Aloha allerseits im Winterdeutschland :)
Wenn ihr mich jetzt sehen koenntet *g* ich sitze hier irgendwo in Phuket im Bikini, unterhalte mich mit Klaus, dem Cheffe unserer Unterkunft, waehrend mein Holder soeben per Rollertaxi zum Airport chauffiert wurde, um uns einen fahrbaren Untersatz zu besorgen. Der Plan: Strand! Strand! Strand! :D
Die letzten zweieinhalb Tage in Bangkok waren im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. Die Stadt mit 9 Mio. offiziellen Einwohnern offenbarte uns schon im Anflug einen Blick auf die ueber ihr haengende Dunstglocke und empfing mich neuseelandverwoehntes Geschoepf eine Hitze- und Feuchtigkeitswand, gegen die ich beim Verlassen der klimatisierten Flughafenatmosphaere gerannt bin... Huiiii!
Bangkok selbst ist kurz gesagt laut, schmutzig, voellig chaotisch und stinkt. Krasse Sache. Die Metaphern, die ich braeuchte, um das Feeling adequat wiederzugeben, passen hier nicht auf die Seite ;-) Nachdem ich auf dem weekend market den unvermeidlichen Kulturschock erlebt und ich-weiss-nicht-wie ueberstanden habe, entfuehrte mich Sebastian auf den State Tower in die Sirocco Bar - der Wahnsinn! Die Aussicht ueber die unendlich ausgestreckte Stadt und ihre unzaehligen Lichter ist wohl einmalig, ebenso wie die hervorragenden Cocktails und die Freundlichkeit der Menschen in der ganzen Stadt. Die einzig unfreundlichen Gestalten sind aufdringliche Taxi- oder Tuktukfahrer, die halsabschneidergleich horrende Preise verlangen oder einen einfach ganz wo anders absetzen als man ihnen gesagt hat.
Neben dem obligatorischen Besuch beim Schneider (frau braucht ja schliesslich was zum Anziehen ;-)) widmeten wir uns den kulturellen Aspekten des Lebens und besuchten zwei der ueber 6000 Tempel Bangkoks. Der grand palace glich Neuschwanstein oder gar der Wiesn hinsichtlich der hindurchstroemenden Menschenmassen - war die Hitze und plattgelaufenen Fuesse allerdings wert: lauter verschiedene Gebaeude, eines verzierter und geschmueckter als das andere, Elefantenstatuen, Waechterstatuen, Tuermchen etc. pp. an jeder Ecke, und alles so bunt! Ein bisschen wie Disneyland ;-) ob sich Hundertwasser hier inspirieren hat lassen? Naja, allzulang hielten wir die Menschenmassen dann doch nicht aus und wanderten zum Wat Pho, dem aeltesten Tempel Bangkoks, wo Touris nur in sehr begrenzten Mengen den goldenen Buddha belagerten und wir sogar ein, zwei Photos ohne Menschen drauf schiessen konnten. Uuuuuuund dann gab es zur besonderen Verwoehnung noch eine traditionelle Thaimassage der Wat Pho Massageschule! Hihi, die hat an mir rumgezogen und gezerrt und geknetet und gedrueckt, dass ich dachte, jetzt reisst gleich was ab.... Zu bedenken gab mir allerdings die Tatsache, dass sie jedesmal irgendwelche anscheinend witzigen Bemerkungen zu ihren Kolleginnen gemacht hat, sobald sie meinen Nacken bearbeitet hat, wo jetzt wohl irgendwas kaputt ist - so laut hat's noch nie gekracht ;-)
Air Asia brachte uns gestern abend mit einem niegelnagelneuen Airbus in die Touristenhochburg fuer den fortgeschrittenen Ballermannurlauber, nach Phuket. Wir versuchen jetzt mal mit Klaus' Hilfe ebendiesen zu entfliehen und ein paar huebsche Flecken zu erkunden - Daumen druecken bitte! *g*
Bis bald,
eure francesca
Mittwoch, 21. November 2007
Samstag, 17. November 2007
In the air tonight
Gleich geht's los! Uiii, ich bin schon so aufgeregt! Gleich werde ich den Schläppi zuklappen, noch den Schreibtisch abstauben, mein Zimmer inspizieren lassen und dann geht's auf zum Flughafen :D Krass. Singapur, ich komme!
Die letzten Grüße aus Aotearoa,
francesca
Die letzten Grüße aus Aotearoa,
francesca
Mittwoch, 14. November 2007
Fjordland!
Allerliebste Gruesse aus der Hauptstadt des Adrenalins - Queenstown!
Langsam wird's zwar Zeit fuer's Abendessen (traurigerweise das letzte mit den Maedels), aber ein kurzes Update kann ja nicht schaden :)
Gute 1000km haben wir seit Montag morgens mit unserem Corolla zurueckgelegt, davon etliche auf den mir so ans Herz gewachsenen Spassstrassen (depperte englische Tastatur), mit mir am Steuer *g* Macht aber einfach soooo viel Spass! Untypischerweise hatten wir heute im Milford Sound auf unserer Bootstour strahlenden Sonnenschein, konnten allerdings dank der heftigen Regefaelle der letzten Tage zahlreiche Wasserfaelle und Kaskaden bewundern, ebenso wie ein paar Robben beim Extremfaulenzen auf einem Felsebrocken, und diverse Regenboegen in den Wasserfaellen. Einfach der Wahnsinn, diese Landschaft!
Oben auf den Bergen lag so gut wie ueberall noch Schnee, und am Muellergletscher erlebten wir wieder einmal die gewaltige Kraft der Winde, als uns diverse Sturmboeen fast vom Track wehten. Leuchtend blaue Gletscherseen, super coole Keas (Bergpapageien, die gerne Cracker fressen *hihi*) und steppenaehnliche Landschaften erfreuten unser verwoehntes Auge in den letzten Tagen ebenso wie eine erstaunliche Einsamkeit, die nur bisweilen von Touristenbussen getruebt wurde.
Bilder gibt's bei Gelegenheit wieder, jetzt ruft erstmal ein ordentliches Steak nach mir!
Cheers,
francesca
Langsam wird's zwar Zeit fuer's Abendessen (traurigerweise das letzte mit den Maedels), aber ein kurzes Update kann ja nicht schaden :)
Gute 1000km haben wir seit Montag morgens mit unserem Corolla zurueckgelegt, davon etliche auf den mir so ans Herz gewachsenen Spassstrassen (depperte englische Tastatur), mit mir am Steuer *g* Macht aber einfach soooo viel Spass! Untypischerweise hatten wir heute im Milford Sound auf unserer Bootstour strahlenden Sonnenschein, konnten allerdings dank der heftigen Regefaelle der letzten Tage zahlreiche Wasserfaelle und Kaskaden bewundern, ebenso wie ein paar Robben beim Extremfaulenzen auf einem Felsebrocken, und diverse Regenboegen in den Wasserfaellen. Einfach der Wahnsinn, diese Landschaft!
Oben auf den Bergen lag so gut wie ueberall noch Schnee, und am Muellergletscher erlebten wir wieder einmal die gewaltige Kraft der Winde, als uns diverse Sturmboeen fast vom Track wehten. Leuchtend blaue Gletscherseen, super coole Keas (Bergpapageien, die gerne Cracker fressen *hihi*) und steppenaehnliche Landschaften erfreuten unser verwoehntes Auge in den letzten Tagen ebenso wie eine erstaunliche Einsamkeit, die nur bisweilen von Touristenbussen getruebt wurde.
Bilder gibt's bei Gelegenheit wieder, jetzt ruft erstmal ein ordentliches Steak nach mir!
Cheers,
francesca
Freitag, 9. November 2007
Back on the road again
Kia ora!
Authentischerweise müsst ihr das "r" übrigens rrrrrrollen, hab ich mir von Toby sagen lassen und außerdem nun schon mehrfach aus Maorimund vernommen!
Nach meinen vier jeweils dreistündigen Prüfungen hat mich das Leben endlich wieder, und Daniela und ich feierten diese glückseelige Begebenheit spontan mit einem Trip zur Nordspitze Neuseelands, Cape Reinga. Dieser den Maoris heilige Landstreifen ist auf beiden Seiten von Ozeanen umgeben: im Westen von der Tasman Sea und im Osten vom Pazifik - und die Stelle, wo sich diese unvorstellbaren Wassermassen treffen, sieht man nur klitzekleine Wellen als weiße Krönchen auf dem Wasser... Dazu noch jede Menge Sonnenschein, ein hübscher Leuchtturm, und die Touristenidylle ist perfekt ;-)
Auf der Fahrt gen Norden jedoch gönnten wir uns in der Bay of Islands zum ganz besonderen Vergnügen eine Runde Parasailing. Wer's nicht kennt: man lässt sich von einem Motorboot aus an einem Fallschirm in die Höhe wehen und hängt dann, einzig von einem Nylonseil gehalten, in angeblich 1,200ft Höhe und erlebt die wohl spektakulärste Aussicht überhaupt über die einzigartige Landschaft mit ihren hunderten Inseln -- Wahnsinn!
Wie stets war auch dieser Adrenalinschub viel zu schnell wieder vorüber und nach einem wahrhaft sahnigen Eis schürten wir im Toyota (diesmal ein gar luxuriös großer Corolla) über die von "Spaßschildern" geprägte Kurvenlandschaft weiter nach Norden.
Im Backpacker Hostel konnten wir dann die "Sportgeräte" für unser nächstes Abenteuer ausleihen: sandboards! Doch bevor es zu den giant dunes ging, statteten wir dem 90 mile beach noch eine Visite ab. Der Name ist eigentlich Betrug, da dieser Strand an der Westküste "nur" 90km, also etwa 60 miles lang ist - aber bewundernswert wiederum ist, dass er als offizieller Highway im neuseeländischen Straßennetz eingetragen ist. Allerdings nur bei Ebbe ;-)
Mietwägen dürfen dieses sandige Vergnügen allerdings nicht selbst erleben, weshalb wir uns auf einen kurzen Blick und einen baldigen u-turn beschränken mussten.
Tierisch wurde es dann zurück auf der Hauptstraße, als wir uns plötzlich in einem Lämmerumtrieb wiederfanden. Die sind ja soooo putzig! Damit hat sich jetzt auch endlich meine persönliche Geschmackskrise entschieden... Lamm schmeckt nicht :p
Auf dem Weg zu den giant sand dunes begegneten wir schließlich noch einem riiiiesigen Bullen, der total cheffig in der Ecke seiner Weide lag und uns lediglich aus großen Augen anstierte (haha)... Seine geschätzten 50 Nachkommen trafen wir dann beim Durchqueren einer weiteren riesigen Weide, deren Ein- bzw. Ausgang lediglich durch Rollgitter zwischen Autos und Paarhufern unterscheidet und uns jedesmal einen Achsbruch befürchten ließen. Der jedoch blieb uns glücklicherweise selbst auf den wildesten gravel roads erspart!
Am "Parkplatz" angekommen, erhielten wir von einem dort sandboards für teures Geld an Touris verleihenden Maori ein paar Tipps, wo am besten hockzuklettern und dann die Abfahrt zu wagen. Eine kleine Flussdurchquerung und etliche Photos von der Mini-Oase später erklammen wir also wagemutig die größte der Dünen und genossen (völlig außer Atem, nebenbei bemerkt ;-)) die geniale Aussicht: die Tasman Sea auf der einen Seite, Dünen unter, vor und hinter einem, und auf der anderen Seite schließlich von dunkelgrünem Farnurwald bedeckte Hügel... Wahnsinn!
Die Abfahrt in unseren Bobs war weniger spektakulär (wobei das Tempo deutlich über dem des bayerischen Standard-Schlittenberges lag ^^), was uns von einem erneuten Aufstieg abhielt und uns einigermaßen rechzeitig vor bzw. nach den Tourbussen voller Touris nach Cape Reinga brachte. Einige Photos am Leuchtturm später - und der einmaligen Gelegenheit, eine atemberaubende Spiegelreflexkamera von dem sich ablichten lassenden Pärchen zu mopsen, die ich aber aus irgendwelchen Gewissensgründen nicht wahrnahm - übernahm Daniela wieder das Steuer und gönnte mir meine wohlverdienten 20 min Schlaf :)
Rechtzeitig zum 13km-Spaßschild jedoch saß ich auf dem Pilotensitz unserer Rennsemmel und, hmm, sagen wir mal, "genoss" jeden Meter und das (seltene ^^) Geräusch quietschender Reifen auf einer Kurvenpiste, die in meiner Fahrkarriere ihres Gleichen sucht und vermutlich noch ein bisschen suchen wird *hihi*
Etliche Kilometer und Stunden verbrachten wir heute wieder im Auto auf dem Weg zurück nach Auckland, wurden allerdings von ständig wechselnden Landschaften und einem wieder einmal wunderbarem Skyline-Panorama auf die City of Sails von der Harbour Bridge aus dafür entschädigt. Zur Krönung schossen wir von Mount Eden dann noch einige Nachtaufnahmen der Skyline, bevor wir das Wägelchen wieder zurückbrachten, die Schlüssel in den Briefkasten warfen und zum Railway Campus zurückkehrten...
Morgen heißt es Packen, Putzen und Planen - für den letzten Trip hier in NZ und dann für Singapur! =)
Ich freu mich wie immer über jegliche Meldung aus der Heimat oder der weiten Welt, und wünsche ein wunderschönes Wochenende!
Cheers,
franziska
Authentischerweise müsst ihr das "r" übrigens rrrrrrollen, hab ich mir von Toby sagen lassen und außerdem nun schon mehrfach aus Maorimund vernommen!
Nach meinen vier jeweils dreistündigen Prüfungen hat mich das Leben endlich wieder, und Daniela und ich feierten diese glückseelige Begebenheit spontan mit einem Trip zur Nordspitze Neuseelands, Cape Reinga. Dieser den Maoris heilige Landstreifen ist auf beiden Seiten von Ozeanen umgeben: im Westen von der Tasman Sea und im Osten vom Pazifik - und die Stelle, wo sich diese unvorstellbaren Wassermassen treffen, sieht man nur klitzekleine Wellen als weiße Krönchen auf dem Wasser... Dazu noch jede Menge Sonnenschein, ein hübscher Leuchtturm, und die Touristenidylle ist perfekt ;-)
Auf der Fahrt gen Norden jedoch gönnten wir uns in der Bay of Islands zum ganz besonderen Vergnügen eine Runde Parasailing. Wer's nicht kennt: man lässt sich von einem Motorboot aus an einem Fallschirm in die Höhe wehen und hängt dann, einzig von einem Nylonseil gehalten, in angeblich 1,200ft Höhe und erlebt die wohl spektakulärste Aussicht überhaupt über die einzigartige Landschaft mit ihren hunderten Inseln -- Wahnsinn!
Wie stets war auch dieser Adrenalinschub viel zu schnell wieder vorüber und nach einem wahrhaft sahnigen Eis schürten wir im Toyota (diesmal ein gar luxuriös großer Corolla) über die von "Spaßschildern" geprägte Kurvenlandschaft weiter nach Norden.
Im Backpacker Hostel konnten wir dann die "Sportgeräte" für unser nächstes Abenteuer ausleihen: sandboards! Doch bevor es zu den giant dunes ging, statteten wir dem 90 mile beach noch eine Visite ab. Der Name ist eigentlich Betrug, da dieser Strand an der Westküste "nur" 90km, also etwa 60 miles lang ist - aber bewundernswert wiederum ist, dass er als offizieller Highway im neuseeländischen Straßennetz eingetragen ist. Allerdings nur bei Ebbe ;-)
Mietwägen dürfen dieses sandige Vergnügen allerdings nicht selbst erleben, weshalb wir uns auf einen kurzen Blick und einen baldigen u-turn beschränken mussten.
Tierisch wurde es dann zurück auf der Hauptstraße, als wir uns plötzlich in einem Lämmerumtrieb wiederfanden. Die sind ja soooo putzig! Damit hat sich jetzt auch endlich meine persönliche Geschmackskrise entschieden... Lamm schmeckt nicht :p
Auf dem Weg zu den giant sand dunes begegneten wir schließlich noch einem riiiiesigen Bullen, der total cheffig in der Ecke seiner Weide lag und uns lediglich aus großen Augen anstierte (haha)... Seine geschätzten 50 Nachkommen trafen wir dann beim Durchqueren einer weiteren riesigen Weide, deren Ein- bzw. Ausgang lediglich durch Rollgitter zwischen Autos und Paarhufern unterscheidet und uns jedesmal einen Achsbruch befürchten ließen. Der jedoch blieb uns glücklicherweise selbst auf den wildesten gravel roads erspart!
Am "Parkplatz" angekommen, erhielten wir von einem dort sandboards für teures Geld an Touris verleihenden Maori ein paar Tipps, wo am besten hockzuklettern und dann die Abfahrt zu wagen. Eine kleine Flussdurchquerung und etliche Photos von der Mini-Oase später erklammen wir also wagemutig die größte der Dünen und genossen (völlig außer Atem, nebenbei bemerkt ;-)) die geniale Aussicht: die Tasman Sea auf der einen Seite, Dünen unter, vor und hinter einem, und auf der anderen Seite schließlich von dunkelgrünem Farnurwald bedeckte Hügel... Wahnsinn!
Die Abfahrt in unseren Bobs war weniger spektakulär (wobei das Tempo deutlich über dem des bayerischen Standard-Schlittenberges lag ^^), was uns von einem erneuten Aufstieg abhielt und uns einigermaßen rechzeitig vor bzw. nach den Tourbussen voller Touris nach Cape Reinga brachte. Einige Photos am Leuchtturm später - und der einmaligen Gelegenheit, eine atemberaubende Spiegelreflexkamera von dem sich ablichten lassenden Pärchen zu mopsen, die ich aber aus irgendwelchen Gewissensgründen nicht wahrnahm - übernahm Daniela wieder das Steuer und gönnte mir meine wohlverdienten 20 min Schlaf :)
Rechtzeitig zum 13km-Spaßschild jedoch saß ich auf dem Pilotensitz unserer Rennsemmel und, hmm, sagen wir mal, "genoss" jeden Meter und das (seltene ^^) Geräusch quietschender Reifen auf einer Kurvenpiste, die in meiner Fahrkarriere ihres Gleichen sucht und vermutlich noch ein bisschen suchen wird *hihi*
Etliche Kilometer und Stunden verbrachten wir heute wieder im Auto auf dem Weg zurück nach Auckland, wurden allerdings von ständig wechselnden Landschaften und einem wieder einmal wunderbarem Skyline-Panorama auf die City of Sails von der Harbour Bridge aus dafür entschädigt. Zur Krönung schossen wir von Mount Eden dann noch einige Nachtaufnahmen der Skyline, bevor wir das Wägelchen wieder zurückbrachten, die Schlüssel in den Briefkasten warfen und zum Railway Campus zurückkehrten...
Morgen heißt es Packen, Putzen und Planen - für den letzten Trip hier in NZ und dann für Singapur! =)
Ich freu mich wie immer über jegliche Meldung aus der Heimat oder der weiten Welt, und wünsche ein wunderschönes Wochenende!
Cheers,
franziska
Freitag, 26. Oktober 2007
The Finals are coming!
... und zwar die final exams!
Drei davon nächste Woche, was mich bei allerschönstem Sonnenschein dazu zwingt, im Railway Campus zu hocken und die Bücher zu wälzen. Suboptimales Zeit-/Wettermanagement, möchte man da sagen ;-)
Doch heute konnte ich den verlockenden Sonnenstrahlen einfach nicht mehr widerstehen, bin in's neue Lauf-Outfit geschlüpft und hab mir ein bisschen Bewegung an der frischen Luft und der Hobson Bay gegönnt :) Als Belohnung für diese (und andere) Strapazen haben Daniela und ich uns dann zum Abendessen ein paar Steaks mit wunderbarem Salat gegönnt - ein Traum!
Hoffentlich reicht das als Motivation für die nächsten Tage...
Die Hoffnungsschimmer am Horizont: ein Trip zum 90 Mile Beach, in die Bay of Islands und zu Cape Reinga sowie ein zweiter Ausflug auf die Südinsel. Doch um mich für die letzten anstrengenden Monate, die ja seit April keine so richtigen Ferien für mich bereithielten, adäquat zu entschädigen, steht mir auf dem Heimweg noch ein ganz besonderes Abenteuer bevor: fast fünf Wochen in Singapur und allerhand anderen atemberaubenden Orten Südostasiens! :D
Allerliebste Grüße,
Eure Francesca
Drei davon nächste Woche, was mich bei allerschönstem Sonnenschein dazu zwingt, im Railway Campus zu hocken und die Bücher zu wälzen. Suboptimales Zeit-/Wettermanagement, möchte man da sagen ;-)
Doch heute konnte ich den verlockenden Sonnenstrahlen einfach nicht mehr widerstehen, bin in's neue Lauf-Outfit geschlüpft und hab mir ein bisschen Bewegung an der frischen Luft und der Hobson Bay gegönnt :) Als Belohnung für diese (und andere) Strapazen haben Daniela und ich uns dann zum Abendessen ein paar Steaks mit wunderbarem Salat gegönnt - ein Traum!
Hoffentlich reicht das als Motivation für die nächsten Tage...
Die Hoffnungsschimmer am Horizont: ein Trip zum 90 Mile Beach, in die Bay of Islands und zu Cape Reinga sowie ein zweiter Ausflug auf die Südinsel. Doch um mich für die letzten anstrengenden Monate, die ja seit April keine so richtigen Ferien für mich bereithielten, adäquat zu entschädigen, steht mir auf dem Heimweg noch ein ganz besonderes Abenteuer bevor: fast fünf Wochen in Singapur und allerhand anderen atemberaubenden Orten Südostasiens! :D
Allerliebste Grüße,
Eure Francesca
Freitag, 19. Oktober 2007
Rotorua Rafting Trip
Kia ora!
Aufgrund zweier lab reports und eines letzten Assignments erfolgt die Berichterstattung des letzten Wochenendes leider erst jetzt...
Freitag nachtmittag ging es los - mit Michael, Tobi, Tim und Daniel sowie ihrem Toyota Corona Richtung Rotorua! Das hübsche, geschätzte 20 Jahre alte Autochen brachte uns heil und sogar (bis auf das Kurvenkuscheln auf der Rückbank *g*) beinah richtig komfortabel ans Ziel, wo wir uns ein Motelzimmer suchten, das gar einen privaten Spa-Pool aufzubieten hatte! Doch uns stand der Sinn nach Höherem...
Nach einer kleinen Einkaufstour sowie einem Pubbesuch mit höllisch scharfen Chili-Chicken-Wings für die Jungs und einem Thai-Prawn-Salat für mich ging es dann in Begleitung Davies, einem "echten" Kiwi, zu "Hot&Cold". Dieser secret spot ist eine Art natürlicher Spa-Pool, genauer gesagt ein Becken, wo ein heißer und ein kalter Bach zusammenfließen. Echt der Wahnsinn!
Bei einer Außentemperatur von gefühlten 10°C kämpfen wir uns erst mit dem wohl schmutzigsten Auto der Welt (Davies Subaru, den ich die Ehre hatte zu steuern) mitten ins Nirgendwo, schlugen uns schließlich in Badeklamotten und Handtuch gewickelt einige Meter durchs Gebüsch - und tadaaa! Vor uns lag ein einladend dampfender Teich :)
Während die anderen Gäste des Spas, einige Maori, sich schon in die kühleren Regionen zurückgezogen hatten, stürzten wir uns sogleich zum warmen Strom, stellten ein paar Kerzen in die Lehmwälle rechts und links und ließen uns unter funkelndem Sternenhimmel garen.
Phantastisch!
Nach knapp zwei Stunden Spaghetti-Feeling krabbelten wir wieder an Land, ließen Tobi noch ein paar Photos machen und fuhren mit lautstarker musikalischer Hintergrunduntermalung wieder gen Rotorua, wo es zu später Stunde noch zu einem wahrlich spannenden Pokerspiel kam, dessen erfahrene Spieler eine undurchschaubare Pokermiene aufsetzten, die wohl jedem Profi Angst eingeflößt hätte... Respekt, Jungs! ;-)
Der nächste Morgen war leider zu kurz für eine Wanderung durch's Volcanic Valley, das den größten thermisch geheizten See der Welt aufzubieten gehabt hätte, und so fuhren wir zum großen Ziel: Rafting!
Obwohl wir eine dreiviertel Stunde vor unserem "Termin" ankamen, wurden wir gleich Kiwi-freundlich mit einem "Hey bro's, r ye here for rafting, eh?" begrüßt und in Neoprenanzüge, Fleeceshirt, Schwimmweste und Helm gepackt und in die Grundlagen des Paddelns eingewiesen.Einer unserer beiden Guides brüllte die Kommandos sogar auf Deutsch! "Räggts!", "Foawärts!" und "surück!" begleiteten uns also auf dem Kaituna River, unserer großen Herausforderung immer näher kommend: einem 7m-Wasserfall, dem höchsten für Nicht-Profis beraftbaren der Welt! :D einfach krass. Vor allem die Photos ;-)

