Die Sonnenaufgangstour in Tikal holte uns um 4.30 Uhr morgens am Hotel ab und erstmal verbrachten wir wieder eine gute Stunde unterwegs. Da der archaeologische Park witzigerweise erst um 6.00 Uhr aufmacht, und die Sonne eine halbe Stunde vorher aufging, erlebten wir den vielgepriesenen Sonnenaufgang wartend im Bus vor der Schrank zum Nationalpark. Hatte auch was, immerhin haben wir eine Bande 10cm grosser Heuschrecken vor die Kamera bekommen.
Die Ruinen selbst waren, in Bastis Worten gesprochen, zwar irgendwie auch nur eine Menge Steinhaeufen, lagen aber wirklich mitten im Dschungel und boten genug Kurzweil fuer den Vormittag. Neben wirklich hohen Pyramiden, die u.a. den Maya Kalender beinhalten (Schatten faellt je nach equinox etc. auf ein bestimmtes religioeses Gebaeude, usw.) beeindruckte uns die Tierwelt: Bruellaffen, Spinnenaffen, wilde Truthaehne, Tukane, riesige pfauenaehnliche Voegel, komische Tiere, die aussahen wie eine Mischung aus Ratte und Ameisenbaer, und jede Menge Kriechgevieh sorgten fuer allerlei Unterhaltung.
Bei Gelegenheit gibt es Photos!
Donnerstag, 29. Juli 2010
Lanquin 3: Rafting!
So langsam muss ich mich beeilen, um die Berichterstattung auf den neuesten Stand zu bringen ;-)
Unser dritter Tag in Lanquin hielt ein besonders adrenalinhaltiges Schmankerl fuer uns bereit - Raften! Zusammen mit den beiden Kiwis Erin und Ivan sowie den beiden Englaenderinnen Kathy und Laura nahmen wir wieder einmal auf der Ladeflaeche eines Pick-Ups Platz, diesmal allerdings unter einem Schlachboot, das auf dem Dach montiert war. Ein kurzer Koffergriff, ueber die Bruecke, und das Boot war im Wasser, und wir erhielten eine kurze Einfuehrung.
Der Guide, ein Hollaender, der das wohl schon einige Zeit lang macht, und seine Freundin uebernahmen das Kommando an Bord, und Andrew den Part des "Swimming instructors" und Sicherheitskayakers. Erst auf dem Lanquin und dann weiter auf dem Cahabon River ging es schon gleich relativ zuegig los, und wir bekamen einen ersten Vorgeschmack auf die Stromschnellen, die uns noch erwarteten. Aufgrund der Saison und der starken Regenfaelle fuehrten beide Fluesse enorm viel Wasser (1.90m ue. n.), so dass das Limit unseres Hollaenders eigentlich ueberschritten war, um die "Rock´n´Roll"-Stromschnellen per Boot zu passieren. Er war jedoch von unserem Team derart angetan, dass wir uns die Sache einmal von oben anschauen gingen und als Team eine Entscheidung treffen sollten. Die Entscheidung war dann schnell getroffen, naemlich von ihm selbst ;-) auf in die Fluten!
Was von oben schon sehr, sehr halsbrecherisch aussah, war aus der Perspektive eines Paddlers im Schlauchboot (2. von vorne, rechts) dann auch echt der Wahnsinn. Links anpeilen, Vollgas paddeln, ins Boot springen, ducken und festhalten, auf des Hollaenders Kommando wieder auf den Arbeitsplatz, wieder mit Vollgas zwischen zwei grosse (!) Felsen zusteuern, und auf Kommando wieder ducken, Gewicht nach links und festhalten. Die Welle tauchte das halbe Boot unter Wasser und bescherte uns einige Sekunden Tauchgefuehl ohne Atemgeraet. Und soviel Adrenalin, dass es wohl einige Tage dauerte, bis das wieder abgebaut war. Einfach irre. Total Wahnsinn! :) Auf jeden Fall eines der besten Erlebnisse bisher.
