fertig, dass er eine Stunde in der Schule auf dem Sofa schlief, und der andere ist gar nicht erst aufgetaucht ;-)
Bemerkenswert sind hier uebrigens die Preise in den Baeckereien: fuer umgerechnet 3 Cent gekommt man eine kleine Semmel, fuer eine grosse wird man 10-15 Cent los, und ein "Laib" Brot kostet ca. 50-60 Cent. Das Brot ist natuerlich nicht mit deutschem zu vergleichen, eher mit italienischem und amerikanischen - schmeckt aber trotzdem super! Und ist eine willkommene Abwechslung zu den Ruehreiern (huevos), dunklen Bohnen (frijolitos) und Maismehlknoedeln (Tamalitos), die es hier in bunter Abwechslung zu eigentlich jeder Mahlzeit gibt. Schmecken tut das Essen aber fast ausnahmslos super, Fleisch oder Fisch gibt es natuerlich nicht jeden Tag - aber dafuer bisweilen Pfannkuchen zum Fruehstueck, und "té María Luísa" (wohl ein Baum, aus dem man sehr feinen Tee machen kann) aus dem eigenen Garten.

Auch interessant ist das Geschehen auf den Strassen hier in Xela: der Grossteil der Autos sind Toyotas, und 70-80% aller PKW sind Pick-Ups, mit teilweise den abenteuerlichsten selbstgebastelten Aufbauten. Gern verwendet werden schmiedeeiserne Gartengitter, und 15 Leute auf der Ladeflaeche sind komplett normal. Die Gerausche- und Abgaskulisse beschreibe ich nicht, dafuer fehlen mir einfach die Worte ;-)

So langsam sind wir also richtig angekommen in Guatemala, und freuen uns auf alle kommenden Abenteuer und Erlebnisse! Morgen frueh gehts zum Reitausflug durch den Bergwald, bin mal gespannt, wie es Basti gefaellt ;-)

Allerbeste Gruesse aus Xela!
Franziska

PS: und puenktlich zu meinem Heimmarsch hat es aufgehoert zu regnen - so mag ich das :-)

Montag, 5. Juli 2010



Hallo zusammen,

Spaetnachmittag ist Regenzeit und darum verbringen wir diese oft in (Internet-)Cafes. (Prokrastination wie immer :) ).
Am Samstag hat unsere Sprachschule eine Wanderung auf den Vulkan Santa Maria (3700m) organisiert; nach langer Ueberlegung habe ich mich entschieden, dafuer das glorreiche Deutschlandspiel zu verpassen :). Franzi hat sich krankheitsbedingt das Spiel angeschaut.

Morgens um 5.00 Uhr ging es noch vor Sonnenaufgang mit dem Taxi zum Fusse des Vulkans.

Nach und nach lichtete sich der Fruehnebel und das Objekt der Begierde zeigte sich in voller Pracht.

Mit jedem Hoehenmeter wurde die Aussicht auf Xela und die umliegenden Doerfer besser. Hier wachsen selbst auf >3000m noch Baeume und Blumen!

Dort oben wird die Luft schon duenn, aber die grandiose Aussicht war das fruehe Aufstehen wert.



Kurz vor unserem Abstieg konnten wir sogar noch eine kleine Eruption des Nachbarvulkans Santiaguito beobachten; der Vulkan selbst (viel niedriger als Santa Maria) war leider unter den Wolken verborgen.

Auch wenn die Wanderung selbst nicht sooo anstrengend war (ca. 1300 hm), habe ich nachmittags gemerkt, dass es schon was anderes ist als in den Alpen herumzuklettern: Kopfschmerzen, Uebelkeit und alles was zu einer schoenen Hoehenkrankheit dazugehoert.

Viele Gruesse
Basti

Sonntag, 4. Juli 2010

¡Hola, buenas noches!

