Freitag, 19. Oktober 2007

Rotorua Rafting Trip

Kia ora!

Aufgrund zweier lab reports und eines letzten Assignments erfolgt die Berichterstattung des letzten Wochenendes leider erst jetzt...
Freitag nachtmittag ging es los - mit Michael, Tobi, Tim und Daniel sowie ihrem Toyota Corona Richtung Rotorua! Das hübsche, geschätzte 20 Jahre alte Autochen brachte uns heil und sogar (bis auf das Kurvenkuscheln auf der Rückbank *g*) beinah richtig komfortabel ans Ziel, wo wir uns ein Motelzimmer suchten, das gar einen privaten Spa-Pool aufzubieten hatte! Doch uns stand der Sinn nach Höherem...
Nach einer kleinen Einkaufstour sowie einem Pubbesuch mit höllisch scharfen Chili-Chicken-Wings für die Jungs und einem Thai-Prawn-Salat für mich ging es dann in Begleitung Davies, einem "echten" Kiwi, zu "Hot&Cold". Dieser secret spot ist eine Art natürlicher Spa-Pool, genauer gesagt ein Becken, wo ein heißer und ein kalter Bach zusammenfließen. Echt der Wahnsinn!
Bei einer Außentemperatur von gefühlten 10°C kämpfen wir uns erst mit dem wohl schmutzigsten Auto der Welt (Davies Subaru, den ich die Ehre hatte zu steuern) mitten ins Nirgendwo, schlugen uns schließlich in Badeklamotten und Handtuch gewickelt einige Meter durchs Gebüsch - und tadaaa! Vor uns lag ein einladend dampfender Teich :)
Während die anderen Gäste des Spas, einige Maori, sich schon in die kühleren Regionen zurückgezogen hatten, stürzten wir uns sogleich zum warmen Strom, stellten ein paar Kerzen in die Lehmwälle rechts und links und ließen uns unter funkelndem Sternenhimmel garen.
Phantastisch!

Nach knapp zwei Stunden Spaghetti-Feeling krabbelten wir wieder an Land, ließen Tobi noch ein paar Photos machen und fuhren mit lautstarker musikalischer Hintergrunduntermalung wieder gen Rotorua, wo es zu später Stunde noch zu einem wahrlich spannenden Pokerspiel kam, dessen erfahrene Spieler eine undurchschaubare Pokermiene aufsetzten, die wohl jedem Profi Angst eingeflößt hätte... Respekt, Jungs! ;-)

Der nächste Morgen war leider zu kurz für eine Wanderung durch's Volcanic Valley, das den größten thermisch geheizten See der Welt aufzubieten gehabt hätte, und so fuhren wir zum großen Ziel: Rafting!
Obwohl wir eine dreiviertel Stunde vor unserem "Termin" ankamen, wurden wir gleich Kiwi-freundlich mit einem "Hey bro's, r ye here for rafting, eh?" begrüßt und in Neoprenanzüge, Fleeceshirt, Schwimmweste und Helm gepackt und in die Grundlagen des Paddelns eingewiesen.Einer unserer beiden Guides brüllte die Kommandos sogar auf Deutsch! "Räggts!", "Foawärts!" und "surück!" begleiteten uns also auf dem Kaituna River, unserer großen Herausforderung immer näher kommend: einem 7m-Wasserfall, dem höchsten für Nicht-Profis beraftbaren der Welt! :D einfach krass. Vor allem die Photos ;-)


Leider war dieses geniale Abenteuer viel zu schnell vorbei, und wir schälten uns wieder aus den wet suits und machten uns auf den Weg zu Papamoa Beach. Dort gönnten wir uns ein sicherlich allen Ernährungsexperten körperliche Pein bereitendes Mittagessen von PizzaHut, das meiner Meinung nach aus purem Fett bestand, und erholten uns am Strand von den Strapazen des bisherigen Tages.
Die letzte Herausforderung schließlich bestand im Bezwingen des Mt. Manganui, der am Ende einer Landzunge in den Pazifik steht und trotz Wolkenwetters wunderbare Aussichten über das Touristenkaff, die Landschaft und die endlose Weite des Ozeans bot... :) Allerdings gestaltete sich der Aufstieg nicht so einfach wie gedacht, da Daniel und ich unbedingt noch vor Ladenschluss ein Eis mit selbstgemachter Waffel erstehen mussten und folglich mit diesem kulinarischen Hochgenuss in der Hand die Schotterwege in Angriff nahmen. Hat aber eigentlich problemlos geklappt ;-)

