Donnerstag, 4. Oktober 2007

Welch wundebare Wonnetage! [Teil 2: Südinsel]

So, hier bin ich wieder - ein Assignment und einen Shoppingmarathon später ;-) Sofern sie geöffnet haben, sind Auckland's Läden echt ein kleines Mekka für Strand- oder Surfklamotten... Ich hab mir schon überlegt, ob ich meine Surfkarriere mit dem Kauf einer Surfershorts einleiten soll, mich letztendlich dann aber doch für einen ganz normalen Bikini (u.a., versteht sich) entschieden :D

Nun aber zum Urlaubsbericht, vor die grauen Zellen schlappmachen:

Montag morgens, nein, für studentische Verhältnisse mitten in der Nacht, schürten wir mit dem Sternchen durch Aucklands einsame Straßen (welch Seltenheit!) und nahmen den 7:50-Flieger nach Christchurch.
Mein mühsam durch Bastis Verhandlungsgeschick erkämpfter Fensterplatz erwies sich leider nach kurzer Zeit als relativ sinnlos, da außer Wolken nichts zu sehen war... Unsere Befürchtungen bewahrheiteten sich leider - Regen in Strömen! Nicht gut... Während der Shuttlebus-Fahrt nach Christchurch (wieder zur Autovermietung, gratis, und mit einem in Britisch-Malaysia aufgewachsenen Fahrer, der uns supersympathisch unterhielt) wurden die Regentropfen immer weniger, und schließlich konnten wir trockenen Fußes die Bäckerei mit den besten Cookies ganz Neuseelands erreichen.
Wirklich der Wahnsinn, die Dinger! Per se von harmlosen Aussehen, bestehen sie zu einem Großteil aus Butter und sind das beste Mittel gegen Wetterdepression (erprobt + bewiesen!) ;-)

Wieder ein Starlet, diesmal allerdings zur besonderen Herausforderung mit manueller Schaltung, und mit einer netten Überraschung: als ich das Fenster öffnen wollte, hatte ich gleich einmal den Hebel in der Hand. Vertrauensbidlung sieht anders aus! *hihi*
Der erste Ziel war Hanmer Springs, ein Thermalkurort in den Bergen. Dort wärmten wir uns in den Freiluftthermalwasserbecken bei 36°, 37°, 38° und 39°C erstmal richtig auf und atmeten frische, nach Schwefel und anderen gesunden Mineralien stinkende Luft ein :)
Nächste Lektion: die kürzste Strecke ist nicht immer die schnellste! Auf dem Weg nach Kaikoura (an der Ostküste) bog Basti auf eine Landstraße ab, die auf der Karte "ganz normal" aussah... Jedoch entpuppte sie sich als komplett verlassene Bergstraße, mit wunderbarer Aussicht auf hunderte Hügel, Täler und Berge - aber ohne auch nur ein geradeaus führendes Stückchen ;-) Richtig romantisch-unheimlich wurde die Stimmung dann auch, als Nebel aufzog und wir ohne einem anderen Auto zu begegnen in der Dämmerung und schließlich im Dunkeln durch Wälder und Hügellandschaft fuhren. Das gibt's echt nur hier!

Aufgrund des konstant und hartnäckig kalten Regenwetters fiel das Planschen mit Delphinen wortwörtlich ins Wasser, ebenso wie Whale Watching. Dafür statteten wir der Robbenkolonie einen Besuch ab - voll toll! :)


Spontan dem Wetterbericht folgend und die bisherige Planung umschmeißend fuhren wir dienstags dann also nicht nach Norden Richtung Blenheim und Nelson, sondern wieder in die Berge, via Lewis Pass nach Greymouth an der Westküste.
Unterwegs fanden wir einen kleinen, aber dafür umso höheren Wasserfall mitten im Wald - echt hübsch =)
Fotogen wie wir sind, mussten natürlich auch hier die beiden Digicams um die Wette klicken, ebenso wie am panorama-bietenden Ausgangspunkt mehrerer Mehrtages-Tramping-Tracks, bei denen es mir wirklich schwer fiel, nicht loszulaufen, an einem in der Sonne glitzernden Flussbett und zu guter Letzt beinahe rechtzeitig in Greymouth zum Sonnenuntergang über der Tasmanischen See!


Unsere Unterkunft in Greymouth, "Global Village Backpacker", war auch schon fast ein Erlebnis für sich - eine bunte Mischung aus Aboriginee-, Maori- und afrikanischem Stil, mit lauter geschnitzen Masken, Wanderkarten, Holzkrokodilen usw. an den ockerfarben gestrichenen Wänden und dunklen Holzbalken. Zur vollen Authentizität durfte ich beim Betreten unseres Zimmers auch gleich noch ein überdimensionales Krabbelviech erlegen, über dessen abstoßende Ähnlichkeit mit einer Kakerlake ich gar nicht nachdenken wollte... Yummi!