Leider war dieses geniale Abenteuer viel zu schnell vorbei, und wir schälten uns wieder aus den wet suits und machten uns auf den Weg zu Papamoa Beach. Dort gönnten wir uns ein sicherlich allen Ernährungsexperten körperliche Pein bereitendes Mittagessen von PizzaHut, das meiner Meinung nach aus purem Fett bestand, und erholten uns am Strand von den Strapazen des bisherigen Tages.
Die letzte Herausforderung schließlich bestand im Bezwingen des Mt. Manganui, der am Ende einer Landzunge in den Pazifik steht und trotz Wolkenwetters wunderbare Aussichten über das Touristenkaff, die Landschaft und die endlose Weite des Ozeans bot... :) Allerdings gestaltete sich der Aufstieg nicht so einfach wie gedacht, da Daniel und ich unbedingt noch vor Ladenschluss ein Eis mit selbstgemachter Waffel erstehen mussten und folglich mit diesem kulinarischen Hochgenuss in der Hand die Schotterwege in Angriff nahmen. Hat aber eigentlich problemlos geklappt ;-)
Zurück in Auckland bin ich totmüde ins Bett gefallen und gönnte mir am Sonntag erstmal ausgiebigst auszuschlafen *g* Abends erhielt ich jedoch noch eine nicht auszuschlagende Einladung von "den Physikern", Alex, Martin (na gut, der is kein Physiker ^^), Fred und Chris, zum Waiwera Thermal Ressort. Die warmen, heißen und kalten Pools dort sowie der sagenhafte Wasserrutschenturm sorgten für einen angemessenen Ausklang des Wochenendes, und mal ehrlich: wen stört schon Regen, wenn man in einem 48°C heißen Planschbecken sitzen oder im Moviepool neuseeländische Quizshows angucken kann? :)
Aufgrund zweier lab reports und eines letzten Assignments erfolgt die Berichterstattung des letzten Wochenendes leider erst jetzt...
Freitag nachtmittag ging es los - mit Michael, Tobi, Tim und Daniel sowie ihrem Toyota Corona Richtung Rotorua! Das hübsche, geschätzte 20 Jahre alte Autochen brachte uns heil und sogar (bis auf das Kurvenkuscheln auf der Rückbank *g*) beinah richtig komfortabel ans Ziel, wo wir uns ein Motelzimmer suchten, das gar einen privaten Spa-Pool aufzubieten hatte! Doch uns stand der Sinn nach Höherem...
Nach einer kleinen Einkaufstour sowie einem Pubbesuch mit höllisch scharfen Chili-Chicken-Wings für die Jungs und einem Thai-Prawn-Salat für mich ging es dann in Begleitung Davies, einem "echten" Kiwi, zu "Hot&Cold". Dieser secret spot ist eine Art natürlicher Spa-Pool, genauer gesagt ein Becken, wo ein heißer und ein kalter Bach zusammenfließen. Echt der Wahnsinn!
Bei einer Außentemperatur von gefühlten 10°C kämpfen wir uns erst mit dem wohl schmutzigsten Auto der Welt (Davies Subaru, den ich die Ehre hatte zu steuern) mitten ins Nirgendwo, schlugen uns schließlich in Badeklamotten und Handtuch gewickelt einige Meter durchs Gebüsch - und tadaaa! Vor uns lag ein einladend dampfender Teich :)
Während die anderen Gäste des Spas, einige Maori, sich schon in die kühleren Regionen zurückgezogen hatten, stürzten wir uns sogleich zum warmen Strom, stellten ein paar Kerzen in die Lehmwälle rechts und links und ließen uns unter funkelndem Sternenhimmel garen.
Phantastisch!
Nach knapp zwei Stunden Spaghetti-Feeling krabbelten wir wieder an Land, ließen Tobi noch ein paar Photos machen und fuhren mit lautstarker musikalischer Hintergrunduntermalung wieder gen Rotorua, wo es zu später Stunde noch zu einem wahrlich spannenden Pokerspiel kam, dessen erfahrene Spieler eine undurchschaubare Pokermiene aufsetzten, die wohl jedem Profi Angst eingeflößt hätte... Respekt, Jungs! ;-)
Der nächste Morgen war leider zu kurz für eine Wanderung durch's Volcanic Valley, das den größten thermisch geheizten See der Welt aufzubieten gehabt hätte, und so fuhren wir zum großen Ziel: Rafting!
Obwohl wir eine dreiviertel Stunde vor unserem "Termin" ankamen, wurden wir gleich Kiwi-freundlich mit einem "Hey bro's, r ye here for rafting, eh?" begrüßt und in Neoprenanzüge, Fleeceshirt, Schwimmweste und Helm gepackt und in die Grundlagen des Paddelns eingewiesen.Einer unserer beiden Guides brüllte die Kommandos sogar auf Deutsch! "Räggts!", "Foawärts!" und "surück!" begleiteten uns also auf dem Kaituna River, unserer großen Herausforderung immer näher kommend: einem 7m-Wasserfall, dem höchsten für Nicht-Profis beraftbaren der Welt! :D einfach krass. Vor allem die Photos ;-)
Leider war dieses geniale Abenteuer viel zu schnell vorbei, und wir schälten uns wieder aus den wet suits und machten uns auf den Weg zu Papamoa Beach. Dort gönnten wir uns ein sicherlich allen Ernährungsexperten körperliche Pein bereitendes Mittagessen von PizzaHut, das meiner Meinung nach aus purem Fett bestand, und erholten uns am Strand von den Strapazen des bisherigen Tages.
Die letzte Herausforderung schließlich bestand im Bezwingen des Mt. Manganui, der am Ende einer Landzunge in den Pazifik steht und trotz Wolkenwetters wunderbare Aussichten über das Touristenkaff, die Landschaft und die endlose Weite des Ozeans bot... :) Allerdings gestaltete sich der Aufstieg nicht so einfach wie gedacht, da Daniel und ich unbedingt noch vor Ladenschluss ein Eis mit selbstgemachter Waffel erstehen mussten und folglich mit diesem kulinarischen Hochgenuss in der Hand die Schotterwege in Angriff nahmen. Hat aber eigentlich problemlos geklappt ;-)
Zurück in Auckland bin ich totmüde ins Bett gefallen und gönnte mir am Sonntag erstmal ausgiebigst auszuschlafen *g* Abends erhielt ich jedoch noch eine nicht auszuschlagende Einladung von "den Physikern", Alex, Martin (na gut, der is kein Physiker ^^), Fred und Chris, zum Waiwera Thermal Ressort. Die warmen, heißen und kalten Pools dort sowie der sagenhafte Wasserrutschenturm sorgten für einen angemessenen Ausklang des Wochenendes, und mal ehrlich: wen stört schon Regen, wenn man in einem 48°C heißen Planschbecken sitzen oder im Moviepool neuseeländische Quizshows angucken kann? :)
Donnerstag, 11. Oktober 2007
Wochenende!
Einen wunderschönen guten Abend allerseits!
Da die Pläne für den/die/das Tongariro Crossing dieses Wochenende bedauerlicherweise wortwörtlich ins Wasser fallen, werde ich morgen nach Rotorua fahren, um ein weiteres Plätzchen geothermischer Aktivität zu bewundern, einen wilden Fluss via Rafting zu erkunden und das Volcanic Valley zu begutachten :)
Desweiteren spielt just in diesem Augenblick eine illustre Musikercombo in der hübschen Vektor Arena nebenan: it's Linkin Park-time! Auf dem Heimweg von Foodtown heute nachmittag hab ich schon die ersten verrückten Fans beim Campieren gesehen *g*
So denn, es erwartet mich noch ein riesiger Haufen Arbeit für die Uni!
Grüßchen in die Heimat und den Rest der Welt,
Eure Franziska
Da die Pläne für den/die/das Tongariro Crossing dieses Wochenende bedauerlicherweise wortwörtlich ins Wasser fallen, werde ich morgen nach Rotorua fahren, um ein weiteres Plätzchen geothermischer Aktivität zu bewundern, einen wilden Fluss via Rafting zu erkunden und das Volcanic Valley zu begutachten :)
Desweiteren spielt just in diesem Augenblick eine illustre Musikercombo in der hübschen Vektor Arena nebenan: it's Linkin Park-time! Auf dem Heimweg von Foodtown heute nachmittag hab ich schon die ersten verrückten Fans beim Campieren gesehen *g*
So denn, es erwartet mich noch ein riesiger Haufen Arbeit für die Uni!
Grüßchen in die Heimat und den Rest der Welt,
Eure Franziska
Samstag, 6. Oktober 2007
Welch wundebare Wonnetage! [Teil 3: Südinsel contd.]
Mittwoch morgens schürten wir in unserem mittlerweile beinah schon liebgewonnenen Starlet (dessen Beifahrertüre in Kaikoura bereits nähere Bekanntschaft mit dem Bürgersteig geschlossen hatte ^^") zum Point Elizabeth Walkway, einem Wanderweg entlang der Küste mit atemberaubender Aussicht auf die tosenden Wellen der strahlend blauen Tasmanischen See, mit einem nicht weniger spektakulären Hintergrund voller schneebedeckter Berggipfel.
Wir kämpften uns mehr oder weniger durch schattigen Urwald, und stießen dabei immer wieder auf kleine Aussichtspunkte - echt der Wahnsinn! :) Der ozonunberührten Sonne wegen zippte ich auch recht bald die Hosenbeine meiner ungemein rattenscharfen Trekkinghose ab und fühlte mich fast wie ein "richtiger" Wanderer, so mit den Lowas und dicken Strümpfen, kurzer Hose und Merino-T-Shirt *hihi*