Was fuer ein Spiel :) Waehrend Basti heute die Santa María mit ihren 3700m bezwungen hat, habe ich aufgrund einer fiesen Erkaeltung das Bett oder vielmehr das Sofa gehuetet und das Fussballfest gegen Argentinien geguckt. Herrlich! So macht Fussball Spass, und eine bessere Vorstellung haette ein gewisser Herr Mueller einem gewissen Herrn Maradonna nicht liefern koennen - und nein, er ist kein Balljunge ;-)

Das Spanien-Paraguay-Spiel hab ich dann im Café Baviera verfolgt, das ausser seinem Namen und ein paar BMW-Plakaten nicht viel Bayerisches an sich hat ;-) dafuer ist der Kaffee ein Traum und Hausaufgaben machen sich dort auch viel besser als "daheim". Apropos daheim, gestern waere fast eine Katze durchs Dach gekommen - so hat es sich zumindest angehoert. Und wenngleich es wohl doch keine Affen sind, die da rumturnen (gell Basti?), so macht es doch jedesmal einen Hoellenlaerm, wenn wieder eins der Viecher da oben abstuerzt oder so wie gestern nacht von einem der zahllosen Strassenhunde verfolgt wird...

Beste Gruesse!
Franzi und Basti

Sonne

Eintrag von Basti (02.07.2010):

Hallo zusammen,

hier in Quetzaltenango (=Xela) hat sich Hurrican "Alexander" nun endlich verabschiedet und es hat aufgehoert zu regnen. Offiziell handelt es sich wohl um einen Tropensturm, aber die Locals nennen es "Hurracan". Windig war es jedenfalls nicht (zumindest nicht hier), jedoch haben wir eine Menge Regen abbekommen. Daher koennen wir leider die heissen Quellen in den Bergen nicht besuchen, da sie ueberschwemmt sind. Dafuer geht es am Samstag auf den Vulkan "Santa Maria", den wir taeglich von der Sprachschule aus beobachten koennen :). Santa Maria ist 3720m hoch; wir sind hier gerade auf 2300m und damit zwar schon ein wenig an die Hoehe gewoehnt, dennoch werden die ca. 1400 Hoehenmeter auf >3000m eine gute Herausforderung :). Dennoch freuen wir uns schon tierisch darauf und hoffen, dass das Wetter auch mitspielt.

Die Spanischkenntnisse reichen mittlerweile auch schon, um sich mit Rolando (dem Vater unserer Gastfamilie) nicht nur ueber Fussball, sondern auch ueber gesellschaftliche Themen und ueber lokale Spezialitaeten wie z.B. Michalada mit "Huevos de Tortuga" zu unterhalten. Dabei handelt es sich um Bier mit Tomatensaft, Limette, Chili, Salz und, zu guter letzt, Schildkroeteneier (wirken aphrodisierend).
Klingt ekelig, aber ich will es trotzdem mal probieren (ohne die Eier natuerlich :) ).

Viele Gruesse
Basti & Franzi

Anbei noch ein Bild vom Ausblick auf Santa María, den man von unserer Schule aus hat :)

Mittwoch, 30. Juni 2010

Verspaeteter Bericht aus San Cristobal de las Casas

Soo, und bevor wir es vergessen, noch ein paar Worte zu unserem Aufenthalt in San Cristobal de las Casas:

Von Campeche aus ging es mit dem Nachtbus nach Palenque, einer kleinen Stadt im Landesinneren. Dort haben wir uns ausnahmsweise fuer eine organisierte Tour entschieden, auf deren Programm als erstes die Ruinen von Palenque standen. Mitten im Dschungel gelegen sind diese Pyramiden deutlich weniger touristisch erschlossen als beispielsweise Chichen Itza, und dementsprechend wenig war auch los. Einige wenige Touristengruppen, v.a. aus den USA, und einige einzelne Reisende waren ausser uns die einzigen, die auf den Pyramiden herumkletterten, Photos knipsten und den Dschungel bewunderten. Danach wurden wir zum Misol-Ha kutschiert, einem recht beeindruckenden Wasserfall ebenfalls mitten im Dschungel. Im Gegensatz zu den Mayastaetten in Yucatan jedoch befindet man sich hier bereits im Hochland, und die Minibusfahrten liessen erste atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Bergketten erhaschen. Das dritte Highlight der Tour war dann "Agua Azul", was aufgrund der Regenfaelle jedoch mehr braun als blau war - aber dennoch eine beeindruckende Ansammlung kleiner Wasserfaelle und Kaskaden, umgeben von dichtem Wald, und leider ebenso dicht stehenden Laeden, die einem Souvenirs jeglicher Art anboten.
Von dort ging es dann direkt weiter nach San Cristobal de las Casas, einer sehr schoenen Stadt im mexikanischen Hochland, die ebenfalls mehr europaeisch wirkte als mittelamerikanisch ;-)
In San Juan Chamula, einem nahegelegenen Dorf, das wohl sehr bekannt ist fuer seine Kirche, in der katholische mit Maya-Brauechen gemischt werden, fand am naechsten Tag gerade das Fest zu Ehren San Juans statt, wohin uns Rudy, unser auesserst netter und hilfsbereiter Hostel-Gastgeber natuerlich mitnahm. 16 Leute in einem alten(!) VW-Bus - so was hab ich auch noch nie erlebt! Das Festival bestand fuer die unzaehligen Einheimischen eigentlich nur aus trinken und Boellerschiessen, unglaublich: die selbstgebastelten Raketen (erkennbar am Zeitungspapier, aus dem sie gebaut waren) wurden selbstverstaendlich aus der Hand geschossen - und weil das noch nicht genug Krach und Rauch verursachte, wurden Abflussrinnen auf dem Kirchplatz mit Schiesspulver (kein Witz!) gefuellt und angezuendet.
So oder so aehnlich muss es damals zugegangen sein, als noch mit Kanonen geschossen wurde. Wahnsinn, wirklich! Zur Erholung durften wir dann selbstgebrannten Schnaps beim Dorfaeltesten verkosten, was die Mehrzahl der Gaeste dann auch tat ;-) Mit einem Deutschen, einem Schweizer und einem Englaender haben wir uns, hungrig wie wir waren, dann auf den Weg gemacht, etwas Essbares zu finden. Fuendig wurden wir an einem Tacostand, wo es einen Taco fuer 3 Pesos (!) gab, das sind etwas mehr als 20 cent! Sehr lecker waren sie ausserdem noch - wie eigentlich fast das ganze Essen bislang :)
Zurueck in San Cristobal haben wir die Stadt angeschaut, und uns mit den verrueckten Kanadiern aus Tulum getroffen - schon ein lustiges Voelkchen ;-)

Wie eben berichtet, ging es dann von dort weiter nach Guatemala, wo wir gleich die erste Ladung Waesche aus der lavanderia abholen, ein bissl Spanisch lernen, und uns heute abend in der Sprachschule noch einen Film zu Gemuete fuehren werden :)

Hasta luego!
Franziska y Sebastian
Hola allerseits!

Wie ist das werte Befinden in der Heimat?
Wir sind seit Freitag in Xela (Quetzaltenango), Guatemala. Die Fahrt von San Cristobal de las Casas bis zur Grenze und dann hierher war ein kleines Abenteuer ;-) Um 7.00 Uhr morgens ging´s los, mit Anthony aus Atlanta, einem schwer photographiebegeisterten Typen, der eine quasi professionelle Kameraaustattung mit sich herumschleppt, erst im First-Class-Bus bis zur Grenze. Den dortigen Fussmarsch von gut 3 km sind wir mit Hilfe eines netten Pickup-Fahrers umgangen, der uns fuer laeppische 8 Pesos auf der Ladeflaeche mitgenommen hat. 20 Pesos fuer den Einreisestempel, und wir waren in Guatemala! In Ermangelung weiterer Quetzales (guatemaltekische Waehrung) wurde die Reise im "Chickenbus" fortgesetzt, einem ausgemusterten US-amerikanischen Schulbus, die hier in groesser Zahl knallbunt bemalt ihren Dienst in den Staedten und insbesondere auf der Interamericana tun. Letztere ist ein Abenteuer fuer sich, da sie weniger einem "highway" als einer schlechteren Landstrasse aehnelt, auf der sich die Chickenbus-Fahrer austoben wie die Jungs in der Formel 1. So werden hemmungslos PKW, andere Busse, Minibusse, Lastwagen, etc. ueberholt - einfach alles, was nicht schnell genug ist. Ach, und Sicht? Tss, wer braucht schon so was? Hier herrscht schon ein wenig das Recht des Staerkeren...
Trotz aller Widrigkeiten (orientierungslose Taxifahrer, ...) sind wir gut und wohlbehalten in Xela angekommen und wurden gleich abends noch in der Sprachschule in Empfang genommen und bei Rolando, einem ehemaligen Fussballprofi, und seiner Familie einquartiert. Dort haben wir ein eigenes Zimmer mit "Doppelbettattrappe" (d.h. es ist ein Bett, aber das wunderschoen aussehende Kopfteil aus dunklem Holz ist nur angelehnt und droht bei jeder Bewegung umzufallen), sowie ein eigenes Bad. In letzterem gibt es auch heisses Wasser - man muss nur in Kauf nehmen, dass dann das Licht im Bad und im Zimmer einige Nuancen schwaecher wird ;-)