Montag, 1. Oktober 2007

Welch wunderbare Wonnetage! [Teil 1: Coromandel Peninsula]

Kia ora allerseits!

Soeben kehrte ich vom Flughafen zurück, hab brav das Mietwägelchen zurückgegeben und sitze nun etwas orientierungslos vor dem Schläppi.
Wo soll ich anfangen?
Ach ja, also vielleicht am Anfang.

Das langersehnte Wiedersehen am Freitag war bereits einer der absoluten Höhepunkte unseres Urlaubes ;-) Irgendwie ein filmreifes Gefühl, so mit Namensschild unter all den Wartenden in der vordersten Reihe zu stehen und verzweifelt den Hals nach Sebastian recken ;-)
Echt der Wahnsinn! Wenngleich das südostasienverwöhnte Temperaturempfinden Bastis nicht ganz konform ging mit der frischen Brise, die uns auf dem Mount Eden vom Pazifik her entgegenwehte... Mount Eden ist der höchste Punkt Aucklands und - was denn sonst? - ein Vulkan, dessen 50m tiefer Krater komplett grasbewachsen ist und den komplett wahnsinnigen Kiwis als kleine Herausforderung beim Joggen dient :)


Zum Dinner wurden sodann 800g Steak mit Kumara und neuseeländischem "Tui"-Bier serviert, die unvorstellbarerweise komplett vernichtet wurden *g*
Samstag morgens brachen wir auf zur Coromandel Peninsula, knappe 2 Stunden Autofahrt (Starlet der Erste, Automatik, elektr. Fensterheber, bis auf die Bremse quasi makellos) östlich von Auckland. Die Küstenstraße erfreute uns mit seltenen Sonnenstrahlen und perfekten Gelegenheiten zum Photoshooting [mehr Bilder s. picasa!].


Aufgrund des neuseelandtypisch unsicheren Wetters entschieden wir uns gegen eine längere Wanderung (was uns vor einigen Regengüssen bewahrte) und fanden dafür zufällig (?) einen Golfplatz, wo ein gewisser Grünsportfanatiker nicht widerstehen konnte und wir uns bei strahlendem Sonnenschein aufs Grün stürzten. Als der Sonnenschein immer mehr Regenwolken und Nieselnässe wich, verkrümelten auch wir uns wieder und gönnten uns nach dieser sportlichen Höchstleistung ein bisschen Fastfood.
Die Anwesenheit von ca. 20 ausgehungerten, vermutlich tollwütigen und äußerst respektlosen Möwen verursachte zwar eine leichte Panik meinerseits, doch der exorbitante Fettgehalt des Essens wirkte dann doch ein wenig beruhigend ;-)

Übernachtung in Whitianga, und Sonntag morgens ging's dann zum Hotwater Beach, wo man wunderbar in beschaulicher Gesellschaft von ca. 200 anderen Touris seinen gemieteten Spaten irgendwo in den Sand zwischen die Felsen rammt und eine Chance von 1:1000 hat, eine der heißen Quellen zu treffen... Erfolgreicher war dann meine Taktik: einfach abwarten, bis zwei Leute ihr gebuddeltes Loch verlassen und reinstellen - tadaaa! :D
Mit den Füßen im heißen Wasser, der Rest der Beine im kalten Pazifikwasser, und der Blick auf die zahllosen Surfer gerichtet, die an den Wellen sichtlich mehr Spaß hatten als all die hotwater-suchenden Touris *hihi*

Nach einer kleinen Kurvenfahrt und einer kurzen Wanderund erreichten wir danach Cathedral Cove, eine vom Meer ausgewaschene Höhle. Mit weniger Menschen sicherlich ein noch viel hübscheres Fleckchen! Aber auch so: Prädikat "wahnsinn" :)




Auch hier rückte das Nahrungsrestenotvernichtungsteam mit zwei Mann, äh, Möwen an, die den Blick nicht von uns ließen, während wir im Sand den Ausblick und unser Mittagessen genossen. Der Rückweg führte wieder durch subtropischen Urwald, wobei eine kleine, unscheinbare Abzweigung Spannung, Spaß und Schlammflecken mit sich brachte...
Nach kurzer Kaffeepause in einem verschlafenen Küstennest schlugen wir schließlich den Heimweg nach Auckland ein, um eine weitere Familienladung totes Rind zu verspeisen, ein bisschen laundry zu machen und für die "große Reise" auf die Südinsel zu planen...

Forsetzung mit Berichten über unsere Erlebnisse auf der Südinsel folgt bald!
Mittwoch will jedoch noch ein Assignment abgegeben werden, also vielleicht erst danach ;-)

Allerliebste Grüße in die Heimat und die ganze Welt,
francesca

Donnerstag, 20. September 2007

Kia ora!