Da den Abenteurern in uns der Sinn nach ein wenig mehr Action stand, führte uns unser Trip als nächstes zu einem Quadbike-Verleih, der bedauerlicherweise nur guided tours anbot... Noch bedauerlicher war jedoch die Teilnahme einer vierköpfigen Kiwifamilie, die sich auf zwei Carts verteilte und uns anderen durch ständiges Steckenbleiben und diverse andere Fehlmanöver jegliche Chance auf Adrenalinschübe raubte -.-"
Wer jedoch meinen Liebsten kennt, kann sich sicher vorstellen, dass irgendwann unweigerlich die Frage nach einem etwas erhöhtem Tempo an unseren guide kam - und sodann auch gleich realisiert wurde! Leider war der Buckelpisten-Ausflug in hüfttiefe Bachbetten, Schotter und Geröll, Hügellandschaft, Wald und unzählige Schlammlöcher schon fast wieder vorbei.
Der Lacher des Tages ging bei der Rückkehr dann jedoch auf Kosten der beiden Kids, die unglücklicherweise wohl nicht immer über dem Schlamm-/Wasserspiegel gewesen waren *hihi*
Wie wir alle in Ölzeug und Gummistiefel gepackt, und von einer einzigen Schlammschicht bedeckt, die auch nicht vor Gesicht und Haaren haltmachte, wurden die zwei kurzerhand mit dem Wasserschlauch gründlich abgespritzt und boten das allertollste Bild von begossenen Pudeln, das ich je erlebt hab ;-) Schadenfreude? Nein, ich doch nicht...
Hier unser höchsterotisches Outfit:



Weiter ging es nach diesem nicht ganz so nervenkitzelnden Abenteuer Richtung Westport, wo auf halbem Wege die Punakaiki Pancake Rocks & Blowholes zu bewundern sind, laut Touri-Info "eines des letzten Geheimnisse der Natur". Geheimnis oder nicht, auf jeden Fall bestaunenswert - wenngleich das Timing suboptimal mit den Gezeiten abgestimmt war und wir die Blowholes leider nicht en action bewundern konnten. Die Felsformationen erhielten ihren Namen übrigens wegen ihrer auffallenden Ähnlichkeit mit gestapelten Pfannkuchen.
Hmm, dort war es dann wohl auch, wo ich einen bislang ungestillten Hunger auf Pfannkuchen entwickelt habe. Gottseidank machen wir morgen abend welche *hihi*

Eine Riesenkugel Vanilleeis, das eigentlich nur nach Sahne schmeckte, fuhren wir weiter, und das nächste Spaß versprechende Schild am Straßenrand sah dann so aus:

Da die Schotterpiste irgendwann einem nur noch mit Panzern befahrbarem Geröllfeld mit kleinwageninadäquaten Riesenschlaglöchern wich, beendeten wir diesen Ausflug in die Wildnis dann lieber freiwillig, bevor es ein Achsbruch o.ä. getan hätte ;-)
Kurz vor Westport schafften wir es dann gerade noch rechtzeitig bei Tageslicht eine weitere Robbenkolonie zu besichtigten. Charakteristisch für solche Begegnungen ist, dass man zuerst nur ein oder zwei dieser fetten grauen Klopse auf den Felsen liegen sieht - und bei jeder Änderung des Blickwinkels zig weitere erkennen kann :) Meine Volkszählung kam auf über 50 dieser possierlichen Tierchen, wurde allerdings durch gewisse Fluktuation ankommender und sich in die Fluten stürzender Viecher erschwert, sowie durch eingeschränkte Sicht hinter die Felsen. Saucool, wie grazil, antilopengleich und schlichtweg elegant die sich so über die Steine wälzen *g* irgendwie fürchtete ich, dass mir eines Tages auch keine andere Fortbewegungsmöglichkeit mehr bleiben würde, wenn der Steakkonsum auf dem Niveau dieses Urlaubes verbliebe...

Mehr Photos gibt's wie immer auf picasa, und die Fortsetzung folgt alsbald!
Cheers
Wir kämpften uns mehr oder weniger durch schattigen Urwald, und stießen dabei immer wieder auf kleine Aussichtspunkte - echt der Wahnsinn! :) Der ozonunberührten Sonne wegen zippte ich auch recht bald die Hosenbeine meiner ungemein rattenscharfen Trekkinghose ab und fühlte mich fast wie ein "richtiger" Wanderer, so mit den Lowas und dicken Strümpfen, kurzer Hose und Merino-T-Shirt *hihi*

Da den Abenteurern in uns der Sinn nach ein wenig mehr Action stand, führte uns unser Trip als nächstes zu einem Quadbike-Verleih, der bedauerlicherweise nur guided tours anbot... Noch bedauerlicher war jedoch die Teilnahme einer vierköpfigen Kiwifamilie, die sich auf zwei Carts verteilte und uns anderen durch ständiges Steckenbleiben und diverse andere Fehlmanöver jegliche Chance auf Adrenalinschübe raubte -.-"
Wer jedoch meinen Liebsten kennt, kann sich sicher vorstellen, dass irgendwann unweigerlich die Frage nach einem etwas erhöhtem Tempo an unseren guide kam - und sodann auch gleich realisiert wurde! Leider war der Buckelpisten-Ausflug in hüfttiefe Bachbetten, Schotter und Geröll, Hügellandschaft, Wald und unzählige Schlammlöcher schon fast wieder vorbei.
Der Lacher des Tages ging bei der Rückkehr dann jedoch auf Kosten der beiden Kids, die unglücklicherweise wohl nicht immer über dem Schlamm-/Wasserspiegel gewesen waren *hihi*
Wie wir alle in Ölzeug und Gummistiefel gepackt, und von einer einzigen Schlammschicht bedeckt, die auch nicht vor Gesicht und Haaren haltmachte, wurden die zwei kurzerhand mit dem Wasserschlauch gründlich abgespritzt und boten das allertollste Bild von begossenen Pudeln, das ich je erlebt hab ;-) Schadenfreude? Nein, ich doch nicht...
Hier unser höchsterotisches Outfit:
Weiter ging es nach diesem nicht ganz so nervenkitzelnden Abenteuer Richtung Westport, wo auf halbem Wege die Punakaiki Pancake Rocks & Blowholes zu bewundern sind, laut Touri-Info "eines des letzten Geheimnisse der Natur". Geheimnis oder nicht, auf jeden Fall bestaunenswert - wenngleich das Timing suboptimal mit den Gezeiten abgestimmt war und wir die Blowholes leider nicht en action bewundern konnten. Die Felsformationen erhielten ihren Namen übrigens wegen ihrer auffallenden Ähnlichkeit mit gestapelten Pfannkuchen.
Hmm, dort war es dann wohl auch, wo ich einen bislang ungestillten Hunger auf Pfannkuchen entwickelt habe. Gottseidank machen wir morgen abend welche *hihi*

Eine Riesenkugel Vanilleeis, das eigentlich nur nach Sahne schmeckte, fuhren wir weiter, und das nächste Spaß versprechende Schild am Straßenrand sah dann so aus:

Da die Schotterpiste irgendwann einem nur noch mit Panzern befahrbarem Geröllfeld mit kleinwageninadäquaten Riesenschlaglöchern wich, beendeten wir diesen Ausflug in die Wildnis dann lieber freiwillig, bevor es ein Achsbruch o.ä. getan hätte ;-)
Kurz vor Westport schafften wir es dann gerade noch rechtzeitig bei Tageslicht eine weitere Robbenkolonie zu besichtigten. Charakteristisch für solche Begegnungen ist, dass man zuerst nur ein oder zwei dieser fetten grauen Klopse auf den Felsen liegen sieht - und bei jeder Änderung des Blickwinkels zig weitere erkennen kann :) Meine Volkszählung kam auf über 50 dieser possierlichen Tierchen, wurde allerdings durch gewisse Fluktuation ankommender und sich in die Fluten stürzender Viecher erschwert, sowie durch eingeschränkte Sicht hinter die Felsen. Saucool, wie grazil, antilopengleich und schlichtweg elegant die sich so über die Steine wälzen *g* irgendwie fürchtete ich, dass mir eines Tages auch keine andere Fortbewegungsmöglichkeit mehr bleiben würde, wenn der Steakkonsum auf dem Niveau dieses Urlaubes verbliebe...