Ja, man merkt einen deutlichen Unterschied zu Mexiko! Wohlstand hat hier eine ganz andere Bedeutung, und die Mittelschicht hier ist mit der in Deutschland kaum zu vergleichen.
Trotzdem fuehlt man sich hier schnell wohl, die Leute sind sehr, sehr freundlich und immer hilfsbereit - sowohl die Lehrer im Sprachkurs und unsere fussballbegeisterte Gastfamilie, als auch in den Laeden und auf der Strasse. Unser Spanisch verbessert sich uebrigens merklich ;-) Basti beherrscht mittlerweile saemtliche fussballrelevanten Begriffe, und auch ich krieg so langsam einiges mit, was man an Gespraechen aufschnappt bzw. wie man sich selbst verstaendlich macht ;-)

Viele Gruesse aus dem verregneten Xela!
Franziska und Basti

Dienstag, 22. Juni 2010

Ein paar Fotos

Hola Amigos,

heute ist der bislang heisseste Tag in Mexico. Wir sind in Campeche am Golf von Mexico, einer alten spanischen Kolonialstadt, die im 17. und 18. Jahrhundert auch gern mal von Piraten ueberfallen wurde. Die Mittagshitze ist selbst mir zu viel, trotz Abhaertung durch ein halbes Jahr Singapur :) Die Altstadt ist jedoch extrem schoen mit einer alten Kathedrale, schoenen Plaetzen und vielen kleinen Strassen mit Kopfsteinpflaster und kunterbunten Hauesern, sodass ich trotz der Sonne die ganze Zeit herumlaufe und Fotos mache. Ansonsten gibt es einige Museen ueber die Eroberung/Kolonialzeit zu sehen sowie einige Befestigungsanlagen zu besichtigen. Diese sind dankbar kuehl und im Vergleich zu europaeischen Preisen sehr guenstig. Fotos davon folgen, zunaechst mal einige Fotos der vergangenen Tage:


Cenote X`Kanche
Cenote X´Kanche

Cenote Ik-kil

Maya Pyramide Chichen Itza

Kaefer sind hier einfach ueberall
Wir werden jetzt mal den zweiten Anlauf nehmen, auf einer mexikanischen Website einen Nachtbus nach Palenque zu buchen :)
Beste Gruesse
Franzi & Basti

Samstag, 19. Juni 2010

Hola, buenas tardes!

Ich hoffe, euch daheim geht`s allen gut und es hat mittlerweile endlich aufgehoert zu regnen ;-) Hier ist man ueber jeden Regentropfen dankbar, weil es wirklich wirklich warm ist und fernab der Touri-Metropole Cancun nur die wenigsten Laeden klimatisiert sind. Die Busse sind es jedoch umso mehr, so dass man nie den Pulli und Schal vergessen sollte, bevor man einsteigt - es sei denn, man moechte als Eiszapfen enden *g* An dieser Stelle ein herzliches Dankeschoen nach Erwitzen an die grosszuegige Leihgabe der Fleecejacke, die mich hier waermt!
Im Moment sitzen wir in der Eingangshalle unseres Hostels in Merida, der Haupstadt Yucatans, und erholen uns unter den Ventilatoren ein wenig von den Strapazen des vormittaeglichen Ausfluges in die Uxmal-Ruinen. Diese Hinterlassenschaften der Maya liegen, im Gegensatz zu Tulum (direkt an den Klippen der Karibik) mitten im Landesinneren und wenn nicht im Dschungel, so doch zumindest im Wald. Am schoensten ist es in solchen Ruinen immer ganz oben, da dort am meisten Wind weht ;-) und man zudem einen beeindruckenden Blick ueber die restlichen Pyramiden, Tempel und sonstigen Ruinen hat. Im Gegensatz zu Chichen Itza ist Uxmal sehr wenig frequentiert von anderen Touris, so dass man beinahe allein durch die Ruinen streifen und klettern(!) kann, meist nur in Gegenwart einiger sonnenanbetender Leguane, die teilweise die Groesse eines waschechten bayerischen Dackels haben oder sogar uebertreffen. Aehnlich war es auch gestern in den Ruinen von Ek-Balam: viel Wald, viel Getier, wenig bis keine Leute.
Hier in Merida ist es nicht mehr ganz so ruhig und beschaulich wie in Valladolid, vermutlich allein schon aufgrund der Groesse der Stadt. Unsere Spanischkenntnisse reichen immerhin schon aus, die Waesche in einer Waescherei abzugeben und die Abholzeit wieder auszumachen *g*. Bislang ist das reisenotwendige Spanisch auch ueberhaupt kein Problem, kompliziert wird es erst, wenn es ueber den Standardwortschatz von 100-200 Woertern hinausgeht... Aber ich freu mich schon tierisch auf unseren Sprachkurs in Guatemala, denn man merkt schon einen gewaltigen Unterschied, ob man die Leute hier mit den rudimentaersten Spanischbrocken anspricht, oder eben auf Englisch - letzteres kommt ganz selten gut an, wohingegen sich jeder freut, wenn die doofen Touris es mal mit der Landessprache probieren ;-)