Es ist soweit! Der Herdentrieb hat nun auch mich eingeholt und dazu veranlasst, ein virtuelles Tagebuch meiner Abenteuer im Land der langen weißen Wolke zu verfassen.
Sehet und staunet ;-)

Um eventuelle Unklarheiten zu beseitigen: die "alten" Posts beinhalten den Text meiner allseits beliebten Rundmail - nicht wundern, bitte :)

Im Moment lausche ich entzückt den heimatlichen Klängen Anajos, trällere munter mit bei "Einmal noch schlafen, und dann geht es los!" und freu mich wie ein Schneekönig auf morgen! :D
Nach dem Stress der vergangenen Tage, dem ich die Meisterleistung zu verdanken habe, drei Assignments sowie einen lab report innerhalb weniger Tage geschaffen zu haben, wäre die heutige Attraktion im Railway Campus vielleicht gar nicht verkehrt gewesen:
Sing-Star-Party!
Doch da wir alle noch länger hier wohnen wollen und bedauerlicherweise nicht genug Alkohol zur Verfügung hatten, um uns hemmungslos zu betrinken (just kidding ;-)), haben wir es beim Zuhören und Kommentieren belassen...

Morgen also werde ich endlich meinem Liebsten wieder in die Arme fallen können, und am Montag geht's dann auf nach Christchurch, Südinsel erkunden!

Cheers,
Franziska

Mittwoch, 5. September 2007

Back in Auckland

Tena koutou!

Wie ist das werte Befinden in der Heimat? :)
Gestern Abend bin ich vom zweiten Teil meines Ausfluges wieder nach Auckland zurückgekehrt, und habe dementsprechend viel zu berichten ;-)

Von der Bay of Islands hab ich ja schon erzählt – bleibt also noch Waitomo, Rotorua, Taupo, Tongariro National Park und Wellington.
Von Auckland brachen wir Freitag früh Richtung Süden auf und erreichten gegen 11 Waitomo, wo wir die Glühwürmchen- und die Aranuihöhle besichtigten und aus dem Staunen nicht mehr herauskamen: eine Höhlenbootsfahrt brachte uns und unsere Maori-Touristenführerin in die „Glowworm Grotto“, an deren Decke Tausende und Abertausende von blau leuchtenden Glühwürmchen hingen und uns Nackenstarre vom Feinsten bescherten *g* Wirklich der Wahnsinn!
Vor der Tour in der zweiten Höhle gönnten wir uns ein paar stilechte amerikanische Burger und beobachteten die Rallye-Autos, die an der Straße vorbeischürten und dringend eine Wäsche nötig hatten ;-)
Die Aranuihöhle ist im Gegensatz zu Waitomo nicht von einem Fluss durchflossen und beherbergt dementsprechend auch keine Glühwürmchen (dafür andere, echt widerliche riesige Krabbelviecher) – aber unzählige Stalaktiten! Aufgrund des schlammigen Untergrundes jedoch gibt es keine Stalagmiten, bis auf einen einzigen, der dafür ca. 15m hoch ist (und nur zum Teil sichtbar, da er metertief im Schlamm steckt)… Unser schwarzweiß-karierte Vans tragender Maori-Höhlenführer klärte uns auf, dass vor einigen Wochen der Fluss „zurückgekommen sei“ und deshalb alles ein bisschen schmutzig wäre – es regnet halt doch recht viel hier im Land der langen weißen Wolke :p

Die nächste Etappe war Rotorua, ein nettes Städtchen mitten in thermisch aktivem Gebiet, das uns sogleich mit geruchsorganbetäubendem Schwefelgestank begrüßte. Die neu entwickelte Strategie „Zimmer erst anschauen, dann zusagen [oder schnell flüchten]“ machte sich bezahlt, und wir fanden Unterkunft in einem Campervan-Park-Appartement, das sein winziges Schlafzimmer durch einen Flachbildschirm, Dolby Sorround System und einen heißen Spa-Pool wieder auszugleichen wusste :)
Am nächsten Morgen (Samstag) duschte einer der Jungs wohl etwas zu ausgiebig (wohlgemerkt im ungeheizten Bad) (und nein, wir Mädels waren nicht Schuld, sondern tatsächlich in Rekordzeit fertig *g*), und wir brachen in allergrößter Hektik auf nach Waiotapu zum „Thermal Wonderland“.
Dort schafften wir es gerade noch rechtzeitig zum 10:15-Geysir-Ausbruch, der durch eine Art Seife beschleunigt wurde. Diese Trickserei ist nötig, da der natürlich Rhythmus des Lady Knox Geysirs 56-72 Stunden beträgt und das für die Touris wohl nicht zumutbar wäre…
Der Rest des Wunderlands war sehenswerter: unheimliche, einen ekelhaften Odem ausstoßende Löcher im Felsboden, rote Eisen- und gelbe Schwefelablagerungen, brodelnde Schlammlöcher, ein riesiger mehrfarbig schillernder und dampfender See („Artist’s Palette“), vom Wind gebeugte Bäume im größten von Menschenhand (genauer: von Sträflingshand ^^) angelegten Wald, „Devil’s Bath“ (ein giftgrüner, ebenfalls stinkender Teich), wunderschöne Wasserfälle (bei denen leider die Batterien meiner Kamera versagten) und unzählige kleine brodelnde Wasserquellen.