Mehr Photos gibt's wie immer auf picasa, und die Fortsetzung folgt alsbald!
Cheers
Donnerstag, 4. Oktober 2007
Welch wundebare Wonnetage! [Teil 2: Südinsel]
So, hier bin ich wieder - ein Assignment und einen Shoppingmarathon später ;-) Sofern sie geöffnet haben, sind Auckland's Läden echt ein kleines Mekka für Strand- oder Surfklamotten... Ich hab mir schon überlegt, ob ich meine Surfkarriere mit dem Kauf einer Surfershorts einleiten soll, mich letztendlich dann aber doch für einen ganz normalen Bikini (u.a., versteht sich) entschieden :D
Nun aber zum Urlaubsbericht, vor die grauen Zellen schlappmachen:
Montag morgens, nein, für studentische Verhältnisse mitten in der Nacht, schürten wir mit dem Sternchen durch Aucklands einsame Straßen (welch Seltenheit!) und nahmen den 7:50-Flieger nach Christchurch.
Mein mühsam durch Bastis Verhandlungsgeschick erkämpfter Fensterplatz erwies sich leider nach kurzer Zeit als relativ sinnlos, da außer Wolken nichts zu sehen war... Unsere Befürchtungen bewahrheiteten sich leider - Regen in Strömen! Nicht gut... Während der Shuttlebus-Fahrt nach Christchurch (wieder zur Autovermietung, gratis, und mit einem in Britisch-Malaysia aufgewachsenen Fahrer, der uns supersympathisch unterhielt) wurden die Regentropfen immer weniger, und schließlich konnten wir trockenen Fußes die Bäckerei mit den besten Cookies ganz Neuseelands erreichen.
Wirklich der Wahnsinn, die Dinger! Per se von harmlosen Aussehen, bestehen sie zu einem Großteil aus Butter und sind das beste Mittel gegen Wetterdepression (erprobt + bewiesen!) ;-)
Wieder ein Starlet, diesmal allerdings zur besonderen Herausforderung mit manueller Schaltung, und mit einer netten Überraschung: als ich das Fenster öffnen wollte, hatte ich gleich einmal den Hebel in der Hand. Vertrauensbidlung sieht anders aus! *hihi*
Der erste Ziel war Hanmer Springs, ein Thermalkurort in den Bergen. Dort wärmten wir uns in den Freiluftthermalwasserbecken bei 36°, 37°, 38° und 39°C erstmal richtig auf und atmeten frische, nach Schwefel und anderen gesunden Mineralien stinkende Luft ein :)
Nächste Lektion: die kürzste Strecke ist nicht immer die schnellste! Auf dem Weg nach Kaikoura (an der Ostküste) bog Basti auf eine Landstraße ab, die auf der Karte "ganz normal" aussah... Jedoch entpuppte sie sich als komplett verlassene Bergstraße, mit wunderbarer Aussicht auf hunderte Hügel, Täler und Berge - aber ohne auch nur ein geradeaus führendes Stückchen ;-)
Richtig romantisch-unheimlich wurde die Stimmung dann auch, als Nebel aufzog und wir ohne einem anderen Auto zu begegnen in der Dämmerung und schließlich im Dunkeln durch Wälder und Hügellandschaft fuhren. Das gibt's echt nur hier!
Aufgrund des konstant und hartnäckig kalten Regenwetters fiel das Planschen mit Delphinen wortwörtlich ins Wasser, ebenso wie Whale Watching. Dafür statteten wir der Robbenkolonie einen Besuch ab - voll toll! :)

Spontan dem Wetterbericht folgend und die bisherige Planung umschmeißend fuhren wir dienstags dann also nicht nach Norden Richtung Blenheim und Nelson, sondern wieder in die Berge, via Lewis Pass nach Greymouth an der Westküste.
Unterwegs fanden wir einen kleinen, aber dafür umso höheren Wasserfall mitten im Wald - echt hübsch =)
Fotogen wie wir sind, mussten natürlich auch hier die beiden Digicams um die Wette klicken, ebenso wie am panorama-bietenden Ausgangspunkt mehrerer Mehrtages-Tramping-Tracks, bei denen es mir wirklich schwer fiel, nicht loszulaufen, an einem in der Sonne glitzernden Flussbett und zu guter Letzt beinahe rechtzeitig in Greymouth zum Sonnenuntergang über der Tasmanischen See!

Unsere Unterkunft in Greymouth, "Global Village Backpacker", war auch schon fast ein Erlebnis für sich - eine bunte Mischung aus Aboriginee-, Maori- und afrikanischem Stil, mit lauter geschnitzen Masken, Wanderkarten, Holzkrokodilen usw. an den ockerfarben gestrichenen Wänden und dunklen Holzbalken. Zur vollen Authentizität durfte ich beim Betreten unseres Zimmers auch gleich noch ein überdimensionales Krabbelviech erlegen, über dessen abstoßende Ähnlichkeit mit einer Kakerlake ich gar nicht nachdenken wollte... Yummi!
Nun aber zum Urlaubsbericht, vor die grauen Zellen schlappmachen:
Montag morgens, nein, für studentische Verhältnisse mitten in der Nacht, schürten wir mit dem Sternchen durch Aucklands einsame Straßen (welch Seltenheit!) und nahmen den 7:50-Flieger nach Christchurch.
Mein mühsam durch Bastis Verhandlungsgeschick erkämpfter Fensterplatz erwies sich leider nach kurzer Zeit als relativ sinnlos, da außer Wolken nichts zu sehen war... Unsere Befürchtungen bewahrheiteten sich leider - Regen in Strömen! Nicht gut... Während der Shuttlebus-Fahrt nach Christchurch (wieder zur Autovermietung, gratis, und mit einem in Britisch-Malaysia aufgewachsenen Fahrer, der uns supersympathisch unterhielt) wurden die Regentropfen immer weniger, und schließlich konnten wir trockenen Fußes die Bäckerei mit den besten Cookies ganz Neuseelands erreichen.
Wirklich der Wahnsinn, die Dinger! Per se von harmlosen Aussehen, bestehen sie zu einem Großteil aus Butter und sind das beste Mittel gegen Wetterdepression (erprobt + bewiesen!) ;-)
Wieder ein Starlet, diesmal allerdings zur besonderen Herausforderung mit manueller Schaltung, und mit einer netten Überraschung: als ich das Fenster öffnen wollte, hatte ich gleich einmal den Hebel in der Hand. Vertrauensbidlung sieht anders aus! *hihi*
Der erste Ziel war Hanmer Springs, ein Thermalkurort in den Bergen. Dort wärmten wir uns in den Freiluftthermalwasserbecken bei 36°, 37°, 38° und 39°C erstmal richtig auf und atmeten frische, nach Schwefel und anderen gesunden Mineralien stinkende Luft ein :)
Nächste Lektion: die kürzste Strecke ist nicht immer die schnellste! Auf dem Weg nach Kaikoura (an der Ostküste) bog Basti auf eine Landstraße ab, die auf der Karte "ganz normal" aussah... Jedoch entpuppte sie sich als komplett verlassene Bergstraße, mit wunderbarer Aussicht auf hunderte Hügel, Täler und Berge - aber ohne auch nur ein geradeaus führendes Stückchen ;-)
Richtig romantisch-unheimlich wurde die Stimmung dann auch, als Nebel aufzog und wir ohne einem anderen Auto zu begegnen in der Dämmerung und schließlich im Dunkeln durch Wälder und Hügellandschaft fuhren. Das gibt's echt nur hier!Aufgrund des konstant und hartnäckig kalten Regenwetters fiel das Planschen mit Delphinen wortwörtlich ins Wasser, ebenso wie Whale Watching. Dafür statteten wir der Robbenkolonie einen Besuch ab - voll toll! :)

Spontan dem Wetterbericht folgend und die bisherige Planung umschmeißend fuhren wir dienstags dann also nicht nach Norden Richtung Blenheim und Nelson, sondern wieder in die Berge, via Lewis Pass nach Greymouth an der Westküste.
Unterwegs fanden wir einen kleinen, aber dafür umso höheren Wasserfall mitten im Wald - echt hübsch =)

Fotogen wie wir sind, mussten natürlich auch hier die beiden Digicams um die Wette klicken, ebenso wie am panorama-bietenden Ausgangspunkt mehrerer Mehrtages-Tramping-Tracks, bei denen es mir wirklich schwer fiel, nicht loszulaufen, an einem in der Sonne glitzernden Flussbett und zu guter Letzt beinahe rechtzeitig in Greymouth zum Sonnenuntergang über der Tasmanischen See!

Unsere Unterkunft in Greymouth, "Global Village Backpacker", war auch schon fast ein Erlebnis für sich - eine bunte Mischung aus Aboriginee-, Maori- und afrikanischem Stil, mit lauter geschnitzen Masken, Wanderkarten, Holzkrokodilen usw. an den ockerfarben gestrichenen Wänden und dunklen Holzbalken. Zur vollen Authentizität durfte ich beim Betreten unseres Zimmers auch gleich noch ein überdimensionales Krabbelviech erlegen, über dessen abstoßende Ähnlichkeit mit einer Kakerlake ich gar nicht nachdenken wollte... Yummi!
Montag, 1. Oktober 2007
Welch wunderbare Wonnetage! [Teil 1: Coromandel Peninsula]
Kia ora allerseits!
Soeben kehrte ich vom Flughafen zurück, hab brav das Mietwägelchen zurückgegeben und sitze nun etwas orientierungslos vor dem Schläppi.
Wo soll ich anfangen?
Ach ja, also vielleicht am Anfang.
Das langersehnte Wiedersehen am Freitag war bereits einer der absoluten Höhepunkte unseres Urlaubes ;-) Irgendwie ein filmreifes Gefühl, so mit Namensschild unter all den Wartenden in der vordersten Reihe zu stehen und verzweifelt den Hals nach Sebastian recken ;-)
Echt der Wahnsinn! Wenngleich das südostasienverwöhnte Temperaturempfinden Bastis nicht ganz konform ging mit der frischen Brise, die uns auf dem Mount Eden vom Pazifik her entgegenwehte... Mount Eden ist der höchste Punkt Aucklands und - was denn sonst? - ein Vulkan, dessen 50m tiefer Krater komplett grasbewachsen ist und den komplett wahnsinnigen Kiwis als kleine Herausforderung beim Joggen dient :)

Zum Dinner wurden sodann 800g Steak mit Kumara und neuseeländischem "Tui"-Bier serviert, die unvorstellbarerweise komplett vernichtet wurden *g*
Samstag morgens brachen wir auf zur Coromandel Peninsula, knappe 2 Stunden Autofahrt (Starlet der Erste, Automatik, elektr. Fensterheber, bis auf die Bremse quasi makellos) östlich von Auckland. Die Küstenstraße erfreute uns mit seltenen Sonnenstrahlen und perfekten Gelegenheiten zum Photoshooting [mehr Bilder s. picasa!].


Aufgrund des neuseelandtypisch unsicheren Wetters entschieden wir uns gegen eine längere Wanderung (was uns vor einigen Regengüssen bewahrte) und fanden dafür zufällig (?) einen Golfplatz, wo ein gewisser Grünsportfanatiker nicht widerstehen konnte und wir uns bei strahlendem Sonnenschein aufs Grün stürzten. Als der Sonnenschein immer mehr Regenwolken und Nieselnässe wich, verkrümelten auch wir uns wieder und gönnten uns nach dieser sportlichen Höchstleistung ein bisschen Fastfood.
Die Anwesenheit von ca. 20 ausgehungerten, vermutlich tollwütigen und äußerst respektlosen Möwen verursachte zwar eine leichte Panik meinerseits, doch der exorbitante Fettgehalt des Essens wirkte dann doch ein wenig beruhigend ;-)
Übernachtung in Whitianga, und Sonntag morgens ging's dann zum Hotwater Beach, wo man wunderbar in beschaulicher Gesellschaft von ca. 200 anderen Touris seinen gemieteten Spaten irgendwo in den Sand zwischen die Felsen rammt und eine Chance von 1:1000 hat, eine der heißen Quellen zu treffen... Erfolgreicher war dann meine Taktik: einfach abwarten, bis zwei Leute ihr gebuddeltes Loch verlassen und reinstellen - tadaaa! :D
Mit den Füßen im heißen Wasser, der Rest der Beine im kalten Pazifikwasser, und der Blick auf die zahllosen Surfer gerichtet, die an den Wellen sichtlich mehr Spaß hatten als all die hotwater-suchenden Touris *hihi*
Nach einer kleinen Kurvenfahrt und einer kurzen Wanderund erreichten wir danach Cathedral Cove, eine vom Meer ausgewaschene Höhle. Mit weniger Menschen sicherlich ein noch viel hübscheres Fleckchen! Aber auch so: Prädikat "wahnsinn" :)


Auch hier rückte das Nahrungsrestenotvernichtungsteam mit zwei Mann, äh, Möwen an, die den Blick nicht von uns ließen, während wir im Sand den Ausblick und unser Mittagessen genossen. Der Rückweg führte wieder durch subtropischen Urwald, wobei eine kleine, unscheinbare Abzweigung Spannung, Spaß und Schlammflecken mit sich brachte...
Nach kurzer Kaffeepause in einem verschlafenen Küstennest schlugen wir schließlich den Heimweg nach Auckland ein, um eine weitere Familienladung totes Rind zu verspeisen, ein bisschen laundry zu machen und für die "große Reise" auf die Südinsel zu planen...
Forsetzung mit Berichten über unsere Erlebnisse auf der Südinsel folgt bald!
Mittwoch will jedoch noch ein Assignment abgegeben werden, also vielleicht erst danach ;-)
Allerliebste Grüße in die Heimat und die ganze Welt,
francesca
Soeben kehrte ich vom Flughafen zurück, hab brav das Mietwägelchen zurückgegeben und sitze nun etwas orientierungslos vor dem Schläppi.
Wo soll ich anfangen?
Ach ja, also vielleicht am Anfang.
Das langersehnte Wiedersehen am Freitag war bereits einer der absoluten Höhepunkte unseres Urlaubes ;-) Irgendwie ein filmreifes Gefühl, so mit Namensschild unter all den Wartenden in der vordersten Reihe zu stehen und verzweifelt den Hals nach Sebastian recken ;-)
Echt der Wahnsinn! Wenngleich das südostasienverwöhnte Temperaturempfinden Bastis nicht ganz konform ging mit der frischen Brise, die uns auf dem Mount Eden vom Pazifik her entgegenwehte... Mount Eden ist der höchste Punkt Aucklands und - was denn sonst? - ein Vulkan, dessen 50m tiefer Krater komplett grasbewachsen ist und den komplett wahnsinnigen Kiwis als kleine Herausforderung beim Joggen dient :)

Zum Dinner wurden sodann 800g Steak mit Kumara und neuseeländischem "Tui"-Bier serviert, die unvorstellbarerweise komplett vernichtet wurden *g*
Samstag morgens brachen wir auf zur Coromandel Peninsula, knappe 2 Stunden Autofahrt (Starlet der Erste, Automatik, elektr. Fensterheber, bis auf die Bremse quasi makellos) östlich von Auckland. Die Küstenstraße erfreute uns mit seltenen Sonnenstrahlen und perfekten Gelegenheiten zum Photoshooting [mehr Bilder s. picasa!].


