Soeben kehrte ich vom Flughafen zurück, hab brav das Mietwägelchen zurückgegeben und sitze nun etwas orientierungslos vor dem Schläppi.
Wo soll ich anfangen?
Ach ja, also vielleicht am Anfang.
Das langersehnte Wiedersehen am Freitag war bereits einer der absoluten Höhepunkte unseres Urlaubes ;-) Irgendwie ein filmreifes Gefühl, so mit Namensschild unter all den Wartenden in der vordersten Reihe zu stehen und verzweifelt den Hals nach Sebastian recken ;-)
Echt der Wahnsinn! Wenngleich das südostasienverwöhnte Temperaturempfinden Bastis nicht ganz konform ging mit der frischen Brise, die uns auf dem Mount Eden vom Pazifik her entgegenwehte... Mount Eden ist der höchste Punkt Aucklands und - was denn sonst? - ein Vulkan, dessen 50m tiefer Krater komplett grasbewachsen ist und den komplett wahnsinnigen Kiwis als kleine Herausforderung beim Joggen dient :)

Zum Dinner wurden sodann 800g Steak mit Kumara und neuseeländischem "Tui"-Bier serviert, die unvorstellbarerweise komplett vernichtet wurden *g*
Samstag morgens brachen wir auf zur Coromandel Peninsula, knappe 2 Stunden Autofahrt (Starlet der Erste, Automatik, elektr. Fensterheber, bis auf die Bremse quasi makellos) östlich von Auckland. Die Küstenstraße erfreute uns mit seltenen Sonnenstrahlen und perfekten Gelegenheiten zum Photoshooting [mehr Bilder s. picasa!].


Aufgrund des neuseelandtypisch unsicheren Wetters entschieden wir uns gegen eine längere Wanderung (was uns vor einigen Regengüssen bewahrte) und fanden dafür zufällig (?) einen Golfplatz, wo ein gewisser Grünsportfanatiker nicht widerstehen konnte und wir uns bei strahlendem Sonnenschein aufs Grün stürzten. Als der Sonnenschein immer mehr Regenwolken und Nieselnässe wich, verkrümelten auch wir uns wieder und gönnten uns nach dieser sportlichen Höchstleistung ein bisschen Fastfood.
Die Anwesenheit von ca. 20 ausgehungerten, vermutlich tollwütigen und äußerst respektlosen Möwen verursachte zwar eine leichte Panik meinerseits, doch der exorbitante Fettgehalt des Essens wirkte dann doch ein wenig beruhigend ;-)
Übernachtung in Whitianga, und Sonntag morgens ging's dann zum Hotwater Beach, wo man wunderbar in beschaulicher Gesellschaft von ca. 200 anderen Touris seinen gemieteten Spaten irgendwo in den Sand zwischen die Felsen rammt und eine Chance von 1:1000 hat, eine der heißen Quellen zu treffen... Erfolgreicher war dann meine Taktik: einfach abwarten, bis zwei Leute ihr gebuddeltes Loch verlassen und reinstellen - tadaaa! :D
Mit den Füßen im heißen Wasser, der Rest der Beine im kalten Pazifikwasser, und der Blick auf die zahllosen Surfer gerichtet, die an den Wellen sichtlich mehr Spaß hatten als all die hotwater-suchenden Touris *hihi*
Nach einer kleinen Kurvenfahrt und einer kurzen Wanderund erreichten wir danach Cathedral Cove, eine vom Meer ausgewaschene Höhle. Mit weniger Menschen sicherlich ein noch viel hübscheres Fleckchen! Aber auch so: Prädikat "wahnsinn" :)


Auch hier rückte das Nahrungsrestenotvernichtungsteam mit zwei Mann, äh, Möwen an, die den Blick nicht von uns ließen, während wir im Sand den Ausblick und unser Mittagessen genossen. Der Rückweg führte wieder durch subtropischen Urwald, wobei eine kleine, unscheinbare Abzweigung Spannung, Spaß und Schlammflecken mit sich brachte...
Nach kurzer Kaffeepause in einem verschlafenen Küstennest schlugen wir schließlich den Heimweg nach Auckland ein, um eine weitere Familienladung totes Rind zu verspeisen, ein bisschen laundry zu machen und für die "große Reise" auf die Südinsel zu planen...
Forsetzung mit Berichten über unsere Erlebnisse auf der Südinsel folgt bald!
Mittwoch will jedoch noch ein Assignment abgegeben werden, also vielleicht erst danach ;-)
Allerliebste Grüße in die Heimat und die ganze Welt,
francesca
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