Ein weiteres Highlight des Reise bisher sind die Cenoten - mit Regen- und/oder Grundwasser gefuellte "Loecher" in der Erde, die zum Teil Ausmasse wie ein Mehrfamilienhaus haben, mehr oder weniger nach oben offen sind, und eine Art Mini-Welt darstellen, in der Fledermaeuse und Schwalben ebenso hausen wie kleine schwarze Fische, die vor den hineinspringenden und planschenden Leuten wenig bis keinen Respekt aufweisen. Die erste, die wir besichtigt und beschwommen haben (Ik-Kil), war leider ueberteuert und anfangs mit ganzen Busladungen Touris gefuellt, auch wenn das Wasser sehr schoen tuerkisblau und klar und erfrischend war. Die zweite war eher das Gegenteil - von gewaltigen Stalagmiten und -titen gepraegt, und bewohnt von einer ganzen Fledermauskolonie, weil nur sehr wenig Tageslicht durch eine schmale Oeffnung hineinfiel (was das fuer die Wasserqualitaet bedeutet, mag sich nun jeder selbst ausmalen). Unser Favorit war aber bei Weitem die dritte Cenote (X`Kanche) neben Ek-Balam: wir (und unser Ruinenreisegefaehrte Rich aus New York, Spanischlehrer, die seinen Trip von der Schule gesponsort bekommt) waren allein dort, und mussten das wunderschoene Wasserloch lediglich mit einigen leuchtend gelben Voegeln teilen, die ab und an etwas von dem tuerkisblauen Wasser schoepften und ein paar Moskito im Flug wegschnappten. Wahnsinn, wirklich!
Hoffentlich bekommen wir bald Gelegenheit, ein paar Photos hochzuladen - bedauerlicherweise ist das Internet hier nicht immer das Schnellste ;-)
Allerbeste Gruesse!
Franziska

Donnerstag, 17. Juni 2010

Buenas tardes!