Aufgrund des neuseelandtypisch unsicheren Wetters entschieden wir uns gegen eine längere Wanderung (was uns vor einigen Regengüssen bewahrte) und fanden dafür zufällig (?) einen Golfplatz, wo ein gewisser Grünsportfanatiker nicht widerstehen konnte und wir uns bei strahlendem Sonnenschein aufs Grün stürzten. Als der Sonnenschein immer mehr Regenwolken und Nieselnässe wich, verkrümelten auch wir uns wieder und gönnten uns nach dieser sportlichen Höchstleistung ein bisschen Fastfood.
Die Anwesenheit von ca. 20 ausgehungerten, vermutlich tollwütigen und äußerst respektlosen Möwen verursachte zwar eine leichte Panik meinerseits, doch der exorbitante Fettgehalt des Essens wirkte dann doch ein wenig beruhigend ;-)
Übernachtung in Whitianga, und Sonntag morgens ging's dann zum Hotwater Beach, wo man wunderbar in beschaulicher Gesellschaft von ca. 200 anderen Touris seinen gemieteten Spaten irgendwo in den Sand zwischen die Felsen rammt und eine Chance von 1:1000 hat, eine der heißen Quellen zu treffen... Erfolgreicher war dann meine Taktik: einfach abwarten, bis zwei Leute ihr gebuddeltes Loch verlassen und reinstellen - tadaaa! :D
Mit den Füßen im heißen Wasser, der Rest der Beine im kalten Pazifikwasser, und der Blick auf die zahllosen Surfer gerichtet, die an den Wellen sichtlich mehr Spaß hatten als all die hotwater-suchenden Touris *hihi*
Nach einer kleinen Kurvenfahrt und einer kurzen Wanderund erreichten wir danach Cathedral Cove, eine vom Meer ausgewaschene Höhle. Mit weniger Menschen sicherlich ein noch viel hübscheres Fleckchen! Aber auch so: Prädikat "wahnsinn" :)