Zurück in Auckland bin ich totmüde ins Bett gefallen und gönnte mir am Sonntag erstmal ausgiebigst auszuschlafen *g* Abends erhielt ich jedoch noch eine nicht auszuschlagende Einladung von "den Physikern", Alex, Martin (na gut, der is kein Physiker ^^), Fred und Chris, zum Waiwera Thermal Ressort. Die warmen, heißen und kalten Pools dort sowie der sagenhafte Wasserrutschenturm sorgten für einen angemessenen Ausklang des Wochenendes, und mal ehrlich: wen stört schon Regen, wenn man in einem 48°C heißen Planschbecken sitzen oder im Moviepool neuseeländische Quizshows angucken kann? :)

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Wochenende!

Einen wunderschönen guten Abend allerseits!

Da die Pläne für den/die/das Tongariro Crossing dieses Wochenende bedauerlicherweise wortwörtlich ins Wasser fallen, werde ich morgen nach Rotorua fahren, um ein weiteres Plätzchen geothermischer Aktivität zu bewundern, einen wilden Fluss via Rafting zu erkunden und das Volcanic Valley zu begutachten :)
Desweiteren spielt just in diesem Augenblick eine illustre Musikercombo in der hübschen Vektor Arena nebenan: it's Linkin Park-time! Auf dem Heimweg von Foodtown heute nachmittag hab ich schon die ersten verrückten Fans beim Campieren gesehen *g*

So denn, es erwartet mich noch ein riesiger Haufen Arbeit für die Uni!

Grüßchen in die Heimat und den Rest der Welt,
Eure Franziska

Samstag, 6. Oktober 2007

Welch wundebare Wonnetage! [Teil 3: Südinsel contd.]

Mittwoch morgens schürten wir in unserem mittlerweile beinah schon liebgewonnenen Starlet (dessen Beifahrertüre in Kaikoura bereits nähere Bekanntschaft mit dem Bürgersteig geschlossen hatte ^^") zum Point Elizabeth Walkway, einem Wanderweg entlang der Küste mit atemberaubender Aussicht auf die tosenden Wellen der strahlend blauen Tasmanischen See, mit einem nicht weniger spektakulären Hintergrund voller schneebedeckter Berggipfel.
Wir kämpften uns mehr oder weniger durch schattigen Urwald, und stießen dabei immer wieder auf kleine Aussichtspunkte - echt der Wahnsinn! :) Der ozonunberührten Sonne wegen zippte ich auch recht bald die Hosenbeine meiner ungemein rattenscharfen Trekkinghose ab und fühlte mich fast wie ein "richtiger" Wanderer, so mit den Lowas und dicken Strümpfen, kurzer Hose und Merino-T-Shirt *hihi*

Da den Abenteurern in uns der Sinn nach ein wenig mehr Action stand, führte uns unser Trip als nächstes zu einem Quadbike-Verleih, der bedauerlicherweise nur guided tours anbot... Noch bedauerlicher war jedoch die Teilnahme einer vierköpfigen Kiwifamilie, die sich auf zwei Carts verteilte und uns anderen durch ständiges Steckenbleiben und diverse andere Fehlmanöver jegliche Chance auf Adrenalinschübe raubte -.-"
Wer jedoch meinen Liebsten kennt, kann sich sicher vorstellen, dass irgendwann unweigerlich die Frage nach einem etwas erhöhtem Tempo an unseren guide kam - und sodann auch gleich realisiert wurde! Leider war der Buckelpisten-Ausflug in hüfttiefe Bachbetten, Schotter und Geröll, Hügellandschaft, Wald und unzählige Schlammlöcher schon fast wieder vorbei.
Der Lacher des Tages ging bei der Rückkehr dann jedoch auf Kosten der beiden Kids, die unglücklicherweise wohl nicht immer über dem Schlamm-/Wasserspiegel gewesen waren *hihi*
Wie wir alle in Ölzeug und Gummistiefel gepackt, und von einer einzigen Schlammschicht bedeckt, die auch nicht vor Gesicht und Haaren haltmachte, wurden die zwei kurzerhand mit dem Wasserschlauch gründlich abgespritzt und boten das allertollste Bild von begossenen Pudeln, das ich je erlebt hab ;-) Schadenfreude? Nein, ich doch nicht...
Hier unser höchsterotisches Outfit:



Weiter ging es nach diesem nicht ganz so nervenkitzelnden Abenteuer Richtung Westport, wo auf halbem Wege die Punakaiki Pancake Rocks & Blowholes zu bewundern sind, laut Touri-Info "eines des letzten Geheimnisse der Natur". Geheimnis oder nicht, auf jeden Fall bestaunenswert - wenngleich das Timing suboptimal mit den Gezeiten abgestimmt war und wir die Blowholes leider nicht en action bewundern konnten. Die Felsformationen erhielten ihren Namen übrigens wegen ihrer auffallenden Ähnlichkeit mit gestapelten Pfannkuchen.
Hmm, dort war es dann wohl auch, wo ich einen bislang ungestillten Hunger auf Pfannkuchen entwickelt habe. Gottseidank machen wir morgen abend welche *hihi*


Eine Riesenkugel Vanilleeis, das eigentlich nur nach Sahne schmeckte, fuhren wir weiter, und das nächste Spaß versprechende Schild am Straßenrand sah dann so aus:


Da die Schotterpiste irgendwann einem nur noch mit Panzern befahrbarem Geröllfeld mit kleinwageninadäquaten Riesenschlaglöchern wich, beendeten wir diesen Ausflug in die Wildnis dann lieber freiwillig, bevor es ein Achsbruch o.ä. getan hätte ;-)
Kurz vor Westport schafften wir es dann gerade noch rechtzeitig bei Tageslicht eine weitere Robbenkolonie zu besichtigten. Charakteristisch für solche Begegnungen ist, dass man zuerst nur ein oder zwei dieser fetten grauen Klopse auf den Felsen liegen sieht - und bei jeder Änderung des Blickwinkels zig weitere erkennen kann :) Meine Volkszählung kam auf über 50 dieser possierlichen Tierchen, wurde allerdings durch gewisse Fluktuation ankommender und sich in die Fluten stürzender Viecher erschwert, sowie durch eingeschränkte Sicht hinter die Felsen. Saucool, wie grazil, antilopengleich und schlichtweg elegant die sich so über die Steine wälzen *g* irgendwie fürchtete ich, dass mir eines Tages auch keine andere Fortbewegungsmöglichkeit mehr bleiben würde, wenn der Steakkonsum auf dem Niveau dieses Urlaubes verbliebe...


Mehr Photos gibt's wie immer auf picasa, und die Fortsetzung folgt alsbald!
Cheers

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Welch wundebare Wonnetage! [Teil 2: Südinsel]

So, hier bin ich wieder - ein Assignment und einen Shoppingmarathon später ;-) Sofern sie geöffnet haben, sind Auckland's Läden echt ein kleines Mekka für Strand- oder Surfklamotten... Ich hab mir schon überlegt, ob ich meine Surfkarriere mit dem Kauf einer Surfershorts einleiten soll, mich letztendlich dann aber doch für einen ganz normalen Bikini (u.a., versteht sich) entschieden :D

Nun aber zum Urlaubsbericht, vor die grauen Zellen schlappmachen:

Montag morgens, nein, für studentische Verhältnisse mitten in der Nacht, schürten wir mit dem Sternchen durch Aucklands einsame Straßen (welch Seltenheit!) und nahmen den 7:50-Flieger nach Christchurch.
Mein mühsam durch Bastis Verhandlungsgeschick erkämpfter Fensterplatz erwies sich leider nach kurzer Zeit als relativ sinnlos, da außer Wolken nichts zu sehen war... Unsere Befürchtungen bewahrheiteten sich leider - Regen in Strömen! Nicht gut... Während der Shuttlebus-Fahrt nach Christchurch (wieder zur Autovermietung, gratis, und mit einem in Britisch-Malaysia aufgewachsenen Fahrer, der uns supersympathisch unterhielt) wurden die Regentropfen immer weniger, und schließlich konnten wir trockenen Fußes die Bäckerei mit den besten Cookies ganz Neuseelands erreichen.
Wirklich der Wahnsinn, die Dinger! Per se von harmlosen Aussehen, bestehen sie zu einem Großteil aus Butter und sind das beste Mittel gegen Wetterdepression (erprobt + bewiesen!) ;-)