Nach einem erholsamen Mittagessen am Ufer hiess noch ein halbes Stuendchen paddeln, und dann war das Vergnuegen auch schon wieder zu Ende.
Der naechste Tag bescherte uns ueber 8 Stunden im Minibus, um nach Flores im Norden Guatemalas zu kommen. Flores ist eine kleine Stadt auf einer exakt genauso kleinen Insel im Lago de Petén Itza, die zwar viele Hotels und Restaurants fuer Touristen bereithaelt, mir aber dennoch ziemlich gut gefallen hat.
Da Schlaf ja generell ueberbewertet wird, meldeten wir uns gleich abends noch fuer die Sonnenaufgangstour in Tikal (Mayaruinen) an - was sich leider als mittlerer Reinfall entpuppte. Dazu gleich mehr!
Unser dritter Tag in Lanquin hielt ein besonders adrenalinhaltiges Schmankerl fuer uns bereit - Raften! Zusammen mit den beiden Kiwis Erin und Ivan sowie den beiden Englaenderinnen Kathy und Laura nahmen wir wieder einmal auf der Ladeflaeche eines Pick-Ups Platz, diesmal allerdings unter einem Schlachboot, das auf dem Dach montiert war. Ein kurzer Koffergriff, ueber die Bruecke, und das Boot war im Wasser, und wir erhielten eine kurze Einfuehrung.
Der Guide, ein Hollaender, der das wohl schon einige Zeit lang macht, und seine Freundin uebernahmen das Kommando an Bord, und Andrew den Part des "Swimming instructors" und Sicherheitskayakers. Erst auf dem Lanquin und dann weiter auf dem Cahabon River ging es schon gleich relativ zuegig los, und wir bekamen einen ersten Vorgeschmack auf die Stromschnellen, die uns noch erwarteten. Aufgrund der Saison und der starken Regenfaelle fuehrten beide Fluesse enorm viel Wasser (1.90m ue. n.), so dass das Limit unseres Hollaenders eigentlich ueberschritten war, um die "Rock´n´Roll"-Stromschnellen per Boot zu passieren. Er war jedoch von unserem Team derart angetan, dass wir uns die Sache einmal von oben anschauen gingen und als Team eine Entscheidung treffen sollten. Die Entscheidung war dann schnell getroffen, naemlich von ihm selbst ;-) auf in die Fluten!
Was von oben schon sehr, sehr halsbrecherisch aussah, war aus der Perspektive eines Paddlers im Schlauchboot (2. von vorne, rechts) dann auch echt der Wahnsinn. Links anpeilen, Vollgas paddeln, ins Boot springen, ducken und festhalten, auf des Hollaenders Kommando wieder auf den Arbeitsplatz, wieder mit Vollgas zwischen zwei grosse (!) Felsen zusteuern, und auf Kommando wieder ducken, Gewicht nach links und festhalten. Die Welle tauchte das halbe Boot unter Wasser und bescherte uns einige Sekunden Tauchgefuehl ohne Atemgeraet. Und soviel Adrenalin, dass es wohl einige Tage dauerte, bis das wieder abgebaut war. Einfach irre. Total Wahnsinn! :) Auf jeden Fall eines der besten Erlebnisse bisher.
Nach einem erholsamen Mittagessen am Ufer hiess noch ein halbes Stuendchen paddeln, und dann war das Vergnuegen auch schon wieder zu Ende.
Der naechste Tag bescherte uns ueber 8 Stunden im Minibus, um nach Flores im Norden Guatemalas zu kommen. Flores ist eine kleine Stadt auf einer exakt genauso kleinen Insel im Lago de Petén Itza, die zwar viele Hotels und Restaurants fuer Touristen bereithaelt, mir aber dennoch ziemlich gut gefallen hat.