Auch hier rückte das Nahrungsrestenotvernichtungsteam mit zwei Mann, äh, Möwen an, die den Blick nicht von uns ließen, während wir im Sand den Ausblick und unser Mittagessen genossen. Der Rückweg führte wieder durch subtropischen Urwald, wobei eine kleine, unscheinbare Abzweigung Spannung, Spaß und Schlammflecken mit sich brachte...
Nach kurzer Kaffeepause in einem verschlafenen Küstennest schlugen wir schließlich den Heimweg nach Auckland ein, um eine weitere Familienladung totes Rind zu verspeisen, ein bisschen laundry zu machen und für die "große Reise" auf die Südinsel zu planen...
Forsetzung mit Berichten über unsere Erlebnisse auf der Südinsel folgt bald!
Mittwoch will jedoch noch ein Assignment abgegeben werden, also vielleicht erst danach ;-)
Allerliebste Grüße in die Heimat und die ganze Welt,
francesca
Donnerstag, 20. September 2007
Kia ora!
Es ist soweit! Der Herdentrieb hat nun auch mich eingeholt und dazu veranlasst, ein virtuelles Tagebuch meiner Abenteuer im Land der langen weißen Wolke zu verfassen.
Sehet und staunet ;-)
Um eventuelle Unklarheiten zu beseitigen: die "alten" Posts beinhalten den Text meiner allseits beliebten Rundmail - nicht wundern, bitte :)
Im Moment lausche ich entzückt den heimatlichen Klängen Anajos, trällere munter mit bei "Einmal noch schlafen, und dann geht es los!" und freu mich wie ein Schneekönig auf morgen! :D
Nach dem Stress der vergangenen Tage, dem ich die Meisterleistung zu verdanken habe, drei Assignments sowie einen lab report innerhalb weniger Tage geschaffen zu haben, wäre die heutige Attraktion im Railway Campus vielleicht gar nicht verkehrt gewesen:
Sing-Star-Party!
Doch da wir alle noch länger hier wohnen wollen und bedauerlicherweise nicht genug Alkohol zur Verfügung hatten, um uns hemmungslos zu betrinken (just kidding ;-)), haben wir es beim Zuhören und Kommentieren belassen...
Morgen also werde ich endlich meinem Liebsten wieder in die Arme fallen können, und am Montag geht's dann auf nach Christchurch, Südinsel erkunden!
Cheers,
Franziska
Sehet und staunet ;-)
Um eventuelle Unklarheiten zu beseitigen: die "alten" Posts beinhalten den Text meiner allseits beliebten Rundmail - nicht wundern, bitte :)
Im Moment lausche ich entzückt den heimatlichen Klängen Anajos, trällere munter mit bei "Einmal noch schlafen, und dann geht es los!" und freu mich wie ein Schneekönig auf morgen! :D
Nach dem Stress der vergangenen Tage, dem ich die Meisterleistung zu verdanken habe, drei Assignments sowie einen lab report innerhalb weniger Tage geschaffen zu haben, wäre die heutige Attraktion im Railway Campus vielleicht gar nicht verkehrt gewesen:
Sing-Star-Party!
Doch da wir alle noch länger hier wohnen wollen und bedauerlicherweise nicht genug Alkohol zur Verfügung hatten, um uns hemmungslos zu betrinken (just kidding ;-)), haben wir es beim Zuhören und Kommentieren belassen...
Morgen also werde ich endlich meinem Liebsten wieder in die Arme fallen können, und am Montag geht's dann auf nach Christchurch, Südinsel erkunden!
Cheers,
Franziska
Mittwoch, 5. September 2007
Back in Auckland
Tena koutou!
Wie ist das werte Befinden in der Heimat? :)
Gestern Abend bin ich vom zweiten Teil meines Ausfluges wieder nach Auckland zurückgekehrt, und habe dementsprechend viel zu berichten ;-)
Von der Bay of Islands hab ich ja schon erzählt – bleibt also noch Waitomo, Rotorua, Taupo, Tongariro National Park und Wellington.
Von Auckland brachen wir Freitag früh Richtung Süden auf und erreichten gegen 11 Waitomo, wo wir die Glühwürmchen- und die Aranuihöhle besichtigten und aus dem Staunen nicht mehr herauskamen: eine Höhlenbootsfahrt brachte uns und unsere Maori-Touristenführerin in die „Glowworm Grotto“, an deren Decke Tausende und Abertausende von blau leuchtenden Glühwürmchen hingen und uns Nackenstarre vom Feinsten bescherten *g* Wirklich der Wahnsinn!
Vor der Tour in der zweiten Höhle gönnten wir uns ein paar stilechte amerikanische Burger und beobachteten die Rallye-Autos, die an der Straße vorbeischürten und dringend eine Wäsche nötig hatten ;-)
Die Aranuihöhle ist im Gegensatz zu Waitomo nicht von einem Fluss durchflossen und beherbergt dementsprechend auch keine Glühwürmchen (dafür andere, echt widerliche riesige Krabbelviecher) – aber unzählige Stalaktiten! Aufgrund des schlammigen Untergrundes jedoch gibt es keine Stalagmiten, bis auf einen einzigen, der dafür ca. 15m hoch ist (und nur zum Teil sichtbar, da er metertief im Schlamm steckt)… Unser schwarzweiß-karierte Vans tragender Maori-Höhlenführer klärte uns auf, dass vor einigen Wochen der Fluss „zurückgekommen sei“ und deshalb alles ein bisschen schmutzig wäre – es regnet halt doch recht viel hier im Land der langen weißen Wolke :p
Die nächste Etappe war Rotorua, ein nettes Städtchen mitten in thermisch aktivem Gebiet, das uns sogleich mit geruchsorganbetäubendem Schwefelgestank begrüßte. Die neu entwickelte Strategie „Zimmer erst anschauen, dann zusagen [oder schnell flüchten]“ machte sich bezahlt, und wir fanden Unterkunft in einem Campervan-Park-Appartement, das sein winziges Schlafzimmer durch einen Flachbildschirm, Dolby Sorround System und einen heißen Spa-Pool wieder auszugleichen wusste :)
Am nächsten Morgen (Samstag) duschte einer der Jungs wohl etwas zu ausgiebig (wohlgemerkt im ungeheizten Bad) (und nein, wir Mädels waren nicht Schuld, sondern tatsächlich in Rekordzeit fertig *g*), und wir brachen in allergrößter Hektik auf nach Waiotapu zum „Thermal Wonderland“.
Dort schafften wir es gerade noch rechtzeitig zum 10:15-Geysir-Ausbruch, der durch eine Art Seife beschleunigt wurde. Diese Trickserei ist nötig, da der natürlich Rhythmus des Lady Knox Geysirs 56-72 Stunden beträgt und das für die Touris wohl nicht zumutbar wäre…
Der Rest des Wunderlands war sehenswerter: unheimliche, einen ekelhaften Odem ausstoßende Löcher im Felsboden, rote Eisen- und gelbe Schwefelablagerungen, brodelnde Schlammlöcher, ein riesiger mehrfarbig schillernder und dampfender See („Artist’s Palette“), vom Wind gebeugte Bäume im größten von Menschenhand (genauer: von Sträflingshand ^^) angelegten Wald, „Devil’s Bath“ (ein giftgrüner, ebenfalls stinkender Teich), wunderschöne Wasserfälle (bei denen leider die Batterien meiner Kamera versagten) und unzählige kleine brodelnde Wasserquellen.
In Taupo am Lake Taupo, dem größten See NZs, verbrannten die Jungs die Kalorien, die sie während des (doch nicht Vater-)Tages in Form von Kiwi-Gerstensaft zu sich genommen hatten, bei einem Lauf am Seeufer, während Birte und meine Wenigkeit das Essen (gehacktes totes Tier in Tomate über Nudeln ;-)) beim Metro-Pendant „Pak’N’Save“ erstanden und beschlossen, dass tags darauf Muttertag wäre…
Noch kurz etwas geologisches Wissen: Der Lake Taupo entstand bei einer der gewaltigsten Vulkanexplosionen in historischer Zeit (vor ca. 22000 Jahren) und ist ein bisschen größer als der Bodensee…
Auf dem weiteren Weg nach Süden statteten wir sodann am Sonntag dem Tongariro National Park einen Besuch ab, um die drei aktiven Vulkane Tongariro, Ruapehu und Ngauruhoe (Schicksalsberg aus „Herr der Ringe“!) zu bestaunen, doch die Herrschaften beschlossen, ihr edles Antlitz hinter dichten, eisigen Wolken zu verbergen.
Interessant war dafür das Info-Centre, wo es allerhand Wissenswertes zu ihnen und der Landschaft des „Central Plateau“ zu erfahren gab.
Enttäuscht vom jegliche Wanderung unmöglich machenden Regenwetter bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt wandten wir uns wieder wärmeren Gefilden zu und fuhren weiter nach Wellington.
Den Montag verbrachten wir zum Großteil im Te Papa National Museum, einem der besten Museen überhaupt! Unheimlich interessant, interaktiv und gespickt mit Sachen zum „selbst ausprobieren“ – so beispielsweise eine Simulation des Erdbebens in Napier anfangs des letzten Jahrhunderts, das die Stadt in Schutt und Asche legte. Ordentlich durchgeschüttelt mussten wir dann feststellen, dass das angeblich nur 1/50 der Intensität des „richtigen“ Erdbebens war!
Von Maorikunst, NZs Geschichte, Siedler, moderner Kunst über das Skelett von Phar Lap (dem berühmten australischen Rennpferd ;-)) und einem VW-Bus bis hin zum Outdoor-Dschungel und einer Galerie der ausgerotteten Tierarten gab es zudem alles, was des Weltenbummlers Herz begehrt!
Danach vertraten wir uns noch die Beine bei einem Spaziergang durch die Hauptstadt, die mir um Einiges besser gefällt als Auckland :p Englischer Flair, der wohl schönste Burger King der Welt, total toller Hafen, in dem wir auf einen alten verrosteten Walfänger stießen, die nagelneue neuseeländische Börse, an deren Außenmauern die aktuellen Kurse in Laufschrift angezeigt werden, einer Holzbrücke im Urwaldstil, die über die vierspurige Hafenstraße führt, und und und! :D
Abends gönnten wir uns dann im "One Red Dog" ein hübsches Abendessen mit einem noch hübscheren Cocktail und pflegten interkulturelle Kompetenzen beim Pflegen des bayerischen Brauchtums: auch meinen Nordlichtern konnte ich das tollste Kartenspiel der Welt nahebringen *g*
Leider hielt mein Immunsystem nach diversen unbeheizten Badezimmern bzw. kalten Duschen Birtes norddeutschen Erkältungsviren irgendwann nicht mehr Stand und so plagt mich seit gestern Halsweh und alles, was dazugehört…
Unser „Schaf Dolly“ alias Birte lieferten wir gestern früh pünktlich an der Fähre nach Picton ab (die Glückliche tourt jetzt nämlich noch eine Woche über die Südinsel!) und machten uns nach einigen herausfordernden Situationen des Straßenchaos’ in Wellington wieder auf den Heimweg.
Dieser führte uns via SH4 über wilde Serpentinen, durch strömenden Regen, zum wohl schönsten und größten Regenbogen, den ich je gesehen hab, vorbei an Tausenden von Schafen, bescherte uns fast eine Ziege als Kühlerfigur und verlockte vor allem Peter dazu, eins der Lämmer mitzunehmen ;-)
So, das war’s! =)
Die photographische Dokumentation meiner Abenteuer gibt’s wie immer auf http://picasaweb.google.de/Phayuko .
Und ich freu mich wie immer über Post aus der Heimat! :)
Allerliebste Grüße aus dem Land der Kiwis,
eure Franzi(ska)
Wie ist das werte Befinden in der Heimat? :)
Gestern Abend bin ich vom zweiten Teil meines Ausfluges wieder nach Auckland zurückgekehrt, und habe dementsprechend viel zu berichten ;-)
Von der Bay of Islands hab ich ja schon erzählt – bleibt also noch Waitomo, Rotorua, Taupo, Tongariro National Park und Wellington.
Von Auckland brachen wir Freitag früh Richtung Süden auf und erreichten gegen 11 Waitomo, wo wir die Glühwürmchen- und die Aranuihöhle besichtigten und aus dem Staunen nicht mehr herauskamen: eine Höhlenbootsfahrt brachte uns und unsere Maori-Touristenführerin in die „Glowworm Grotto“, an deren Decke Tausende und Abertausende von blau leuchtenden Glühwürmchen hingen und uns Nackenstarre vom Feinsten bescherten *g* Wirklich der Wahnsinn!
Vor der Tour in der zweiten Höhle gönnten wir uns ein paar stilechte amerikanische Burger und beobachteten die Rallye-Autos, die an der Straße vorbeischürten und dringend eine Wäsche nötig hatten ;-)
Die Aranuihöhle ist im Gegensatz zu Waitomo nicht von einem Fluss durchflossen und beherbergt dementsprechend auch keine Glühwürmchen (dafür andere, echt widerliche riesige Krabbelviecher) – aber unzählige Stalaktiten! Aufgrund des schlammigen Untergrundes jedoch gibt es keine Stalagmiten, bis auf einen einzigen, der dafür ca. 15m hoch ist (und nur zum Teil sichtbar, da er metertief im Schlamm steckt)… Unser schwarzweiß-karierte Vans tragender Maori-Höhlenführer klärte uns auf, dass vor einigen Wochen der Fluss „zurückgekommen sei“ und deshalb alles ein bisschen schmutzig wäre – es regnet halt doch recht viel hier im Land der langen weißen Wolke :p
Die nächste Etappe war Rotorua, ein nettes Städtchen mitten in thermisch aktivem Gebiet, das uns sogleich mit geruchsorganbetäubendem Schwefelgestank begrüßte. Die neu entwickelte Strategie „Zimmer erst anschauen, dann zusagen [oder schnell flüchten]“ machte sich bezahlt, und wir fanden Unterkunft in einem Campervan-Park-Appartement, das sein winziges Schlafzimmer durch einen Flachbildschirm, Dolby Sorround System und einen heißen Spa-Pool wieder auszugleichen wusste :)
Am nächsten Morgen (Samstag) duschte einer der Jungs wohl etwas zu ausgiebig (wohlgemerkt im ungeheizten Bad) (und nein, wir Mädels waren nicht Schuld, sondern tatsächlich in Rekordzeit fertig *g*), und wir brachen in allergrößter Hektik auf nach Waiotapu zum „Thermal Wonderland“.
Dort schafften wir es gerade noch rechtzeitig zum 10:15-Geysir-Ausbruch, der durch eine Art Seife beschleunigt wurde. Diese Trickserei ist nötig, da der natürlich Rhythmus des Lady Knox Geysirs 56-72 Stunden beträgt und das für die Touris wohl nicht zumutbar wäre…
Der Rest des Wunderlands war sehenswerter: unheimliche, einen ekelhaften Odem ausstoßende Löcher im Felsboden, rote Eisen- und gelbe Schwefelablagerungen, brodelnde Schlammlöcher, ein riesiger mehrfarbig schillernder und dampfender See („Artist’s Palette“), vom Wind gebeugte Bäume im größten von Menschenhand (genauer: von Sträflingshand ^^) angelegten Wald, „Devil’s Bath“ (ein giftgrüner, ebenfalls stinkender Teich), wunderschöne Wasserfälle (bei denen leider die Batterien meiner Kamera versagten) und unzählige kleine brodelnde Wasserquellen.
In Taupo am Lake Taupo, dem größten See NZs, verbrannten die Jungs die Kalorien, die sie während des (doch nicht Vater-)Tages in Form von Kiwi-Gerstensaft zu sich genommen hatten, bei einem Lauf am Seeufer, während Birte und meine Wenigkeit das Essen (gehacktes totes Tier in Tomate über Nudeln ;-)) beim Metro-Pendant „Pak’N’Save“ erstanden und beschlossen, dass tags darauf Muttertag wäre…
Noch kurz etwas geologisches Wissen: Der Lake Taupo entstand bei einer der gewaltigsten Vulkanexplosionen in historischer Zeit (vor ca. 22000 Jahren) und ist ein bisschen größer als der Bodensee…
Auf dem weiteren Weg nach Süden statteten wir sodann am Sonntag dem Tongariro National Park einen Besuch ab, um die drei aktiven Vulkane Tongariro, Ruapehu und Ngauruhoe (Schicksalsberg aus „Herr der Ringe“!) zu bestaunen, doch die Herrschaften beschlossen, ihr edles Antlitz hinter dichten, eisigen Wolken zu verbergen.
Interessant war dafür das Info-Centre, wo es allerhand Wissenswertes zu ihnen und der Landschaft des „Central Plateau“ zu erfahren gab.
Enttäuscht vom jegliche Wanderung unmöglich machenden Regenwetter bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt wandten wir uns wieder wärmeren Gefilden zu und fuhren weiter nach Wellington.
Den Montag verbrachten wir zum Großteil im Te Papa National Museum, einem der besten Museen überhaupt! Unheimlich interessant, interaktiv und gespickt mit Sachen zum „selbst ausprobieren“ – so beispielsweise eine Simulation des Erdbebens in Napier anfangs des letzten Jahrhunderts, das die Stadt in Schutt und Asche legte. Ordentlich durchgeschüttelt mussten wir dann feststellen, dass das angeblich nur 1/50 der Intensität des „richtigen“ Erdbebens war!
Von Maorikunst, NZs Geschichte, Siedler, moderner Kunst über das Skelett von Phar Lap (dem berühmten australischen Rennpferd ;-)) und einem VW-Bus bis hin zum Outdoor-Dschungel und einer Galerie der ausgerotteten Tierarten gab es zudem alles, was des Weltenbummlers Herz begehrt!
Danach vertraten wir uns noch die Beine bei einem Spaziergang durch die Hauptstadt, die mir um Einiges besser gefällt als Auckland :p Englischer Flair, der wohl schönste Burger King der Welt, total toller Hafen, in dem wir auf einen alten verrosteten Walfänger stießen, die nagelneue neuseeländische Börse, an deren Außenmauern die aktuellen Kurse in Laufschrift angezeigt werden, einer Holzbrücke im Urwaldstil, die über die vierspurige Hafenstraße führt, und und und! :D
Abends gönnten wir uns dann im "One Red Dog" ein hübsches Abendessen mit einem noch hübscheren Cocktail und pflegten interkulturelle Kompetenzen beim Pflegen des bayerischen Brauchtums: auch meinen Nordlichtern konnte ich das tollste Kartenspiel der Welt nahebringen *g*
