Donnerstag, 4. Oktober 2007

Welch wundebare Wonnetage! [Teil 2: Südinsel]

So, hier bin ich wieder - ein Assignment und einen Shoppingmarathon später ;-) Sofern sie geöffnet haben, sind Auckland's Läden echt ein kleines Mekka für Strand- oder Surfklamotten... Ich hab mir schon überlegt, ob ich meine Surfkarriere mit dem Kauf einer Surfershorts einleiten soll, mich letztendlich dann aber doch für einen ganz normalen Bikini (u.a., versteht sich) entschieden :D

Nun aber zum Urlaubsbericht, vor die grauen Zellen schlappmachen:

Montag morgens, nein, für studentische Verhältnisse mitten in der Nacht, schürten wir mit dem Sternchen durch Aucklands einsame Straßen (welch Seltenheit!) und nahmen den 7:50-Flieger nach Christchurch.
Mein mühsam durch Bastis Verhandlungsgeschick erkämpfter Fensterplatz erwies sich leider nach kurzer Zeit als relativ sinnlos, da außer Wolken nichts zu sehen war... Unsere Befürchtungen bewahrheiteten sich leider - Regen in Strömen! Nicht gut... Während der Shuttlebus-Fahrt nach Christchurch (wieder zur Autovermietung, gratis, und mit einem in Britisch-Malaysia aufgewachsenen Fahrer, der uns supersympathisch unterhielt) wurden die Regentropfen immer weniger, und schließlich konnten wir trockenen Fußes die Bäckerei mit den besten Cookies ganz Neuseelands erreichen.
Wirklich der Wahnsinn, die Dinger! Per se von harmlosen Aussehen, bestehen sie zu einem Großteil aus Butter und sind das beste Mittel gegen Wetterdepression (erprobt + bewiesen!) ;-)

Wieder ein Starlet, diesmal allerdings zur besonderen Herausforderung mit manueller Schaltung, und mit einer netten Überraschung: als ich das Fenster öffnen wollte, hatte ich gleich einmal den Hebel in der Hand. Vertrauensbidlung sieht anders aus! *hihi*
Der erste Ziel war Hanmer Springs, ein Thermalkurort in den Bergen. Dort wärmten wir uns in den Freiluftthermalwasserbecken bei 36°, 37°, 38° und 39°C erstmal richtig auf und atmeten frische, nach Schwefel und anderen gesunden Mineralien stinkende Luft ein :)
Nächste Lektion: die kürzste Strecke ist nicht immer die schnellste! Auf dem Weg nach Kaikoura (an der Ostküste) bog Basti auf eine Landstraße ab, die auf der Karte "ganz normal" aussah... Jedoch entpuppte sie sich als komplett verlassene Bergstraße, mit wunderbarer Aussicht auf hunderte Hügel, Täler und Berge - aber ohne auch nur ein geradeaus führendes Stückchen ;-) Richtig romantisch-unheimlich wurde die Stimmung dann auch, als Nebel aufzog und wir ohne einem anderen Auto zu begegnen in der Dämmerung und schließlich im Dunkeln durch Wälder und Hügellandschaft fuhren. Das gibt's echt nur hier!

Aufgrund des konstant und hartnäckig kalten Regenwetters fiel das Planschen mit Delphinen wortwörtlich ins Wasser, ebenso wie Whale Watching. Dafür statteten wir der Robbenkolonie einen Besuch ab - voll toll! :)


Spontan dem Wetterbericht folgend und die bisherige Planung umschmeißend fuhren wir dienstags dann also nicht nach Norden Richtung Blenheim und Nelson, sondern wieder in die Berge, via Lewis Pass nach Greymouth an der Westküste.
Unterwegs fanden wir einen kleinen, aber dafür umso höheren Wasserfall mitten im Wald - echt hübsch =)
Fotogen wie wir sind, mussten natürlich auch hier die beiden Digicams um die Wette klicken, ebenso wie am panorama-bietenden Ausgangspunkt mehrerer Mehrtages-Tramping-Tracks, bei denen es mir wirklich schwer fiel, nicht loszulaufen, an einem in der Sonne glitzernden Flussbett und zu guter Letzt beinahe rechtzeitig in Greymouth zum Sonnenuntergang über der Tasmanischen See!


Unsere Unterkunft in Greymouth, "Global Village Backpacker", war auch schon fast ein Erlebnis für sich - eine bunte Mischung aus Aboriginee-, Maori- und afrikanischem Stil, mit lauter geschnitzen Masken, Wanderkarten, Holzkrokodilen usw. an den ockerfarben gestrichenen Wänden und dunklen Holzbalken. Zur vollen Authentizität durfte ich beim Betreten unseres Zimmers auch gleich noch ein überdimensionales Krabbelviech erlegen, über dessen abstoßende Ähnlichkeit mit einer Kakerlake ich gar nicht nachdenken wollte... Yummi!

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