Da Schlaf ja generell ueberbewertet wird, meldeten wir uns gleich abends noch fuer die Sonnenaufgangstour in Tikal (Mayaruinen) an - was sich leider als mittlerer Reinfall entpuppte. Dazu gleich mehr!
Dienstag, 20. Juli 2010
Lanquin 2: Semuc Champey
Unser zweiter Tag in Lanquin begann auf der Ladeflaeche eines Pickups, der uns die 11km Buckelpiste durch den Urwald nach Semuc Champey brachte. Mit Viktoria (Deutschland), Tilly und Alex (UK), Mike und Kelly (UK), Geronimo (NL) und Lilian (Brasilien) sowie unserem Guide Otto (Guatemala) besuchten wir zuerst die Grutas Marias, eine Hoehle, durch die ein Fluss fliesst. Die einzige Lichtquelle hierbei waren Kerzen, und Stirnlampen (davon eine wasserdicht, Ottos, und Basti und meine, nicht wasserdicht *g*). Watend, kletternd und im Fluss schwimmend bewegten wir uns durch die Hoehle, was an sich schon ein Erlebnis der besonderen Art darstellt. Vor allem mit der Kerze in der Hand schwimmen, so was hab ich auch noch nicht gemacht ;-)
Als es dann daran ging, an einem Seil im Wasserfall hochzuklettern, waren die beiden Jungs natuerlich die Ersten. Die Herausforderung war weniger das Klettern an sich, sondern die Wassermassen, die von oben durch die enge Stelle schossen. Alex versuchte sich auch, und war schon fast oben, als sie ploetzlich den Halt verlor und abrutschte. Von unten sah es wirklich haarstraeubend aus, wie Basti und Geronimo von oben versuchten, sie an den Armen hochzuziehen (selbst freihaendig auf einem Brett balancierend) und Otto, der sie von unten hochschieben wollte, aber staendig von ihr an den Kopf getreten wurde, weil sie natuerlich total in Panik geriet. Gluecklicherweise schafften sie es aber mit vereinten Kraeften, das arme Maedel unversehrt hochzuziehen und ihr einziger Verlust bestand aus ihren alten Turnschuhen, die weggespuelt wurden. Krasses Erlebnis, wirklich.
Danach ging es beschaulicher wieter, mit einer Runde Rubing (den Fluss in einem alten LKW-Schlauch runtertreiben) und einem schweisstreibenden Treppenstieg auf einen Aussichtspunkt ueber den Pools. Die Pools selbst befinden sich auf etlichen Platformen, unter denen unterirdisch der Fluss dahinstroemt, und haben verschiedenfarbiges und -temperiertes Wasser, das nicht aus dem Fluss stammt, sondern von mehreren Quellen am Berg.
Dass es ein wenig anfing zu regnen, tat unserer Planschfreude keinerlei Abbruch - es war einfach viel zu schoen und beeindruckend.
Ausklingen liessen wir den Tag in einem kleinen Restaurant im Dorf mit den drei Maedels, von denen eine sich noch mit der Kellnerin anlegte, weil sie die Tomatenstueckchen in ihrem Omelette faelschlicherweise fuer Schinken hielt. Basti hat es todesmutig probiert und ihr sodann versichert, es handele sich um Tomaten ;-)
Uebers Raften berichte ich das naechste Mal, in einer halben Stunde geht das Boot von Belize City nach Caye Caulker - KARIBIK, wir kommen! :-)
Als es dann daran ging, an einem Seil im Wasserfall hochzuklettern, waren die beiden Jungs natuerlich die Ersten. Die Herausforderung war weniger das Klettern an sich, sondern die Wassermassen, die von oben durch die enge Stelle schossen. Alex versuchte sich auch, und war schon fast oben, als sie ploetzlich den Halt verlor und abrutschte. Von unten sah es wirklich haarstraeubend aus, wie Basti und Geronimo von oben versuchten, sie an den Armen hochzuziehen (selbst freihaendig auf einem Brett balancierend) und Otto, der sie von unten hochschieben wollte, aber staendig von ihr an den Kopf getreten wurde, weil sie natuerlich total in Panik geriet. Gluecklicherweise schafften sie es aber mit vereinten Kraeften, das arme Maedel unversehrt hochzuziehen und ihr einziger Verlust bestand aus ihren alten Turnschuhen, die weggespuelt wurden. Krasses Erlebnis, wirklich.