Heute melden wir uns aus Valladolid, der aeltesten Kolonialstadt in Yucatan, aus einem sehr farbenfroh und einladend gestalteten Hostel (ausnahmsweise war die Empfehlung im Lonely Planet tatsaechlich gut;-)). Gestern abend im "Weary traveler" in Cancun haben wir ein paar Leute aus Spanien, Canada und London getroffen, die uns einhellig von Merida vorgeschwaermt haben, was also das naechste Ziel der Reise sein wird.
Vor unserem Aufbruch gab es nachts ein ordentliches Gewitter, so dass es immerhin ein wenig abkuehlen konnte. Heute morgen ging es nach selbstgemachten Pancakes und Ei-auf-Toast zum Strand von Tulum, wo die Maya eine beeindruckende Tempel- und Wohnanlage errichtet haben. Was davon uebrig ist, wird von Massen von Touristen belagert - was an sich nicht so schlimm waere, wir sind schliesslich selbst welche ;-) Doof ist nur, dass es zum Grossteil "Amis" sind, die gerne mal nur im Bikini und High heels durch die Ruinen stoeckeln und bei jedem Leguan in "eeeeeeeeh"s und "uaaaah"s ausbrechen. Naja, auch das haben wir dank der beeindruckenden Bilder und netter Begleitung (Tara aus London) gutgelaunt hinter uns gebracht, und zudem noch die karibische See in einem anderen Licht angetroffen: der stuermische Wind hat die Wogen ganz schoen ins Rollen und Brechen gebracht, so dass Baden auch nicht erlaubt war.
Etliche viele schoene Photos spaeter sind wir also per Bus hierher nach Valladolid gefahren, und haben erstmal ein wenig die Stadt erkundet, sehr schoen muss ich sagen :-)
Jedes Haus in der Stadt ist in einer anderen Farbe gestrichen, und eine Mischung aus kleinen englischen Vorgaerten und spanischem Flair laesst echte und sehr erholsame Urlaubsatemosphaere aufkommen. Morgen wollen wir eine "cenote" (mit Wasser gefuellte Hoehle) erkunden, und vielleicht mit Fahrraedern die Gegen unsicher machen.
Hier unser neuer Freund:
Hasta luego!
Francesca y Sebastian

Dienstag, 15. Juni 2010

Buenos dias!

Kleine Meldung aus Mexico :-) Wir sind heil in Cancun gelandet, und waren schon am Flughafen beeindruckt von den Ballermann-aehnlichen Touristen, die mit uns an Bord gingen ;-) Als unsere backpacks dann schlussendlich als vorletzte vom Band rollten, wir den Zoll problemlos hinter uns gebacht hatten, und die ersten beiden Abzockversuche abwehren konnten ("Nein, wir wollen den normalen bus" und "Nein, wir haben schon eine Reservierung fuers Hostel"), kamen wir im Hostel an und haben einige Stunden mehr als ueblich geschlafen ;-)
Gestern waren wir auf der isla mujeres, wo wir uns ein wenig in karibischen Wassern vergnuegten und ordentlich verbrannten... Abends hiess das Abenteuer "supermercado", wo uns eine hilfsbereite Mexikanerin tatsaechlich erklaerte, wie man sich in der Schlange anstellen muesse... Verrueckte Welt! Mein Versuch eine salchichia (fuer mein Verstaendis die scharfe Salami auf der Pizza beim Italiener) zu erstehen endete mit dem Ergebnis, dass wir rohe Grillwuerste erhielten, und kurz ueberlegten, sie beim Hotdog-Stand vor dem mercado grillen zu lassen.
Heute geht es weiter nach Tulum, wo es angeblich entspannter und weniger Ballermann-Touri-maessig sein soll, und wo die ersten Mayaruinen auf uns warten.

Allerbeste Gruesse!
Francesca & Sebastian

Mittwoch, 9. Juni 2010

Reisevorbereitungen...

Langsam wird's ernst - gestern die Diplomarbeit abgegeben, die letzten Reste im Kühlschrank vernichtet, und jetzt heißt es Wohnung räumen und Koffer packen!
Naja, eher den Backpack... Es kann ja auch nicht angehen, dass das gute Stück sich langweilt, wo uns nun auch der Wettergott wohlgesonnen scheint (im wahrsten Sinne der Worte!) und auch in Guatemala die Hinterlassenschaften von Hurrican Agatha langsam aber sicher beseitigt werden ;-)
In diesem Sinne, wir packen's! :)

Mittwoch, 26. Mai 2010

Bald ist es so weit!

Kia ora allerseits,

gewöhnt euch nicht allzu sehr (wieder) an Maori-Begrüßungen, denn in knapp 3 Wochen geht's wieder los - und diesmal auf die andere Seite der Erdkugel!
Da die Studienabschlussarbeit langsam dabei ist Gestalt anzunehmen, haben wir den ersten Flug gebucht - am 13.06. geht's los nach Cancun, Mexico. Von dort, so ist bislang der Plan, gemütlich nach Guatemala tuckern, um ordentlich Spanisch zu lernen. Und dann? Ja, mei, halt irgendwie versuchen bis Panama runter zu kommen. Wir sind mindestens so gespannt wir ihr, was da alles auf uns zukommt ;-)

Beste Grüße aus der gewittrigen Hauptstadt der Herzen
Francesca