Samstag, 6. Oktober 2007

Welch wundebare Wonnetage! [Teil 3: Südinsel contd.]

Mittwoch morgens schürten wir in unserem mittlerweile beinah schon liebgewonnenen Starlet (dessen Beifahrertüre in Kaikoura bereits nähere Bekanntschaft mit dem Bürgersteig geschlossen hatte ^^") zum Point Elizabeth Walkway, einem Wanderweg entlang der Küste mit atemberaubender Aussicht auf die tosenden Wellen der strahlend blauen Tasmanischen See, mit einem nicht weniger spektakulären Hintergrund voller schneebedeckter Berggipfel.
Wir kämpften uns mehr oder weniger durch schattigen Urwald, und stießen dabei immer wieder auf kleine Aussichtspunkte - echt der Wahnsinn! :) Der ozonunberührten Sonne wegen zippte ich auch recht bald die Hosenbeine meiner ungemein rattenscharfen Trekkinghose ab und fühlte mich fast wie ein "richtiger" Wanderer, so mit den Lowas und dicken Strümpfen, kurzer Hose und Merino-T-Shirt *hihi*

Da den Abenteurern in uns der Sinn nach ein wenig mehr Action stand, führte uns unser Trip als nächstes zu einem Quadbike-Verleih, der bedauerlicherweise nur guided tours anbot... Noch bedauerlicher war jedoch die Teilnahme einer vierköpfigen Kiwifamilie, die sich auf zwei Carts verteilte und uns anderen durch ständiges Steckenbleiben und diverse andere Fehlmanöver jegliche Chance auf Adrenalinschübe raubte -.-"
Wer jedoch meinen Liebsten kennt, kann sich sicher vorstellen, dass irgendwann unweigerlich die Frage nach einem etwas erhöhtem Tempo an unseren guide kam - und sodann auch gleich realisiert wurde! Leider war der Buckelpisten-Ausflug in hüfttiefe Bachbetten, Schotter und Geröll, Hügellandschaft, Wald und unzählige Schlammlöcher schon fast wieder vorbei.
Der Lacher des Tages ging bei der Rückkehr dann jedoch auf Kosten der beiden Kids, die unglücklicherweise wohl nicht immer über dem Schlamm-/Wasserspiegel gewesen waren *hihi*
Wie wir alle in Ölzeug und Gummistiefel gepackt, und von einer einzigen Schlammschicht bedeckt, die auch nicht vor Gesicht und Haaren haltmachte, wurden die zwei kurzerhand mit dem Wasserschlauch gründlich abgespritzt und boten das allertollste Bild von begossenen Pudeln, das ich je erlebt hab ;-) Schadenfreude? Nein, ich doch nicht...
Hier unser höchsterotisches Outfit:



Weiter ging es nach diesem nicht ganz so nervenkitzelnden Abenteuer Richtung Westport, wo auf halbem Wege die Punakaiki Pancake Rocks & Blowholes zu bewundern sind, laut Touri-Info "eines des letzten Geheimnisse der Natur". Geheimnis oder nicht, auf jeden Fall bestaunenswert - wenngleich das Timing suboptimal mit den Gezeiten abgestimmt war und wir die Blowholes leider nicht en action bewundern konnten. Die Felsformationen erhielten ihren Namen übrigens wegen ihrer auffallenden Ähnlichkeit mit gestapelten Pfannkuchen.
Hmm, dort war es dann wohl auch, wo ich einen bislang ungestillten Hunger auf Pfannkuchen entwickelt habe. Gottseidank machen wir morgen abend welche *hihi*


Eine Riesenkugel Vanilleeis, das eigentlich nur nach Sahne schmeckte, fuhren wir weiter, und das nächste Spaß versprechende Schild am Straßenrand sah dann so aus:


Da die Schotterpiste irgendwann einem nur noch mit Panzern befahrbarem Geröllfeld mit kleinwageninadäquaten Riesenschlaglöchern wich, beendeten wir diesen Ausflug in die Wildnis dann lieber freiwillig, bevor es ein Achsbruch o.ä. getan hätte ;-)
Kurz vor Westport schafften wir es dann gerade noch rechtzeitig bei Tageslicht eine weitere Robbenkolonie zu besichtigten. Charakteristisch für solche Begegnungen ist, dass man zuerst nur ein oder zwei dieser fetten grauen Klopse auf den Felsen liegen sieht - und bei jeder Änderung des Blickwinkels zig weitere erkennen kann :) Meine Volkszählung kam auf über 50 dieser possierlichen Tierchen, wurde allerdings durch gewisse Fluktuation ankommender und sich in die Fluten stürzender Viecher erschwert, sowie durch eingeschränkte Sicht hinter die Felsen. Saucool, wie grazil, antilopengleich und schlichtweg elegant die sich so über die Steine wälzen *g* irgendwie fürchtete ich, dass mir eines Tages auch keine andere Fortbewegungsmöglichkeit mehr bleiben würde, wenn der Steakkonsum auf dem Niveau dieses Urlaubes verbliebe...


Mehr Photos gibt's wie immer auf picasa, und die Fortsetzung folgt alsbald!
Cheers

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