In Taupo am Lake Taupo, dem größten See NZs, verbrannten die Jungs die Kalorien, die sie während des (doch nicht Vater-)Tages in Form von Kiwi-Gerstensaft zu sich genommen hatten, bei einem Lauf am Seeufer, während Birte und meine Wenigkeit das Essen (gehacktes totes Tier in Tomate über Nudeln ;-)) beim Metro-Pendant „Pak’N’Save“ erstanden und beschlossen, dass tags darauf Muttertag wäre…
Noch kurz etwas geologisches Wissen: Der Lake Taupo entstand bei einer der gewaltigsten Vulkanexplosionen in historischer Zeit (vor ca. 22000 Jahren) und ist ein bisschen größer als der Bodensee…

Auf dem weiteren Weg nach Süden statteten wir sodann am Sonntag dem Tongariro National Park einen Besuch ab, um die drei aktiven Vulkane Tongariro, Ruapehu und Ngauruhoe (Schicksalsberg aus „Herr der Ringe“!) zu bestaunen, doch die Herrschaften beschlossen, ihr edles Antlitz hinter dichten, eisigen Wolken zu verbergen.
Interessant war dafür das Info-Centre, wo es allerhand Wissenswertes zu ihnen und der Landschaft des „Central Plateau“ zu erfahren gab.
Enttäuscht vom jegliche Wanderung unmöglich machenden Regenwetter bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt wandten wir uns wieder wärmeren Gefilden zu und fuhren weiter nach Wellington.

Den Montag verbrachten wir zum Großteil im Te Papa National Museum, einem der besten Museen überhaupt! Unheimlich interessant, interaktiv und gespickt mit Sachen zum „selbst ausprobieren“ – so beispielsweise eine Simulation des Erdbebens in Napier anfangs des letzten Jahrhunderts, das die Stadt in Schutt und Asche legte. Ordentlich durchgeschüttelt mussten wir dann feststellen, dass das angeblich nur 1/50 der Intensität des „richtigen“ Erdbebens war!
Von Maorikunst, NZs Geschichte, Siedler, moderner Kunst über das Skelett von Phar Lap (dem berühmten australischen Rennpferd ;-)) und einem VW-Bus bis hin zum Outdoor-Dschungel und einer Galerie der ausgerotteten Tierarten gab es zudem alles, was des Weltenbummlers Herz begehrt!
Danach vertraten wir uns noch die Beine bei einem Spaziergang durch die Hauptstadt, die mir um Einiges besser gefällt als Auckland :p Englischer Flair, der wohl schönste Burger King der Welt, total toller Hafen, in dem wir auf einen alten verrosteten Walfänger stießen, die nagelneue neuseeländische Börse, an deren Außenmauern die aktuellen Kurse in Laufschrift angezeigt werden, einer Holzbrücke im Urwaldstil, die über die vierspurige Hafenstraße führt, und und und! :D
Abends gönnten wir uns dann im "One Red Dog" ein hübsches Abendessen mit einem noch hübscheren Cocktail und pflegten interkulturelle Kompetenzen beim Pflegen des bayerischen Brauchtums: auch meinen Nordlichtern konnte ich das tollste Kartenspiel der Welt nahebringen *g*

Leider hielt mein Immunsystem nach diversen unbeheizten Badezimmern bzw. kalten Duschen Birtes norddeutschen Erkältungsviren irgendwann nicht mehr Stand und so plagt mich seit gestern Halsweh und alles, was dazugehört…
Unser „Schaf Dolly“ alias Birte lieferten wir gestern früh pünktlich an der Fähre nach Picton ab (die Glückliche tourt jetzt nämlich noch eine Woche über die Südinsel!) und machten uns nach einigen herausfordernden Situationen des Straßenchaos’ in Wellington wieder auf den Heimweg.
Dieser führte uns via SH4 über wilde Serpentinen, durch strömenden Regen, zum wohl schönsten und größten Regenbogen, den ich je gesehen hab, vorbei an Tausenden von Schafen, bescherte uns fast eine Ziege als Kühlerfigur und verlockte vor allem Peter dazu, eins der Lämmer mitzunehmen ;-)

So, das war’s! =)
Die photographische Dokumentation meiner Abenteuer gibt’s wie immer auf http://picasaweb.google.de/Phayuko .
Und ich freu mich wie immer über Post aus der Heimat! :)

Allerliebste Grüße aus dem Land der Kiwis,
eure Franzi(ska)

Donnerstag, 30. August 2007

Bin kurz wieder da ;-)

Hola allerseits!