Danach ging es beschaulicher wieter, mit einer Runde Rubing (den Fluss in einem alten LKW-Schlauch runtertreiben) und einem schweisstreibenden Treppenstieg auf einen Aussichtspunkt ueber den Pools. Die Pools selbst befinden sich auf etlichen Platformen, unter denen unterirdisch der Fluss dahinstroemt, und haben verschiedenfarbiges und -temperiertes Wasser, das nicht aus dem Fluss stammt, sondern von mehreren Quellen am Berg.
Dass es ein wenig anfing zu regnen, tat unserer Planschfreude keinerlei Abbruch - es war einfach viel zu schoen und beeindruckend.
Ausklingen liessen wir den Tag in einem kleinen Restaurant im Dorf mit den drei Maedels, von denen eine sich noch mit der Kellnerin anlegte, weil sie die Tomatenstueckchen in ihrem Omelette faelschlicherweise fuer Schinken hielt. Basti hat es todesmutig probiert und ihr sodann versichert, es handele sich um Tomaten ;-)
Uebers Raften berichte ich das naechste Mal, in einer halben Stunde geht das Boot von Belize City nach Caye Caulker - KARIBIK, wir kommen! :-)
Lanquin 1.
Oh wie schoen ist ... Lanquin!
Zwei Stunden Autofahrt von Cobán (davon eine auf einem buckeligen Feldweg ueber Stock und Stein) entfernt liegt ein kleines Dorf namens Lanquin, was auf den ersten Blick noch nicht so wirklich atemberaubend ist.
In der Zephyr Lodge erhaschten wir die letzten beiden freien Betten im dormitory (Gemeinschaftsschlafraum mit 12 Betten) und waren schon vom Hostel selbst beeindruckt. Auf einem Huegel ausserhalb der Dorfes gelegen, hat man von der ueberdachten Terrasse aus einen herrlichen Blick auf das Tal nach oben und unten, den Fluss, und die Wolken, die hier alle 2 Minuten ein anderes Bild vermitteln (oder der Sonne weichen ;-)). Als Einstimmung besuchten wir die Grutas de Lanquin, besser bekannt als die "Fledermaushoehlen". Neben phantasievoll geformten Stalagmiten und -titen (Frosch, Tiger, Elefant, ...) ist die Hauptattraktion dort die riesige Kolonie von murcielagos - Fledermaeusen. Bei Anbruch der Dunkelheit wird in der Hoehle der Lichtschalter umgelegt, und Abertausende von den possierlichen Tierchen stuerzen sich in die Nachtluft. Wir standen mit wenigen anderen Besuchern am relativ kleinen Eingang der Hoehle, und konnten die Luftbewegungen spueren, die die vorbeirasenden Fledermaeuse verursachten. Pfeilschnell und im Dunkeln natuerlich kaum auszumachen boten sie ein umso eindrucksvolleres Bild, wenn die Blitze der Kameras aufleuchteten und ein wenig Licht ins Dunkel brachten.
Wahnsinn! Wirklich beeindruckend. Fotos folgen bei naechster Gelegenheit!
Felicidades
Francisca y Sebastián
Zwei Stunden Autofahrt von Cobán (davon eine auf einem buckeligen Feldweg ueber Stock und Stein) entfernt liegt ein kleines Dorf namens Lanquin, was auf den ersten Blick noch nicht so wirklich atemberaubend ist.