Wieder ein Starlet, diesmal allerdings zur besonderen Herausforderung mit manueller Schaltung, und mit einer netten Überraschung: als ich das Fenster öffnen wollte, hatte ich gleich einmal den Hebel in der Hand. Vertrauensbidlung sieht anders aus! *hihi*
Der erste Ziel war Hanmer Springs, ein Thermalkurort in den Bergen. Dort wärmten wir uns in den Freiluftthermalwasserbecken bei 36°, 37°, 38° und 39°C erstmal richtig auf und atmeten frische, nach Schwefel und anderen gesunden Mineralien stinkende Luft ein :)
Nächste Lektion: die kürzste Strecke ist nicht immer die schnellste! Auf dem Weg nach Kaikoura (an der Ostküste) bog Basti auf eine Landstraße ab, die auf der Karte "ganz normal" aussah... Jedoch entpuppte sie sich als komplett verlassene Bergstraße, mit wunderbarer Aussicht auf hunderte Hügel, Täler und Berge - aber ohne auch nur ein geradeaus führendes Stückchen ;-) Richtig romantisch-unheimlich wurde die Stimmung dann auch, als Nebel aufzog und wir ohne einem anderen Auto zu begegnen in der Dämmerung und schließlich im Dunkeln durch Wälder und Hügellandschaft fuhren. Das gibt's echt nur hier!

Aufgrund des konstant und hartnäckig kalten Regenwetters fiel das Planschen mit Delphinen wortwörtlich ins Wasser, ebenso wie Whale Watching. Dafür statteten wir der Robbenkolonie einen Besuch ab - voll toll! :)


Spontan dem Wetterbericht folgend und die bisherige Planung umschmeißend fuhren wir dienstags dann also nicht nach Norden Richtung Blenheim und Nelson, sondern wieder in die Berge, via Lewis Pass nach Greymouth an der Westküste.
Unterwegs fanden wir einen kleinen, aber dafür umso höheren Wasserfall mitten im Wald - echt hübsch =)
Fotogen wie wir sind, mussten natürlich auch hier die beiden Digicams um die Wette klicken, ebenso wie am panorama-bietenden Ausgangspunkt mehrerer Mehrtages-Tramping-Tracks, bei denen es mir wirklich schwer fiel, nicht loszulaufen, an einem in der Sonne glitzernden Flussbett und zu guter Letzt beinahe rechtzeitig in Greymouth zum Sonnenuntergang über der Tasmanischen See!


Unsere Unterkunft in Greymouth, "Global Village Backpacker", war auch schon fast ein Erlebnis für sich - eine bunte Mischung aus Aboriginee-, Maori- und afrikanischem Stil, mit lauter geschnitzen Masken, Wanderkarten, Holzkrokodilen usw. an den ockerfarben gestrichenen Wänden und dunklen Holzbalken. Zur vollen Authentizität durfte ich beim Betreten unseres Zimmers auch gleich noch ein überdimensionales Krabbelviech erlegen, über dessen abstoßende Ähnlichkeit mit einer Kakerlake ich gar nicht nachdenken wollte... Yummi!

Montag, 1. Oktober 2007

Welch wunderbare Wonnetage! [Teil 1: Coromandel Peninsula]

Kia ora allerseits!

Soeben kehrte ich vom Flughafen zurück, hab brav das Mietwägelchen zurückgegeben und sitze nun etwas orientierungslos vor dem Schläppi.
Wo soll ich anfangen?
Ach ja, also vielleicht am Anfang.