Nicht wundern, bitte ;-) Wir sind für eine Nacht in Auckland, da es sich so ergeben hat und wir den "Heimvorteil" einer kostenlosen Übernachtung natürlich ausnutzen wollten *g*
Wir waren in der Bay of Islands, gestern in Russel (der 1. Hauptstadt Neuseelands, da [auch] hier Captain Cook gelandet ist) - einer superhübschen kleinen ordentlichen Ministadt (wie im Film, wirklich!) mit weißen Ami-Style-Häuschen, sind auf das dortige Hügelchen spaziert, haben uns die Bay angeschaut, sind auf der anderen Seite wieder runter und zum "Long Beach" marschiert, wo Birte eine abartig krasse riesige Muschel, also eigentlich Seeschneckenhaus gefunden hat! Das Ding hat die Größe einer Netzmelone und ist der Hammer - zwei Neuseeländer kamen vorbei, als wir gerade den Fund bewunderten und meinten komplett neidisch, sie spazierten nun schon seit Jahren an NZs Stränden und hätten noch nie so etwas gesehen, das Dinge käme wohl aus Richtung Fidji oder so ;-)
Ob das das Zeichen ist, dass ich da doch noch hinmuss?

Nach einer bequemen Nacht in einem sehr netten Backpacker (auf richtig guten Matratzen!) gingen wir heute morgen an Bord und schipperten in gut 3 Stunden die Bay of Islands einmal ab: zuerst Russel, dann an ein paar Vogelinseln vorbei zu einem Gewässer mit hoher Wahrscheinlichkeit, ganz besondere Freundchen zu treffen...
Und ja, da waren sie! :D Delphine!!! Gaaanz viele, die neben dem Boot herschwammen, und sogar unten drunter! Als ich mich waghalsigst vorne über die Rehling beugte, präsentierten sich mir bis zu vier dieser beeindruckenden Tiere, die anscheinend eine Mordsgaudi dabei hatten, mit dem Schiff um die Wette zu schwimmen und dabei richtig Tempo draufhatten. Ohne Zahlenangabe, aber so schnell kann ich mitm Radl glaub nicht mal bergab werden! Wahnsinn :D Und als besonderen Freundschaftsgruß interpretierte ich den Luftsprung eines Delphins, der sich dabei halb um sich selbst dreht, seinen weißen Bauch zeigte und sich auf dem Rücken wieder ins Wasser platschen ließ ;-) Hab nur ich gesehen, weil die anderen grad auf der anderen Seite waren *g*

Weiter ging die Fahrt sodann vorbei an einem Haufen schwarzer Lavabrocken, mitten in der Bucht, an denen man ganz genau die einzelnen Lava-Säulen erkennen konnte (s. Photos). Nach dem sehnsüchtigen Betrachten einer dem typischen Traumstrand zu aller Ehre gereichenden Bucht auf irgendeiner dieser so zufällig hingewürfelten Inseln und dem Bedauern, dass es 10°C zu frisch war, nahm der Captain Kurs auf's mehr oder weniger offene Meer zum "Hole in the Rock".
Ein Loch, ein Tunnel quasi, in einer 147m hohen Klippeninsel am Westzipfel dieser Halbinsel. Und wir mittendurch ;-) Aufgrund des fehlenden Weitwinkelobjektivs wurden die Photos leider nicht so toll, also übt Nachsicht mit mir... Ein weiterer Wahnsinnsanblick jedenfalls!
Hiernach wurde mein bayerischer Magen abermals von den wilden pazifischen Wogen, die durchaus angsteinflößende Höhen erreichten, auf's Extrem getestet (lieber Papa, an dieser Stelle sei angemerkt - das wär nix für Dich gewesen *g*) uuuuuuund - bestand den Test! Zwar schaukele ich immer noch so ein bisschen, aber es war Birte, unsere Schleswig-Holsteinerin, die seekrank wurde, während ich in bester Abenteurerlaune an der hintesten Ecke stand und mich auf jeden nächsten Schaukler freute. Fies, irgendwie - aber allzu weit war ich anfangs vom Bedürfnis, mir mein Frühstück nochmal durch den Kopf gehen zu lassen, auch nicht entfernt :p

Wieder festen Boden unter den Füßen schlugen wir uns mit unserem tapferen Nissanmietwägelchen durch's Hinterland des Northlands, genossen die wunderbare Aussicht auf die tasmanische See auf der anderen Seite des Landes und statteten meinen liebgewonnen Kauris nochmal einen Besuch ab. Ab dort saß ich dann am Steuer, und Peter kommentierte das nur mit einem trockenen: "Gut, dass die Serpentinenstraße hier von unsrer Bayerin gefahren wird, die scheint das zu können" *g*

Etliche Kilometer später die Ankunft in Auckland, ein kurzes Spaghetti-Intermezzo und nun diese Email - ich bin müde! Morgen um 7:00 ist Abfahrt Richtung Süden, nach Waitomo, Rotorua und zum Lake Taupo. In diesem Sinne, GuteN8!