In der Zephyr Lodge erhaschten wir die letzten beiden freien Betten im dormitory (Gemeinschaftsschlafraum mit 12 Betten) und waren schon vom Hostel selbst beeindruckt. Auf einem Huegel ausserhalb der Dorfes gelegen, hat man von der ueberdachten Terrasse aus einen herrlichen Blick auf das Tal nach oben und unten, den Fluss, und die Wolken, die hier alle 2 Minuten ein anderes Bild vermitteln (oder der Sonne weichen ;-)). Als Einstimmung besuchten wir die Grutas de Lanquin, besser bekannt als die "Fledermaushoehlen". Neben phantasievoll geformten Stalagmiten und -titen (Frosch, Tiger, Elefant, ...) ist die Hauptattraktion dort die riesige Kolonie von murcielagos - Fledermaeusen. Bei Anbruch der Dunkelheit wird in der Hoehle der Lichtschalter umgelegt, und Abertausende von den possierlichen Tierchen stuerzen sich in die Nachtluft. Wir standen mit wenigen anderen Besuchern am relativ kleinen Eingang der Hoehle, und konnten die Luftbewegungen spueren, die die vorbeirasenden Fledermaeuse verursachten. Pfeilschnell und im Dunkeln natuerlich kaum auszumachen boten sie ein umso eindrucksvolleres Bild, wenn die Blitze der Kameras aufleuchteten und ein wenig Licht ins Dunkel brachten.
Wahnsinn! Wirklich beeindruckend. Fotos folgen bei naechster Gelegenheit!
Felicidades
Francisca y Sebastián
Antigua Guatemala, Pacaya, Cobán
¡Buenas noches!
Im Moment sitzen wir zwar schon in Flores und freuen uns auf´s Abendessen, aber erstmal fehlt hier noch ein Bericht aus Antigua... Nach einer mehrstuendigen Minibusfahrt vom Lago Atitlan ueber gewaltige Huegelketten kamen wir puenktlich zum stroemenden Regen in Antigua an, und unterzogen unsere Regenjacken einem Herz- und Nierentest (Ergebnis: semi-zufriedenstellend). Nach einem Tag Stadt anschauen (Kolonialstadt, sehr schoen, aber leider auch sehr touristisch und fuer guatemaltekische Verhaeltnisse auch teuer), ein wenig shoppen und Fuesse platt laufen ging es am Samstag los zum Pacaya.
Dieser Vulkan hat vor wenigen Wochen erst den kompletten Flugverkehr nach und von Guatemala City still gelegt, und die Stadt unter eine schoene Schicht Asche befoerdert. Einen Tag bevor wir uns also aufmachten, brach er nachmittags "noch so ein bisschen" aus - soll heissen, aus den drei neu entstandenen Kratern an der Bergflanke blubberte ein bisschen Lava, was die letzte Reisegruppe wohl live beobachten konnte. Soviel erlebt haben wir nicht, nur einen kleinen "Ruelpser" in Form einer Rauchwolke aus dem Hauptkrater ;-) Da der letzte Ausbruch auf der Antigua abgewandten Seite des Vulkans passiert ist, waren wir nicht im Naturpark, sondern auf einer privaten Finca, wo uns ein Sohn der Familie herumfuehrte. Ich kann mit Stolz behaupten, dass ich als Dolmetscherin von Spanisch nach Englisch (!) auserkoren wurde - so ein bissl was hab ich also wohl doch gelernt *g*
Zusammengefasst: drei Lavastroeme kamen nacheinander (im Abstand von einigen Tagen) den Vulkan herunter, mit ca. 20m/Std. Der erste machte knapp 40m vor dem Wohnhaus der Finca halt, und begrub eine Ananasplantage unter sich. Der zweite hat die Kaffeestraeucher plattgemacht, und der 3. Strom, der immer noch sehr heiss ist, hat eine Wasserquelle ausgeschwemmt und eine Heisswasserlagune geschaffen. Wahnsinn, wie sehr die scharfkantigen Steine, die teilweise Glas enthalten, das bei den hohen Temperaturen aus geschmolzenem Sand entstanden ist, noch etlihe Tage nach dem Ausbruch Hitze abstrahlen! Fumarolen (Schwefeldampfquellen) und Bimssteine rundeten den Besuch ab ;-) Auf den Berg selbst kann man zur Zeit verstaendlicherweise nicht klettern, v.a. da der Sand an den Flanken nicht gefestigt ist und einfach abrutschen wuerde.