Das langersehnte Wiedersehen am Freitag war bereits einer der absoluten Höhepunkte unseres Urlaubes ;-) Irgendwie ein filmreifes Gefühl, so mit Namensschild unter all den Wartenden in der vordersten Reihe zu stehen und verzweifelt den Hals nach Sebastian recken ;-)
Echt der Wahnsinn! Wenngleich das südostasienverwöhnte Temperaturempfinden Bastis nicht ganz konform ging mit der frischen Brise, die uns auf dem Mount Eden vom Pazifik her entgegenwehte... Mount Eden ist der höchste Punkt Aucklands und - was denn sonst? - ein Vulkan, dessen 50m tiefer Krater komplett grasbewachsen ist und den komplett wahnsinnigen Kiwis als kleine Herausforderung beim Joggen dient :)


Zum Dinner wurden sodann 800g Steak mit Kumara und neuseeländischem "Tui"-Bier serviert, die unvorstellbarerweise komplett vernichtet wurden *g*
Samstag morgens brachen wir auf zur Coromandel Peninsula, knappe 2 Stunden Autofahrt (Starlet der Erste, Automatik, elektr. Fensterheber, bis auf die Bremse quasi makellos) östlich von Auckland. Die Küstenstraße erfreute uns mit seltenen Sonnenstrahlen und perfekten Gelegenheiten zum Photoshooting [mehr Bilder s. picasa!].


Aufgrund des neuseelandtypisch unsicheren Wetters entschieden wir uns gegen eine längere Wanderung (was uns vor einigen Regengüssen bewahrte) und fanden dafür zufällig (?) einen Golfplatz, wo ein gewisser Grünsportfanatiker nicht widerstehen konnte und wir uns bei strahlendem Sonnenschein aufs Grün stürzten. Als der Sonnenschein immer mehr Regenwolken und Nieselnässe wich, verkrümelten auch wir uns wieder und gönnten uns nach dieser sportlichen Höchstleistung ein bisschen Fastfood.
Die Anwesenheit von ca. 20 ausgehungerten, vermutlich tollwütigen und äußerst respektlosen Möwen verursachte zwar eine leichte Panik meinerseits, doch der exorbitante Fettgehalt des Essens wirkte dann doch ein wenig beruhigend ;-)

Übernachtung in Whitianga, und Sonntag morgens ging's dann zum Hotwater Beach, wo man wunderbar in beschaulicher Gesellschaft von ca. 200 anderen Touris seinen gemieteten Spaten irgendwo in den Sand zwischen die Felsen rammt und eine Chance von 1:1000 hat, eine der heißen Quellen zu treffen... Erfolgreicher war dann meine Taktik: einfach abwarten, bis zwei Leute ihr gebuddeltes Loch verlassen und reinstellen - tadaaa! :D
Mit den Füßen im heißen Wasser, der Rest der Beine im kalten Pazifikwasser, und der Blick auf die zahllosen Surfer gerichtet, die an den Wellen sichtlich mehr Spaß hatten als all die hotwater-suchenden Touris *hihi*

Nach einer kleinen Kurvenfahrt und einer kurzen Wanderund erreichten wir danach Cathedral Cove, eine vom Meer ausgewaschene Höhle. Mit weniger Menschen sicherlich ein noch viel hübscheres Fleckchen! Aber auch so: Prädikat "wahnsinn" :)




Auch hier rückte das Nahrungsrestenotvernichtungsteam mit zwei Mann, äh, Möwen an, die den Blick nicht von uns ließen, während wir im Sand den Ausblick und unser Mittagessen genossen. Der Rückweg führte wieder durch subtropischen Urwald, wobei eine kleine, unscheinbare Abzweigung Spannung, Spaß und Schlammflecken mit sich brachte...
Nach kurzer Kaffeepause in einem verschlafenen Küstennest schlugen wir schließlich den Heimweg nach Auckland ein, um eine weitere Familienladung totes Rind zu verspeisen, ein bisschen laundry zu machen und für die "große Reise" auf die Südinsel zu planen...

Forsetzung mit Berichten über unsere Erlebnisse auf der Südinsel folgt bald!
Mittwoch will jedoch noch ein Assignment abgegeben werden, also vielleicht erst danach ;-)

Allerliebste Grüße in die Heimat und die ganze Welt,
francesca

Donnerstag, 20. September 2007

Kia ora!