Allerliebste Grüße,
eure im falschen Jahrhundert geborene Entdeckerin
francesca la bellissima

Samstag, 25. August 2007

*hach* Hab ich schon erwähnt, dass ich Überraschungen liebe? =)

Tena koutou!

Kai te pewhea koutou?

Das war: Maori.
Dreimal dürft ihr raten, was es heißt ;-)

Heute war der erste Tag meines "spring break"s, den wir mit unserem Business Plan verbracht haben und dessen wunderwarme Sonnenstrahlen deshalb leider ungenutzt auf die Palmen vor unserer Residenz mit Bahnhofsvergangenheit fielen... Aber morgen Abend ist unsere persönliche Deadline, weshalb ich mich in der kommenden Woche einem intensiven Shoppingausflug [Anm. d. Autorin: keine Clichees, bitte! Mit einem Laptoprucksack kann man keine tagelangen Wanderungen unternehmen! Das geht organisatorisch wie stiltechnisch einfach nicht ;-)] auf dem Broadway Aucklands widmen werde sowie einer Rundreise über die Nordinsel :)
Jener Ausflug wird Peter, Philipp, Birte und mich voraussichtlich an alle essentiellen Touristenlokalitäten in den Districts Northland, Rotorua, Waitomo und wie sie alle heißen, führen und uns solch beeindruckende/interessante/keine-Ahnung-wie-ich-es-beschreiben-soll-ich-war-ja-noch-nicht-dort-artige Stätten wie den nördlichsten Punkt Neuseelands offenbaren. Die genaue Reiseroute muss erst noch ausgearbeitet werden - doch mit meinem im Sonderangebot erstandenen, lang ersehnten Lonely Planet Reiseführer bin ich exzellent gewappnet und auf alles vorbereitet *g*

Voraussichtlich am Dienstag in der zweiten Ferienwoche bin ich dann wieder zurück in der Zivilisation und kann mich ungestört, hemmungslos und hoffenlich auch hochmotiviert der Vorbereitung auf einen weiteren Midterm Test und der Kreation eines weiteren Assignments hingeben. Suboptimales Zeitmanagement!
Meine Prüfungstermine stehen auch schon fest: 3 Exams in einer Woche :p

Was ich seit den letzten Kiwi-Neuigkeiten so alles erlebt habe?
- eine original italienische Bäckerei ausfindig gemacht

- Aucklands Nachtleben auf seine Tauglichkeit untersucht: die Bar3 am Fuße des SkyTowers ist ein super-schicker Club mit den beeindruckendsten und nobelsten "restrooms", die mein Auge je erblickte - und die Jazzband war der helle Wahnsinn! Unsere illustre Gesellschaft bestehend aus 3 Engländer(inne)n, 1 Japanerin, 1 Österreicher, 3 Amerikanerinnen, 1 Holländer, 1 unbekannt, Philipp, Tobi und meiner Wenigkeit (Dtl ;-)) zog dann weiter ins Margheritas, wo es das Bier literweise in Plastikmessbecher gab... Welch grausame Sitte! Aber für $5 konnten wir dann irgendwann doch über diese Unsitte hinwegsehen *g*
Zudem war die Stimmung einsame Spitze, und die Temperaturen dank der eifrigen Klimaanlage keineswegs schweißtreibend. Das Kompliment des Abends bekam ich von einem Südamerikaner, der mir seine Herkunft partout nicht verraten wollte, und mich erst eine viertel Stunde lang damit aufzog, dass Deutsche ja so langweilig wären und so weiter - und nach einem kleinen Tänzchen mit mir dann verwundert fragte: "Are you still sure you're German???" ... Auf meinen wiederum verwunderten Blick meinte er etwas irritiert: "Because you really don't dance like a German"... XD
Dazu brauche ich ja nichts mehr sagen, oder? *g*

- einige in zweifacher Hinsicht atemberaubende Joggingausflüge an der Ostküste Aucklands entlang gemacht - mit der beleuchteten Skyline im Hintergrund und dem rauschenden Meer neben einem kann sogar Laufen Spaß machen ;-) An dieser Stelle ein allerliebster Gruß an meinen Lieblingslaufpartnerdinolino: Du müsstest echt mit dabei sein!!