Nach einer frischen Ananas ging es zurueck nach Antigua, und von dort weiter nach Coban. Die mehr als 7-stuendige Fahrt quer durch Guatemala Stadt (in der Rush hour, wann sonst?) und durch Berg und Tal war, wie meist, sehr anstrengend, dafuer reich an beeindruckenden Landschaften. In Cobán goennten wir uns ein desayuno de panquequitos y fruta (= Pfannkuchenfruestueck mit Obstsalat) incl. Kaffee, sowie eine echt interessante Tour durch eine Kaffeefinca. 1888 von einem Deutschen namens Herrn Dieseldorff aus Hamburg gegruendet produziert die Finca noch immer Kaffee, der heute aber nicht mehr hauptsaechlich nach Deutschland, sondern v.a. in die USA verkauft wird. Neben Arabicastraeucher wachsen dort auch Kardamon, Nelken, Bananen, Orangen, Avocados und anderes Obst - zum Einen, um die Voegel von den Kaffeebeeren fernzuhalten, und zum Anderen zum Verkauf und fuer die Arbeiter der Finca.
Danach besuchten wir einen kleinen Naturpark am Stadtrand, wo es ausser viel Gruenzeug und einer dicken Bisamratte nicht allzu viel zu sehen gab ;-) Dafuer wurden wir dann beim Mittagessen vom Restaurantbesitzer fuer seine neue Homepage fotogrfiert - Europaeer scheinen dort nicht so oft vorbeizukommen *g*
Nachmittags hiess es mal wieder Kofferpacken und auf nach Lanquin!
Allerbeste Gruesse
Franzi und Basti
Im Moment sitzen wir zwar schon in Flores und freuen uns auf´s Abendessen, aber erstmal fehlt hier noch ein Bericht aus Antigua... Nach einer mehrstuendigen Minibusfahrt vom Lago Atitlan ueber gewaltige Huegelketten kamen wir puenktlich zum stroemenden Regen in Antigua an, und unterzogen unsere Regenjacken einem Herz- und Nierentest (Ergebnis: semi-zufriedenstellend). Nach einem Tag Stadt anschauen (Kolonialstadt, sehr schoen, aber leider auch sehr touristisch und fuer guatemaltekische Verhaeltnisse auch teuer), ein wenig shoppen und Fuesse platt laufen ging es am Samstag los zum Pacaya.
Dieser Vulkan hat vor wenigen Wochen erst den kompletten Flugverkehr nach und von Guatemala City still gelegt, und die Stadt unter eine schoene Schicht Asche befoerdert. Einen Tag bevor wir uns also aufmachten, brach er nachmittags "noch so ein bisschen" aus - soll heissen, aus den drei neu entstandenen Kratern an der Bergflanke blubberte ein bisschen Lava, was die letzte Reisegruppe wohl live beobachten konnte. Soviel erlebt haben wir nicht, nur einen kleinen "Ruelpser" in Form einer Rauchwolke aus dem Hauptkrater ;-) Da der letzte Ausbruch auf der Antigua abgewandten Seite des Vulkans passiert ist, waren wir nicht im Naturpark, sondern auf einer privaten Finca, wo uns ein Sohn der Familie herumfuehrte. Ich kann mit Stolz behaupten, dass ich als Dolmetscherin von Spanisch nach Englisch (!) auserkoren wurde - so ein bissl was hab ich also wohl doch gelernt *g*
Zusammengefasst: drei Lavastroeme kamen nacheinander (im Abstand von einigen Tagen) den Vulkan herunter, mit ca. 20m/Std. Der erste machte knapp 40m vor dem Wohnhaus der Finca halt, und begrub eine Ananasplantage unter sich. Der zweite hat die Kaffeestraeucher plattgemacht, und der 3. Strom, der immer noch sehr heiss ist, hat eine Wasserquelle ausgeschwemmt und eine Heisswasserlagune geschaffen. Wahnsinn, wie sehr die scharfkantigen Steine, die teilweise Glas enthalten, das bei den hohen Temperaturen aus geschmolzenem Sand entstanden ist, noch etlihe Tage nach dem Ausbruch Hitze abstrahlen! Fumarolen (Schwefeldampfquellen) und Bimssteine rundeten den Besuch ab ;-) Auf den Berg selbst kann man zur Zeit verstaendlicherweise nicht klettern, v.a. da der Sand an den Flanken nicht gefestigt ist und einfach abrutschen wuerde.