Leider hielt mein Immunsystem nach diversen unbeheizten Badezimmern bzw. kalten Duschen Birtes norddeutschen Erkältungsviren irgendwann nicht mehr Stand und so plagt mich seit gestern Halsweh und alles, was dazugehört…
Unser „Schaf Dolly“ alias Birte lieferten wir gestern früh pünktlich an der Fähre nach Picton ab (die Glückliche tourt jetzt nämlich noch eine Woche über die Südinsel!) und machten uns nach einigen herausfordernden Situationen des Straßenchaos’ in Wellington wieder auf den Heimweg.
Dieser führte uns via SH4 über wilde Serpentinen, durch strömenden Regen, zum wohl schönsten und größten Regenbogen, den ich je gesehen hab, vorbei an Tausenden von Schafen, bescherte uns fast eine Ziege als Kühlerfigur und verlockte vor allem Peter dazu, eins der Lämmer mitzunehmen ;-)
So, das war’s! =)
Die photographische Dokumentation meiner Abenteuer gibt’s wie immer auf http://picasaweb.google.de/Phayuko .
Und ich freu mich wie immer über Post aus der Heimat! :)
Allerliebste Grüße aus dem Land der Kiwis,
eure Franzi(ska)
Donnerstag, 30. August 2007
Bin kurz wieder da ;-)
Hola allerseits!
Nicht wundern, bitte ;-) Wir sind für eine Nacht in Auckland, da es sich so ergeben hat und wir den "Heimvorteil" einer kostenlosen Übernachtung natürlich ausnutzen wollten *g*
Wir waren in der Bay of Islands, gestern in Russel (der 1. Hauptstadt Neuseelands, da [auch] hier Captain Cook gelandet ist) - einer superhübschen kleinen ordentlichen Ministadt (wie im Film, wirklich!) mit weißen Ami-Style-Häuschen, sind auf das dortige Hügelchen spaziert, haben uns die Bay angeschaut, sind auf der anderen Seite wieder runter und zum "Long Beach" marschiert, wo Birte eine abartig krasse riesige Muschel, also eigentlich Seeschneckenhaus gefunden hat! Das Ding hat die Größe einer Netzmelone und ist der Hammer - zwei Neuseeländer kamen vorbei, als wir gerade den Fund bewunderten und meinten komplett neidisch, sie spazierten nun schon seit Jahren an NZs Stränden und hätten noch nie so etwas gesehen, das Dinge käme wohl aus Richtung Fidji oder so ;-)
Ob das das Zeichen ist, dass ich da doch noch hinmuss?
Nach einer bequemen Nacht in einem sehr netten Backpacker (auf richtig guten Matratzen!) gingen wir heute morgen an Bord und schipperten in gut 3 Stunden die Bay of Islands einmal ab: zuerst Russel, dann an ein paar Vogelinseln vorbei zu einem Gewässer mit hoher Wahrscheinlichkeit, ganz besondere Freundchen zu treffen...
Und ja, da waren sie! :D Delphine!!! Gaaanz viele, die neben dem Boot herschwammen, und sogar unten drunter! Als ich mich waghalsigst vorne über die Rehling beugte, präsentierten sich mir bis zu vier dieser beeindruckenden Tiere, die anscheinend eine Mordsgaudi dabei hatten, mit dem Schiff um die Wette zu schwimmen und dabei richtig Tempo draufhatten. Ohne Zahlenangabe, aber so schnell kann ich mitm Radl glaub nicht mal bergab werden! Wahnsinn :D Und als besonderen Freundschaftsgruß interpretierte ich den Luftsprung eines Delphins, der sich dabei halb um sich selbst dreht, seinen weißen Bauch zeigte und sich auf dem Rücken wieder ins Wasser platschen ließ ;-) Hab nur ich gesehen, weil die anderen grad auf der anderen Seite waren *g*
Weiter ging die Fahrt sodann vorbei an einem Haufen schwarzer Lavabrocken, mitten in der Bucht, an denen man ganz genau die einzelnen Lava-Säulen erkennen konnte (s. Photos). Nach dem sehnsüchtigen Betrachten einer dem typischen Traumstrand zu aller Ehre gereichenden Bucht auf irgendeiner dieser so zufällig hingewürfelten Inseln und dem Bedauern, dass es 10°C zu frisch war, nahm der Captain Kurs auf's mehr oder weniger offene Meer zum "Hole in the Rock".
Ein Loch, ein Tunnel quasi, in einer 147m hohen Klippeninsel am Westzipfel dieser Halbinsel. Und wir mittendurch ;-) Aufgrund des fehlenden Weitwinkelobjektivs wurden die Photos leider nicht so toll, also übt Nachsicht mit mir... Ein weiterer Wahnsinnsanblick jedenfalls!
Hiernach wurde mein bayerischer Magen abermals von den wilden pazifischen Wogen, die durchaus angsteinflößende Höhen erreichten, auf's Extrem getestet (lieber Papa, an dieser Stelle sei angemerkt - das wär nix für Dich gewesen *g*) uuuuuuund - bestand den Test! Zwar schaukele ich immer noch so ein bisschen, aber es war Birte, unsere Schleswig-Holsteinerin, die seekrank wurde, während ich in bester Abenteurerlaune an der hintesten Ecke stand und mich auf jeden nächsten Schaukler freute. Fies, irgendwie - aber allzu weit war ich anfangs vom Bedürfnis, mir mein Frühstück nochmal durch den Kopf gehen zu lassen, auch nicht entfernt :p
Wieder festen Boden unter den Füßen schlugen wir uns mit unserem tapferen Nissanmietwägelchen durch's Hinterland des Northlands, genossen die wunderbare Aussicht auf die tasmanische See auf der anderen Seite des Landes und statteten meinen liebgewonnen Kauris nochmal einen Besuch ab. Ab dort saß ich dann am Steuer, und Peter kommentierte das nur mit einem trockenen: "Gut, dass die Serpentinenstraße hier von unsrer Bayerin gefahren wird, die scheint das zu können" *g*
Etliche Kilometer später die Ankunft in Auckland, ein kurzes Spaghetti-Intermezzo und nun diese Email - ich bin müde! Morgen um 7:00 ist Abfahrt Richtung Süden, nach Waitomo, Rotorua und zum Lake Taupo. In diesem Sinne, GuteN8!
Allerliebste Grüße,
eure im falschen Jahrhundert geborene Entdeckerin
francesca la bellissima
Nicht wundern, bitte ;-) Wir sind für eine Nacht in Auckland, da es sich so ergeben hat und wir den "Heimvorteil" einer kostenlosen Übernachtung natürlich ausnutzen wollten *g*
Wir waren in der Bay of Islands, gestern in Russel (der 1. Hauptstadt Neuseelands, da [auch] hier Captain Cook gelandet ist) - einer superhübschen kleinen ordentlichen Ministadt (wie im Film, wirklich!) mit weißen Ami-Style-Häuschen, sind auf das dortige Hügelchen spaziert, haben uns die Bay angeschaut, sind auf der anderen Seite wieder runter und zum "Long Beach" marschiert, wo Birte eine abartig krasse riesige Muschel, also eigentlich Seeschneckenhaus gefunden hat! Das Ding hat die Größe einer Netzmelone und ist der Hammer - zwei Neuseeländer kamen vorbei, als wir gerade den Fund bewunderten und meinten komplett neidisch, sie spazierten nun schon seit Jahren an NZs Stränden und hätten noch nie so etwas gesehen, das Dinge käme wohl aus Richtung Fidji oder so ;-)
Ob das das Zeichen ist, dass ich da doch noch hinmuss?
Nach einer bequemen Nacht in einem sehr netten Backpacker (auf richtig guten Matratzen!) gingen wir heute morgen an Bord und schipperten in gut 3 Stunden die Bay of Islands einmal ab: zuerst Russel, dann an ein paar Vogelinseln vorbei zu einem Gewässer mit hoher Wahrscheinlichkeit, ganz besondere Freundchen zu treffen...
Und ja, da waren sie! :D Delphine!!! Gaaanz viele, die neben dem Boot herschwammen, und sogar unten drunter! Als ich mich waghalsigst vorne über die Rehling beugte, präsentierten sich mir bis zu vier dieser beeindruckenden Tiere, die anscheinend eine Mordsgaudi dabei hatten, mit dem Schiff um die Wette zu schwimmen und dabei richtig Tempo draufhatten. Ohne Zahlenangabe, aber so schnell kann ich mitm Radl glaub nicht mal bergab werden! Wahnsinn :D Und als besonderen Freundschaftsgruß interpretierte ich den Luftsprung eines Delphins, der sich dabei halb um sich selbst dreht, seinen weißen Bauch zeigte und sich auf dem Rücken wieder ins Wasser platschen ließ ;-) Hab nur ich gesehen, weil die anderen grad auf der anderen Seite waren *g*
Weiter ging die Fahrt sodann vorbei an einem Haufen schwarzer Lavabrocken, mitten in der Bucht, an denen man ganz genau die einzelnen Lava-Säulen erkennen konnte (s. Photos). Nach dem sehnsüchtigen Betrachten einer dem typischen Traumstrand zu aller Ehre gereichenden Bucht auf irgendeiner dieser so zufällig hingewürfelten Inseln und dem Bedauern, dass es 10°C zu frisch war, nahm der Captain Kurs auf's mehr oder weniger offene Meer zum "Hole in the Rock".
Ein Loch, ein Tunnel quasi, in einer 147m hohen Klippeninsel am Westzipfel dieser Halbinsel. Und wir mittendurch ;-) Aufgrund des fehlenden Weitwinkelobjektivs wurden die Photos leider nicht so toll, also übt Nachsicht mit mir... Ein weiterer Wahnsinnsanblick jedenfalls!
Hiernach wurde mein bayerischer Magen abermals von den wilden pazifischen Wogen, die durchaus angsteinflößende Höhen erreichten, auf's Extrem getestet (lieber Papa, an dieser Stelle sei angemerkt - das wär nix für Dich gewesen *g*) uuuuuuund - bestand den Test! Zwar schaukele ich immer noch so ein bisschen, aber es war Birte, unsere Schleswig-Holsteinerin, die seekrank wurde, während ich in bester Abenteurerlaune an der hintesten Ecke stand und mich auf jeden nächsten Schaukler freute. Fies, irgendwie - aber allzu weit war ich anfangs vom Bedürfnis, mir mein Frühstück nochmal durch den Kopf gehen zu lassen, auch nicht entfernt :p
Wieder festen Boden unter den Füßen schlugen wir uns mit unserem tapferen Nissanmietwägelchen durch's Hinterland des Northlands, genossen die wunderbare Aussicht auf die tasmanische See auf der anderen Seite des Landes und statteten meinen liebgewonnen Kauris nochmal einen Besuch ab. Ab dort saß ich dann am Steuer, und Peter kommentierte das nur mit einem trockenen: "Gut, dass die Serpentinenstraße hier von unsrer Bayerin gefahren wird, die scheint das zu können" *g*
Etliche Kilometer später die Ankunft in Auckland, ein kurzes Spaghetti-Intermezzo und nun diese Email - ich bin müde! Morgen um 7:00 ist Abfahrt Richtung Süden, nach Waitomo, Rotorua und zum Lake Taupo. In diesem Sinne, GuteN8!
Allerliebste Grüße,
eure im falschen Jahrhundert geborene Entdeckerin
francesca la bellissima
Samstag, 25. August 2007
*hach* Hab ich schon erwähnt, dass ich Überraschungen liebe? =)
Tena koutou!
Kai te pewhea koutou?
Das war: Maori.
Dreimal dürft ihr raten, was es heißt 
Heute war der erste Tag meines "spring break"s, den wir mit unserem Business Plan verbracht haben und dessen wunderwarme Sonnenstrahlen deshalb leider ungenutzt auf die Palmen vor unserer Residenz mit Bahnhofsvergangenheit fielen... Aber morgen Abend ist unsere persönliche Deadline, weshalb ich mich in der kommenden Woche einem intensiven Shoppingausflug [Anm. d. Autorin: keine Clichees, bitte! Mit einem Laptoprucksack kann man keine tagelangen Wanderungen unternehmen! Das geht organisatorisch wie stiltechnisch einfach nicht
] auf dem Broadway Aucklands widmen werde sowie einer Rundreise über die Nordinsel :)
Jener Ausflug wird Peter, Philipp, Birte und mich voraussichtlich an alle essentiellen Touristenlokalitäten in den Districts Northland, Rotorua, Waitomo und wie sie alle heißen, führen und uns solch beeindruckende/interessante/keine-Ahnung-wie-ich-es-beschreiben-soll-ich-war-ja-noch-nicht-dort-artige Stätten wie den nördlichsten Punkt Neuseelands offenbaren. Die genaue Reiseroute muss erst noch ausgearbeitet werden - doch mit meinem im Sonderangebot erstandenen, lang ersehnten Lonely Planet Reiseführer bin ich exzellent gewappnet und auf alles vorbereitet *g*
Voraussichtlich am Dienstag in der zweiten Ferienwoche bin ich dann wieder zurück in der Zivilisation und kann mich ungestört, hemmungslos und hoffenlich auch hochmotiviert der Vorbereitung auf einen weiteren Midterm Test und der Kreation eines weiteren Assignments hingeben. Suboptimales Zeitmanagement!
Meine Prüfungstermine stehen auch schon fest: 3 Exams in einer Woche :p
Was ich seit den letzten Kiwi-Neuigkeiten so alles erlebt habe?
- eine original italienische Bäckerei ausfindig gemacht
- Aucklands Nachtleben auf seine Tauglichkeit untersucht: die Bar3 am Fuße des SkyTowers ist ein super-schicker Club mit den beeindruckendsten und nobelsten "restrooms", die mein Auge je erblickte - und die Jazzband war der helle Wahnsinn! Unsere illustre Gesellschaft bestehend aus 3 Engländer(inne)n, 1 Japanerin, 1 Österreicher, 3 Amerikanerinnen, 1 Holländer, 1 unbekannt, Philipp, Tobi und meiner Wenigkeit (Dtl
) zog dann weiter ins Margheritas, wo es das Bier literweise in Plastikmessbecher gab... Welch grausame Sitte! Aber für $5 konnten wir dann irgendwann doch über diese Unsitte hinwegsehen *g*
Zudem war die Stimmung einsame Spitze, und die Temperaturen dank der eifrigen Klimaanlage keineswegs schweißtreibend. Das Kompliment des Abends bekam ich von einem Südamerikaner, der mir seine Herkunft partout nicht verraten wollte, und mich erst eine viertel Stunde lang damit aufzog, dass Deutsche ja so langweilig wären und so weiter - und nach einem kleinen Tänzchen mit mir dann verwundert fragte: "Are you still sure you're German???" ... Auf meinen wiederum verwunderten Blick meinte er etwas irritiert: "Because you really don't dance like a German"... XD
Zudem war die Stimmung einsame Spitze, und die Temperaturen dank der eifrigen Klimaanlage keineswegs schweißtreibend. Das Kompliment des Abends bekam ich von einem Südamerikaner, der mir seine Herkunft partout nicht verraten wollte, und mich erst eine viertel Stunde lang damit aufzog, dass Deutsche ja so langweilig wären und so weiter - und nach einem kleinen Tänzchen mit mir dann verwundert fragte: "Are you still sure you're German???" ... Auf meinen wiederum verwunderten Blick meinte er etwas irritiert: "Because you really don't dance like a German"... XD
Dazu brauche ich ja nichts mehr sagen, oder? *g*
- einige in zweifacher Hinsicht atemberaubende Joggingausflüge an der Ostküste Aucklands entlang gemacht - mit der beleuchteten Skyline im Hintergrund und dem rauschenden Meer neben einem kann sogar Laufen Spaß machen
An dieser Stelle ein allerliebster Gruß an meinen Lieblingslaufpartnerdinolino: Du müsstest echt mit dabei sein!!
- einen roommate gefunden: er heißt Baumi II.! Und dreimal dürft ihr raten, was oder wer er/sie/es ist! Herdenmitglieder haben nur einen Versuch
- eine Schokoladenlieferung aus der Heimat erhalten (nochmal vielen Danke an den Absender)
- mich bei facebook.com angemeldet (... wo auch noch Platz für weitere Anmeldungen ist *g*)
Das war's von meiner Seite - lasst mal was von euch hören!
Cheers & pfiad's eich,
eure überglückliche Franzi(ska)
Überglücklich? Moment.... habe ich etwa etwas zu erwähnen vergessen.... ?
"Überglücklich" ist bei Weitem nicht ausreichend, um meine haltlose Begeisterung auszudrücken, die ein einziges Flugticket auslösen kann. Ein Flugticket, das noch nicht einmal auf meinen eigenen Namen ausgestellt ist! Obwohl es davon immer mehr gibt. Aber nein, es ist ein Ticket von Singapur nach Auckland! Mit einem elftägigen Aufenthalt in Aotearoa!
Wahnsinn.
Nicht in Worte zu fassen.
Nicht einmal für mich!
Unbeschreiblich! Ich hab mich so gefreut, dass ich gleich gar keine Luft mehr bekommen hab und nichts tun konnte außer mich freuen und über das ganze Gesicht strahlen, für Stunden, die ganze Nacht über! Und immer noch, wenn ich daran denke!
:D
Montag, 13. August 2007
Einen wunderschönen guten Morgen/Abend allerseits!
Glücklich ein paar "White & Dark Choc Cookies" mampfend und ein wenig erledigt von meinem einstündingen Jogging-Ausflug entlang der Ostküste (mit glitzernder Skyline, Wahnsinn!) sitze ich an meinem Schreibtisch und informiere euch hiermit über die brandaktuellen Ereignisse in Aotearoa:
Am Wochenende stand endlich mein erster ordentlich Ausflug auf dem Programm - ein Zweitagestrip in den Norden der Insel. Eingeladen hatten mich Sabine, Daniela und Isabel, die auch gleich die Route geplant und ein Mietwägelchen organisiert hatten. Ein weißer Toyota Starlet wurde unser Reisebegleiter und brachte uns trotz anfangs sehr verwirrendem Linksverkehr sicher an die diversen Ziele, die da lauteten: The Dome Forest, Baily's Beach, Dargaville, Trounson Kauri Park und Waipoua Kauri Forest.
In ersterem wagten wir uns auf eine 3-Stunden-Runde, die sich nach 40 Minuten auf dem nächsten Wegweise allerdings als eine 4-5-Stunden-Runde entpuppte, mit dem ausdrücklichen Hinweis "nur für geübte Wanderer mit festem Schuhwerk". Da zudem die Wolkendichte rasant zunahm und wir uns unserer Kondition nicht so wirklich sicher waren, kehrten wir nach dem (etwas enttäuschenden) Lookout wieder um und erreichten das Auto gerade noch rechtzeitig vor dem großen Regen.
Aufgefallen: die Farne! Erreichen hier Ausmaße, auf die jeder Christbaum neidisch wäre - teilweise so groß wie der typische Apfelbaum...