- einen roommate gefunden: er heißt Baumi II.! Und dreimal dürft ihr raten, was oder wer er/sie/es ist! Herdenmitglieder haben nur einen Versuch ;-)

- eine Schokoladenlieferung aus der Heimat erhalten (nochmal vielen Danke an den Absender)

- mich bei facebook.com angemeldet (... wo auch noch Platz für weitere Anmeldungen ist *g*)

Das war's von meiner Seite - lasst mal was von euch hören!

Cheers & pfiad's eich,
eure überglückliche Franzi(ska)




Überglücklich? Moment.... habe ich etwa etwas zu erwähnen vergessen.... ?
"Überglücklich" ist bei Weitem nicht ausreichend, um meine haltlose Begeisterung auszudrücken, die ein einziges Flugticket auslösen kann. Ein Flugticket, das noch nicht einmal auf meinen eigenen Namen ausgestellt ist! Obwohl es davon immer mehr gibt. Aber nein, es ist ein Ticket von Singapur nach Auckland! Mit einem elftägigen Aufenthalt in Aotearoa!
Wahnsinn.
Nicht in Worte zu fassen.
Nicht einmal für mich!
Unbeschreiblich! Ich hab mich so gefreut, dass ich gleich gar keine Luft mehr bekommen hab und nichts tun konnte außer mich freuen und über das ganze Gesicht strahlen, für Stunden, die ganze Nacht über! Und immer noch, wenn ich daran denke!
:D

Montag, 13. August 2007

Einen wunderschönen guten Morgen/Abend allerseits!

Glücklich ein paar "White & Dark Choc Cookies" mampfend und ein wenig erledigt von meinem einstündingen Jogging-Ausflug entlang der Ostküste (mit glitzernder Skyline, Wahnsinn!) sitze ich an meinem Schreibtisch und informiere euch hiermit über die brandaktuellen Ereignisse in Aotearoa:

Am Wochenende stand endlich mein erster ordentlich Ausflug auf dem Programm - ein Zweitagestrip in den Norden der Insel. Eingeladen hatten mich Sabine, Daniela und Isabel, die auch gleich die Route geplant und ein Mietwägelchen organisiert hatten.
Ein weißer Toyota Starlet wurde unser Reisebegleiter und brachte uns trotz anfangs sehr verwirrendem Linksverkehr sicher an die diversen Ziele, die da lauteten: The Dome Forest, Baily's Beach, Dargaville, Trounson Kauri Park und Waipoua Kauri Forest.

In ersterem wagten wir uns auf eine 3-Stunden-Runde, die sich nach 40 Minuten auf dem nächsten Wegweise allerdings als eine 4-5-Stunden-Runde entpuppte, mit dem ausdrücklichen Hinweis "nur für geübte Wanderer mit festem Schuhwerk". Da zudem die Wolkendichte rasant zunahm und wir uns unserer Kondition nicht so wirklich sicher waren, kehrten wir nach dem (etwas enttäuschenden) Lookout wieder um und erreichten das Auto gerade noch rechtzeitig vor dem großen Regen.
Aufgefallen: die Farne! Erreichen hier Ausmaße, auf die jeder Christbaum neidisch wäre - teilweise so groß wie der typische Apfelbaum...
Die nächste Etappe war das Dargaville Kauri Museum, wo es allerhand Wissenswertes, hübsch Anzusehendes und auch manch Langweiliges zu sehen gab - das Herzstück des Museums ist vermutlich eine Längsscheibe eines riesigen Kauribaumes, die ein erstes Gefühl der beeindruckenden Größe der Kauris vermittelte.
Vor dem Abstecher zur Tasmanischen See machten wir noch an einem Fluss halt, dessen Namen ich leider vergessen hab, und der überhaupt nicht wie ein Fluss aussah: schlammbraun und vom stürmischen Wind aufgewühlt und voller Wellen, dazu ziehmlich breit - siehe Fotos ;-)

Baily's Beach begrüßte uns ebenso stürmisch, und meine erste hautnahe Begegnung mit neuseeländischem Sandstrand verlief nicht wirklich urlaubswürdig, eher dokumentarfilmverdächtig: riesige Wellen (die vermutlich das Herz eines jeden braun gebrannten Surfers mehr als nur höher schlagen ließen ^^) brandeten an den Strand, ein wahnsinniger Wind pfiff uns um die Ohren und die Sonne glitzerte im abfließenden Wasser eines kleinen Bächleins, der einen ganzen Strandabschnitt mit einer hauchdünnen Wasserschicht überzog, mit jeder Kitschpostkarte um die Wette.
Der Strand ist der längste mit dem Auto befahrbare in ganz NZ, aber uns war das von der Autovermietung leider nicht gestattet... :p Jedenfalls war er lang genug, dass der Horizont in beide Richtungen die Sichtgrenze darstellte - wirklich ein Paradedrehplatz für jeden Piratenfilm oder Reiseveranstalterwerbespot ;-)

Im Angesicht der nahenden Dämmerung setzten wir unsere Reise fort und visierten unser Nachtquartier an: irgendwas-Farm Backpacker, dessen Zufahrt so geschickt versteckt ist, dass wir dreimal daran vorbeifuhren ^^" Dort wurden wir auf zwei "Twin rooms" aufgeteilt und bekamen auch gleich ein elektrisches Miniheizlüfterchen von der Dame des Hauses. Spaghetti mit Tomatensauce, und dann geschah es!
Haltet euch fest!
Kaum zu glauben.
Wirklich!