Nach einer frischen Ananas ging es zurueck nach Antigua, und von dort weiter nach Coban. Die mehr als 7-stuendige Fahrt quer durch Guatemala Stadt (in der Rush hour, wann sonst?) und durch Berg und Tal war, wie meist, sehr anstrengend, dafuer reich an beeindruckenden Landschaften. In Cobán goennten wir uns ein desayuno de panquequitos y fruta (= Pfannkuchenfruestueck mit Obstsalat) incl. Kaffee, sowie eine echt interessante Tour durch eine Kaffeefinca. 1888 von einem Deutschen namens Herrn Dieseldorff aus Hamburg gegruendet produziert die Finca noch immer Kaffee, der heute aber nicht mehr hauptsaechlich nach Deutschland, sondern v.a. in die USA verkauft wird. Neben Arabicastraeucher wachsen dort auch Kardamon, Nelken, Bananen, Orangen, Avocados und anderes Obst - zum Einen, um die Voegel von den Kaffeebeeren fernzuhalten, und zum Anderen zum Verkauf und fuer die Arbeiter der Finca.
Danach besuchten wir einen kleinen Naturpark am Stadtrand, wo es ausser viel Gruenzeug und einer dicken Bisamratte nicht allzu viel zu sehen gab ;-) Dafuer wurden wir dann beim Mittagessen vom Restaurantbesitzer fuer seine neue Homepage fotogrfiert - Europaeer scheinen dort nicht so oft vorbeizukommen *g*
Nachmittags hiess es mal wieder Kofferpacken und auf nach Lanquin!
Allerbeste Gruesse
Franzi und Basti
Montag, 19. Juli 2010
Das Glueck der Erde...
... liegt auf dem Ruecken der Pferde ;-) und ich will nix von Hugo Simon hoeren...

Am zweiten Tag in San Pedro nutzten wir die Gelegenheit, fuer EUR 2.50 pro Stunde auf zwei kleinen Pferdchen einen Reitausflug zu machen. Auf den ersten Blick haetten wir nie gedacht, dass uns diese mageren Roesser tatsaechlich den halben Vulkan hochtragen koennten. Aber Hut ab, Lupita und Munaca wuselten trittsicher ueber holperige, steinige und schmale Pfade durch Kaffeeplantagen, Maisfelder und unter Avocadobaeumen durch.

Waehrend Franzi und Munaca sich weitgehend einig waren, dass Galopp die beste Wahl des Tempos war, war Basti seiner schwarzen Peruanerin hilflos ausgeliefert, da jene sich darauf beschraenkte, dem Guide und damit auch Franzi zu folgen. Nach anfaenglicher Panik von Seiten Bastis und totaler Hilflosigkeit hat er dann doch den Rhythmus gefunden und fand sogar Spass am Galoppieren ;-) Nichtsdestotrotz beklagt er sich immer noch ueber Schmerzen im Allerwertesten...