Die nächste Etappe war das Dargaville Kauri Museum, wo es allerhand Wissenswertes, hübsch Anzusehendes und auch manch Langweiliges zu sehen gab - das Herzstück des Museums ist vermutlich eine Längsscheibe eines riesigen Kauribaumes, die ein erstes Gefühl der beeindruckenden Größe der Kauris vermittelte.
Vor dem Abstecher zur Tasmanischen See machten wir noch an einem Fluss halt, dessen Namen ich leider vergessen hab, und der überhaupt nicht wie ein Fluss aussah: schlammbraun und vom stürmischen Wind aufgewühlt und voller Wellen, dazu ziehmlich breit - siehe Fotos
Baily's Beach begrüßte uns ebenso stürmisch, und meine erste hautnahe Begegnung mit neuseeländischem Sandstrand verlief nicht wirklich urlaubswürdig, eher dokumentarfilmverdächtig: riesige Wellen (die vermutlich das Herz eines jeden braun gebrannten Surfers mehr als nur höher schlagen ließen ^^) brandeten an den Strand, ein wahnsinniger Wind pfiff uns um die Ohren und die Sonne glitzerte im abfließenden Wasser eines kleinen Bächleins, der einen ganzen Strandabschnitt mit einer hauchdünnen Wasserschicht überzog, mit jeder Kitschpostkarte um die Wette.
Der Strand ist der längste mit dem Auto befahrbare in ganz NZ, aber uns war das von der Autovermietung leider nicht gestattet... :p Jedenfalls war er lang genug, dass der Horizont in beide Richtungen die Sichtgrenze darstellte - wirklich ein Paradedrehplatz für jeden Piratenfilm oder Reiseveranstalterwerbespot
Im Angesicht der nahenden Dämmerung setzten wir unsere Reise fort und visierten unser Nachtquartier an: irgendwas-Farm Backpacker, dessen Zufahrt so geschickt versteckt ist, dass wir dreimal daran vorbeifuhren ^^" Dort wurden wir auf zwei "Twin rooms" aufgeteilt und bekamen auch gleich ein elektrisches Miniheizlüfterchen von der Dame des Hauses. Spaghetti mit Tomatensauce, und dann geschah es!
Haltet euch fest!
Kaum zu glauben.
Wirklich!
Nämlich:
Ich konnte die anderen (wohlgemerkt eine Kölnerin mit ausgeprägten Vorurteilen gegen meine geliebte bayerische Heimat und eine Spanierin sowie eine Bayerin, die schon mal davon gehört hatte) überzeugen, das unbestritten königlichste aller Kartenspiele zu erlernen!
Schaaaaaaaaaaaaaaaaaaafkopf :D *funkelnde Augen bekomm*
Und mit Händen und Füßen und haarsträubenden Übersetzungsversuchen (probiert das mal mit allen Synonymen für die Schell Ass ^^) gelang es mir tatsächlich, Begeisterung zu wecken - trotz der anfängenlichen hartnäckigen Weigerungen und Missgefallensbekundungen wie "that's so crazy!" "what the ... " "sheep head?!? oh you guys are weird" etc
Eine Wiederholung des internationalen Schafkopfkonvents ist fest geplant
Eine kurze und kalte Nacht später führte uns unser Weg zum Trounson Kauri Park, wo wir den ersten Riesen des Waldes begegneten. Gleich der erste demonstrierte uns eine neben der Größe weitere typische Eigenheit des Kauris an sich: nichts Böses ahnend läuft man mit einigermaßen wachem Blick durch den Wald -- und findet sich plötzlich unvermittelt wenige Meter von einem jahrhundertealten Urwaldriesen wieder!
Ohne jegliche Vorwarnung tauchen sie auf und rauben einem gewissermaßen den Atem - denn wann trifft man schon ein Lebewesen, das größer ist als das durchschnittliche deutsche Reihenhaus, eine ganze Straße voll von ihnen mit Baumaterial versorgen könnte und in etwa so alt ist wie das Christentum?
Die wahrhaft Ehrfurcht erweckenden Kauris besichtigten wir dann einige Kilometer auf einer Schotterstraße bzw. einer Serpentinenstraße, wie sie wilder nicht mehr sein könnte, weiter im Waipoua Kauri Forest. Nur wenige Minuten von der Straße entfernt stehen die "4 Sisters", eigentlich ein Baum, der allerdings schon am Wurzelstock 4 gleich große Stämme entwickelt hat und irgendwie ein bisschen verwirrend wirkt... Der "Vater des Waldes", Te Matua Ngahere, ist der älteste und größte (im Umfang) Kauri und hat leider seinen letzen großen Ast verloren, als ein anderer Baum dem Sturm zum Opfer und auf ihn fiel. Dennoch einfach der Wahnsinn! (für die Forstinteressenten unter euch: ca. 200m³)
Der nächste botanische Höhepunkt: Tane Mahuta, "Lord of the Forest" - nur wenige Minuten weiter. An dieser Stelle erlaube ich mir wikipedia zu zitieren:
"Dieses Exemplar weist eine Gesamthöhe (mit Krone) von 51,5 Metern bei einem Stammumfang von 13,8 Metern auf. Die Stammhöhe vom Erdboden bis zum Kronenansatz beträgt 17,70 Meter, das Stamm-Volumen 244,5 m³.
Das Alter des Tane Mahuta wird auf zirka 2000 Jahre geschätzt, womit er der älteste (bekannte) Kauri ist." (Retrieved August, 13th, 2007, from http://de.wikipedia.org/wiki/Neuseel%C3%A4ndischer_Kauri-Baum)
Da fühlt man sich schon ein bisschen mickrig...
Auf der Rückfahrt legten wir noch ein Päuschen an den Kai Iwi Lakes ein,
das allerdings aufgrund der non-existenten Essensvorräte und des
exorbitanten Hungers nur sehr kurz ausfiel
Das war das Wochenende.
Sonst gibt's nicht so viel Neues: das Wetter gleichbleibend
frühlingshaft, die Uni gewohnt anstrengend und Assignments sowie die erste Klausur
aufbietend, ein wachsender Bekanntenkreis und noch keine Ahnung, was ich in den
Ferien in 2 Wochen machen werde :)
In diesem Sinne,
bis bald!
Cheers & allerliebste Grüße,
francesca
PS: Viel Glück ähh Erfolg für's Physikum an alle Betroffenen!
PPS: Schöne Ferien
PPPS: ich freu mich immer über Post *g*
Dienstag, 31. Juli 2007
Tena koutou!
Nach 8 Tagen in Auckland nun die neuesten Neuigkeiten :)
Die Uni: Der Campus erstreckt sich über mehrere Straßenzüge und ist durchaus groß genug, dass man sich wunderbar darauf verlaufen kann und die 10 Minuten zwischen den Vorlesungen vor allem in der ersten Woche mehr als nötig waren, um den nächsten Hörsaal zu finden
Im Gegensatz zur Elite-TU, wo wir armen Elite-BWLer so ziehmlich den letzten Winkel belegen, wird den Business Students hier an der "Number 1 University of NZ" derzeit ein funkelnagelneues Gebäude gezimmert, das nur als Glas zu bestehen scheint, und in dessen Untergeschoss die ultimativ komfortablen, kinosesselbbestuhlten Hörsäle bereits in Benutzung sind - selbstverständlich funktioniert auch die obligatorische Klimaanlage schon, die Pulli + Jacke selbst bei frühlingshaften Temperaturen draußen unumgänglich macht... *brrr* Die Profs sind größtenteils wirklich einsame Spitze - unterhaltsam, kompetent, witzig, und haben leider auch ganz schön hohe Anforderungen: nächste + übernächste Woche ist ein Assignment fällig, in 3 Wochen dann die erste Klausur :p
Mensa gibt es keine, was in Anbetracht der eher dubiosen und für europäische Mägen eher ungewohnten Essensgewohnheiten, die in der Tat ein wenig englisch anmuten, vielleicht gar keine so große Katastrophe ist
Die Fastfoodläden auf dem Campus sind auch eher nur fetttriefende Notfallnahrungsaufnahmestätten, aber der Starbucks 10 min von der Uni entfernt versorgt auch das müdeste Studentchen stets mit heißer Schoki u.ä. :)
Kommen wir also zum Wichtigen - Das Essen:
Selbst nach ausgiebigster Suche habe ich bislang noch kein vernünftiges Brot gefunden, aber immerhin gibt es so etwas ähnliches wie Mischbrot, wenngleich auch in Toastkonsistenz :p Faszinierend finde ich immer noch, dass jedes, aber wirklich jedes Lebensmittel so wahnsinnig gesund ist! Alles "low fat" oder gar "fat free", mit "no Trans-Fatty Acids!" aber dafür ganz viel "high in fibre!" und "high protein", damit man auch eine "healthy digestion", "shimmering hair" hat und das allertollste: mit Kellog's All Bran kann man "glow with vitality on the outside!"
Wahnsinn, wirklich! Es gibt nichts, das nicht schön, schlank, klug und begehrenswert macht :) Ach, und ich dachte immer, noch besser kann ich niemals werden... *dashübsche,NasehochreckendeKöpfchenschüttelnd* Man lernt eben nie aus!
Die Stadt: Eine immer noch merkwürdige Mischung aus hässlich, voller Abgase und Lärm sowie unheimlich viel Grünzeug, Palmen, 2 Ozeanen, beeindruckenden Wolkenkratzerchen (vor allem nachts hübsch anzuschauen) und coolen Leuten! Die sind teilweise so cool, dass sie bei 11-15°C ohne Bedenken FlipFlops und Shorts tragen, ohne auch nur die Miene zu verziehen. Die FlipFlopträger sind bei den unangekündigten gewaltigen Regenschauern, durchaus mit einer Standard-nicht-Wasser-Spar-Dusche vergleichbar, natürlich gut dran. Wirklich der Härtetest schlechthin für meinen ultralight-Tchibo-Mini-Knirps, der sich bislang aber sehr tapfer schlägt
Des Weiteren wurde ich am Donnerstag von einigen Kommilitonen zum Herr-der-Ringe-Gucken ins "Uni Lodge" nebenan einladen, eine Art privates Wohnheim, das vermutlich utopische Mietpreise aufweist, dafür allerdings auch ein Minikino mit ca. 16 Plätzen zu bieten hat
Freitag Alternativprogramm: Irish Pub in Parnell, und voller Begeisterung über das generelle Rauchverbot hab ich mich nicht mal über die Bierpreise von 7.80$ geärgert *g* Gestern stießen wir dann auch auf akzeptabel mundenden Gerstensaft für nur 5$, was den Kinoabend erfolgreich abrundete :)
Idyllischerweise höre ich bei offenem Fenster übrigens neben dem Vogelgezwitscher auch mindestens einmal täglich US-Serien-Clichee-typisches Sirenengeheul von der Küstenstraße, wo die Knipser anscheinend besonders gerne stehen (oder vielleicht gibt es hier tatsächlich so viele bewaffnete Raubüberfälle???)...
Noch etwas Wissenswertes: "Kiwi" ist die Bezeichnung für "neuseeländisch" oder auch die Neuseeländer an sich; das Obst ist nur gemeint, wenn man von "kiwifruit" spricht
So, genug der Worte...
Allerliebste Grüße von der Insel!
francesca
PS:
@Herde: keep your nose up!
@Janni: schee bleed isch au schee!
Sonntag, 22. Juli 2007
Ich bin daaaaaaaaaaaa! :)
Aloha alle miteinander!
Allerliebste Grüße vom Ende der Welt!
Ja, ich bin da. Wahnsinn!
Die Geschichte meiner Reise in Etappen:
Flug MUC-Dubai: der wohl engste Platz im ganzen Airbus A320, neben einem tiefschlafenden Araber, hinter einem auf beide Sitze ausgebreiteten Araber, der mit einer an Größenwahn erinnernden, mehr als anmaßenden Unverschämtheit diese beide Sitze so weit wie möglich nach hinten klappte, so dass mein Nachbar sich wohl oder über in die Breite breit machen musste und mir kaum noch genügend Platz bot...
Meine unwillige, Missfallen bekundende Bemerkung, ob er nicht ein bisschen weiter vorrücken wolle, quitierte der vordere lediglich mit einem seeligen Schnarchen, das die 6 Stunden bis Dubai nicht enden sollte.
Dubai Airport: Kennenlernen einer Landsmännin, die aus ihrem Tansaniaurlaub zurückkam und mir gleich "das beste Eis hier" zeigte - was meinem eh noch ein wenig mulmigen Bauch nicht allzu zuträglich war... Die 3 Stunden bis zum Weiterflug verbrachte ich also auf Deutsch, und nach 3 nicht enden wollenden Warteschlangen landete ich mehr oder weniger wohlbehalten im Checkin-Bereich und saß unserem nächsten Vehikel, einem Airbus A340-500 direkt gegenüber, Auge in Auge sozusagen.
Und als hätte das Fliegerchen meine inständigen Wünsche erhört, war es - Überraschung! - komfortabel, zwar voller quengelnder Kinder, aber wirklich eine meilensteinige Verbesserung zum vorherigen Transportmittel
Beim Einsteigen rieselte kalte Luft aus der Klimaanlage, deren Temperatur von etwa -25°C man an den Eiskristallen darin wunderbar erkennen konnte! *brrrr*
Die 14 Stunden Flug wurden mir relativ kurzweilig gestaltet durch einen unaufhaltsam quasselnden, ursprünglich aus Holland stammenden und nun in Whitianga lebenden putzigen "älteren Herren", dessen Lebensaufgabe allein im Marmeladekochen zu bestehen scheint
Ihr glaubt nicht, woraus man alles jam und gellies machen kann...
Aber er wirklich nett, und als ich dann demonstrativ meinen Kopf aufs Kissen bettete, hörte auch der Redeschwall schließlich auf...
Der Flugzeugfraß war deutlich besser als das vorherige "mystery meat of the day", und mein Vorsitzer verfolgte eine sehr angenehme Rücklehnpolitik, was die Ewigkeit bis Melbourne einigermaßen erträglich gestaltete.
In Melbourne wollte ich endlich den neuen HarryPotter erstehen, musste aber bedauerlicherweise feststellen, dass ich meiner Zeit um 5 Stunden voraus war. Ein ausgiebiges Zähneputzen und kurzes Pass-und-Boarding-Pass-kontrollieren-Lassen später ging's wieder an Bord, selber Flieger, frisch geputzt, neue Crew - und über die Tasmanische See nach NZ!
In Auckland durfte ich mehr als eine Stunde inmitten wild debattierender Asiaten, einer streitenden englischen Familie, betroffen dreinguckender amerikanischer Mädels und sich außerordentlich cool fühlender Jungs vor der Passkontrolle warten, wo mir dann schließlich der Beamte lauter dämliche Fragen stellte (auf mein STUDENT VISUM starrend: "so, do you have a student permit?" ... "what do you study?" etc.) und mich schließlich Richtung Koffer entließ. Diesen musste ich noch kurz auf eventuelle Unerlaubtheiten röntgen lassen und steuerte sogleich meinem deutschsprechenden Abhol-Studenten entgegen, der mich nach einer herzrasenverursachenden Fahrt auf der verkehrten Straßenseite am Railway Campus, meinem Wohnheim absetzte.
Von außen sehr beeindruckend (s. Foto) und auch innen in den Vorhallen, ehemaligen Warteräumen und self-cooking-area noch einigermaßen hübsch und ansprechend, versetzte mir dieses Gebäude den wohl größten Schock bislang: mein Zimmer war eine Katastrophe - absolut kahl, Tesareste an den Wänden, wacklige Tür, ein Bett, das selbst für Ikeamaßstäbe keine Qualität mehr darstellt, und ich ganz allein in diesem Land voller Regen! Krasse Sache.... 
Naja, dem pragmatischen Teil in mir folgend, konzentrierte ich mich wieder auf das nackte Überleben und steuerte Richtung Innenstadt, wo ich zu allererst eine Bettdecke und Bettzeug erstand, einen Adapter, ein LAN-Kabel, ESSEN und was man halt so braucht... Eine heiße Dusche (verdammt heiß, ich bin doch kein Hummer!!!) und ein bisschen Atemholen später, begab ich mich zum "Ladies' Heritage Waiting Room", der das Fernsehzimmervorzimmer darstellte, kritzelte ein bisschen in mein Moleskine-Büchlein (danke nochmal
) und beschloss dann, mich auf die Suche nach irgendwelchen netten Leuten zu machen, damit ich nicht mehr ganz so allein wäre.
10m später wurde ich auch schon zum Risiko-Spielen eingeladen und beeindruckte erstmal die 5 Jungs (keine Angst, Schatz, alles keine Konkurrenz für Dich
): den Engländer John, den Chinesen Harold, den (?) (?) [beides komplett unverständlich, ich tippe auf Chammman aus Tunesien oder so
), den Argentinier Pablo und den Malayen Chai. Sehr witzig, muss ich sagen... Alle tippten auf "Law" als meinen Studiengang, "because you're from Germany, all Germans study law!"...
Bevor ich schließlich totmüde ins Bette kippte, schaffte ich sogar noch, zugegebenermaßen mit tatkräftiger Unterstützung meiner Mitbwohnerin Nummer 1, Krissy aus den USA, den elektrischen Heizer anzubekommen, der allerdings nach 2 Stunden automatisch ausgeht, aber hübsch warm macht...
Heute also bin ich die gefühlten 100000000000 Stufen zum Campus hochgelaufen (das Wohnheim liegt 5 min vom Hafen weg) und über den riesigen, von mehreren chaotischen Straßen durchzogenen Campus gesteuert - Wahnsinn! Lauter Palmen (im Winter), kalter Wind + heiße Sonne, hübsche weiße Gebäude neben eher TU-typischen Zweckbauten, hunderte von Spatzen, Amseln und keine Ahnung was für weiteren Flugviechern (was bei uns übrigens Tauben sind, sind hier Möwen - schon ein bisschen sympathischer! ^^) und wirklich viele Möglichkeiten, sich zu verirren *hihi*
Das Resümee bislang: das Leitungswasser stinkt schlimmer als jedes Freibad nach Chlor, die Leute sind tatsächlich immer freundlich und hilfsbereit, das Brot ist eine Katastrophe, es gibt Persil und Bonne Mamman Marmelade und die gleiche gelbe Scheuermilch wie bei uns, auf den zweiten Blick gleicht mein Zimmer zwar immer noch einem Bunker, ist aber dank der vielen Photos und meinem "Geraffel" gar nicht mehr so schlimm, und da ich seit einer halben Stunde ins Internet kann, ist quasi alles topfit!
Nun solltet ihr euch alle angesprochen fühlen, mir zu antworten! *hihi*
Mag alles wissen, was es bei euch Neues gibt!
Viel Erfolg an alle, die noch Prüfungen haben :)
Und nochmal mille saluti di Auckland!
francesca la bellissima
Abonnieren
Posts (Atom)