Nämlich:
Ich konnte die anderen (wohlgemerkt eine Kölnerin mit ausgeprägten Vorurteilen gegen meine geliebte bayerische Heimat und eine Spanierin sowie eine Bayerin, die schon mal davon gehört hatte) überzeugen, das unbestritten königlichste aller Kartenspiele zu erlernen!
Schaaaaaaaaaaaaaaaaaaafkopf :D *funkelnde Augen bekomm*
Und mit Händen und Füßen und haarsträubenden Übersetzungsversuchen (probiert das mal mit allen Synonymen für die Schell Ass ^^) gelang es mir tatsächlich, Begeisterung zu wecken - trotz der anfängenlichen hartnäckigen Weigerungen und Missgefallensbekundungen wie "that's so crazy!" "what the ... " "sheep head?!? oh you guys are weird" etc ;-) Eine Wiederholung des internationalen Schafkopfkonvents ist fest geplant ;-)

Eine kurze und kalte Nacht später führte uns unser Weg zum Trounson Kauri Park, wo wir den ersten Riesen des Waldes begegneten. Gleich der erste demonstrierte uns eine neben der Größe weitere typische Eigenheit des Kauris an sich: nichts Böses ahnend läuft man mit einigermaßen wachem Blick durch den Wald -- und findet sich plötzlich unvermittelt wenige Meter von einem jahrhundertealten Urwaldriesen wieder!
Ohne jegliche Vorwarnung tauchen sie auf und rauben einem gewissermaßen den Atem - denn wann trifft man schon ein Lebewesen, das größer ist als das durchschnittliche deutsche Reihenhaus, eine ganze Straße voll von ihnen mit Baumaterial versorgen könnte und in etwa so alt ist wie das Christentum?
Die wahrhaft Ehrfurcht erweckenden Kauris besichtigten wir dann einige Kilometer auf einer Schotterstraße bzw. einer Serpentinenstraße, wie sie wilder nicht mehr sein könnte, weiter im Waipoua Kauri Forest. Nur wenige Minuten von der Straße entfernt stehen die "4 Sisters", eigentlich ein Baum, der allerdings schon am Wurzelstock 4 gleich große Stämme entwickelt hat und irgendwie ein bisschen verwirrend wirkt... Der "Vater des Waldes", Te Matua Ngahere, ist der älteste und größte (im Umfang) Kauri und hat leider seinen letzen großen Ast verloren, als ein anderer Baum dem Sturm zum Opfer und auf ihn fiel. Dennoch einfach der Wahnsinn! (für die Forstinteressenten unter euch: ca. 200m³)
Der nächste botanische Höhepunkt: Tane Mahuta, "Lord of the Forest" - nur wenige Minuten weiter. An dieser Stelle erlaube ich mir wikipedia zu zitieren:
"Dieses Exemplar weist eine Gesamthöhe (mit Krone) von 51,5 Metern bei einem Stammumfang von 13,8 Metern auf. Die Stammhöhe vom Erdboden bis zum Kronenansatz beträgt 17,70 Meter, das Stamm-Volumen 244,5 m³.
Das Alter des Tane Mahuta wird auf zirka 2000 Jahre geschätzt, womit er der älteste (bekannte) Kauri ist." (Retrieved August, 13th, 2007, from http://de.wikipedia.org/wiki/Neuseel%C3%A4ndischer_Kauri-Baum)

Da fühlt man sich schon ein bisschen mickrig...

Auf der Rückfahrt legten wir noch ein Päuschen an den Kai Iwi Lakes ein,
das allerdings aufgrund der non-existenten Essensvorräte und des
exorbitanten Hungers nur sehr kurz ausfiel ;-)

Das war das Wochenende.

Sonst gibt's nicht so viel Neues: das Wetter gleichbleibend
frühlingshaft, die Uni gewohnt anstrengend und Assignments sowie die erste Klausur
aufbietend, ein wachsender Bekanntenkreis und noch keine Ahnung, was ich in den
Ferien in 2 Wochen machen werde :)

In diesem Sinne,
bis bald!
Cheers & allerliebste Grüße,
francesca


PS: Viel Glück ähh Erfolg für's Physikum an alle Betroffenen!
PPS: Schöne Ferien ;-)
PPPS: ich freu mich immer über Post *g*