Danach ging es im Shuttle (Minibus) weiter nach Antigua Guatemala, der ehemaligen Haupt- und einer alten spanischen Kolonialstadt. Sehr schoen, aber auch sehr touristisch. So versprueht sie leider nicht den Charme der kleineren Kolonialstaedte wie zum Beispiel Campeche in Mexiko. Fuer guatemaltekische Verhaeltnisse ist es auch echt teuer dort. Ueber die Tour zum Vulkan Pacaya berichten wir demnaechst!
Gruesse aus Flores
Franzi und Basti
Am zweiten Tag in San Pedro nutzten wir die Gelegenheit, fuer EUR 2.50 pro Stunde auf zwei kleinen Pferdchen einen Reitausflug zu machen. Auf den ersten Blick haetten wir nie gedacht, dass uns diese mageren Roesser tatsaechlich den halben Vulkan hochtragen koennten. Aber Hut ab, Lupita und Munaca wuselten trittsicher ueber holperige, steinige und schmale Pfade durch Kaffeeplantagen, Maisfelder und unter Avocadobaeumen durch.
Waehrend Franzi und Munaca sich weitgehend einig waren, dass Galopp die beste Wahl des Tempos war, war Basti seiner schwarzen Peruanerin hilflos ausgeliefert, da jene sich darauf beschraenkte, dem Guide und damit auch Franzi zu folgen. Nach anfaenglicher Panik von Seiten Bastis und totaler Hilflosigkeit hat er dann doch den Rhythmus gefunden und fand sogar Spass am Galoppieren ;-) Nichtsdestotrotz beklagt er sich immer noch ueber Schmerzen im Allerwertesten...
Danach ging es im Shuttle (Minibus) weiter nach Antigua Guatemala, der ehemaligen Haupt- und einer alten spanischen Kolonialstadt. Sehr schoen, aber auch sehr touristisch. So versprueht sie leider nicht den Charme der kleineren Kolonialstaedte wie zum Beispiel Campeche in Mexiko. Fuer guatemaltekische Verhaeltnisse ist es auch echt teuer dort. Ueber die Tour zum Vulkan Pacaya berichten wir demnaechst!
Gruesse aus Flores
Franzi und Basti
Sonntag, 18. Juli 2010
Ein Stueckchen Paradies in Guatemala
Aloha,
eine kurze Meldung aus Lanquin, einem Ort, der der Beschreibung Paradies sehr nahe kommt. Hoehlen mit Abertausenden von Fledermaeusen, die in der Dunkelheit alle aus dem Ausgang rauschen, zentimeternah. Hoehlen mit Fluss drin, nur mit Kerzenlicht waten, schwimmen, klettern und springen. Ein Fluss, der unter die Erde abtaucht, oben drueber Bergquellwasserbassins verschiedener Temperatur und Farben. Rafting bei Hochwasser, inclusive Stufe 4+ Schnellen, die der Typ noch nie zuvor bei soviel Wasser beraftet hat. War ganz schoen stolz auf uns :)
Morgen gehts weiter nach Flores, wo wir hoffentlich besseren Internetzugang haben - dann folgen Bilder und ausfuehrlichere Berichte!
Beste Gruesse!
Franzi und Basti
eine kurze Meldung aus Lanquin, einem Ort, der der Beschreibung Paradies sehr nahe kommt. Hoehlen mit Abertausenden von Fledermaeusen, die in der Dunkelheit alle aus dem Ausgang rauschen, zentimeternah. Hoehlen mit Fluss drin, nur mit Kerzenlicht waten, schwimmen, klettern und springen. Ein Fluss, der unter die Erde abtaucht, oben drueber Bergquellwasserbassins verschiedener Temperatur und Farben. Rafting bei Hochwasser, inclusive Stufe 4+ Schnellen, die der Typ noch nie zuvor bei soviel Wasser beraftet hat. War ganz schoen stolz auf uns :)
Morgen gehts weiter nach Flores, wo wir hoffentlich besseren Internetzugang haben - dann folgen Bilder und ausfuehrlichere Berichte!
Beste Gruesse!
Franzi und Basti
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