Es ist soweit! Der Herdentrieb hat nun auch mich eingeholt und dazu veranlasst, ein virtuelles Tagebuch meiner Abenteuer im Land der langen weißen Wolke zu verfassen.
Sehet und staunet ;-)

Um eventuelle Unklarheiten zu beseitigen: die "alten" Posts beinhalten den Text meiner allseits beliebten Rundmail - nicht wundern, bitte :)

Im Moment lausche ich entzückt den heimatlichen Klängen Anajos, trällere munter mit bei "Einmal noch schlafen, und dann geht es los!" und freu mich wie ein Schneekönig auf morgen! :D
Nach dem Stress der vergangenen Tage, dem ich die Meisterleistung zu verdanken habe, drei Assignments sowie einen lab report innerhalb weniger Tage geschaffen zu haben, wäre die heutige Attraktion im Railway Campus vielleicht gar nicht verkehrt gewesen:
Sing-Star-Party!
Doch da wir alle noch länger hier wohnen wollen und bedauerlicherweise nicht genug Alkohol zur Verfügung hatten, um uns hemmungslos zu betrinken (just kidding ;-)), haben wir es beim Zuhören und Kommentieren belassen...

Morgen also werde ich endlich meinem Liebsten wieder in die Arme fallen können, und am Montag geht's dann auf nach Christchurch, Südinsel erkunden!

Cheers,
Franziska

Mittwoch, 5. September 2007

Back in Auckland

Tena koutou!

Wie ist das werte Befinden in der Heimat? :)
Gestern Abend bin ich vom zweiten Teil meines Ausfluges wieder nach Auckland zurückgekehrt, und habe dementsprechend viel zu berichten ;-)

Von der Bay of Islands hab ich ja schon erzählt – bleibt also noch Waitomo, Rotorua, Taupo, Tongariro National Park und Wellington.
Von Auckland brachen wir Freitag früh Richtung Süden auf und erreichten gegen 11 Waitomo, wo wir die Glühwürmchen- und die Aranuihöhle besichtigten und aus dem Staunen nicht mehr herauskamen: eine Höhlenbootsfahrt brachte uns und unsere Maori-Touristenführerin in die „Glowworm Grotto“, an deren Decke Tausende und Abertausende von blau leuchtenden Glühwürmchen hingen und uns Nackenstarre vom Feinsten bescherten *g* Wirklich der Wahnsinn!
Vor der Tour in der zweiten Höhle gönnten wir uns ein paar stilechte amerikanische Burger und beobachteten die Rallye-Autos, die an der Straße vorbeischürten und dringend eine Wäsche nötig hatten ;-)
Die Aranuihöhle ist im Gegensatz zu Waitomo nicht von einem Fluss durchflossen und beherbergt dementsprechend auch keine Glühwürmchen (dafür andere, echt widerliche riesige Krabbelviecher) – aber unzählige Stalaktiten! Aufgrund des schlammigen Untergrundes jedoch gibt es keine Stalagmiten, bis auf einen einzigen, der dafür ca. 15m hoch ist (und nur zum Teil sichtbar, da er metertief im Schlamm steckt)… Unser schwarzweiß-karierte Vans tragender Maori-Höhlenführer klärte uns auf, dass vor einigen Wochen der Fluss „zurückgekommen sei“ und deshalb alles ein bisschen schmutzig wäre – es regnet halt doch recht viel hier im Land der langen weißen Wolke :p

Die nächste Etappe war Rotorua, ein nettes Städtchen mitten in thermisch aktivem Gebiet, das uns sogleich mit geruchsorganbetäubendem Schwefelgestank begrüßte. Die neu entwickelte Strategie „Zimmer erst anschauen, dann zusagen [oder schnell flüchten]“ machte sich bezahlt, und wir fanden Unterkunft in einem Campervan-Park-Appartement, das sein winziges Schlafzimmer durch einen Flachbildschirm, Dolby Sorround System und einen heißen Spa-Pool wieder auszugleichen wusste :)
Am nächsten Morgen (Samstag) duschte einer der Jungs wohl etwas zu ausgiebig (wohlgemerkt im ungeheizten Bad) (und nein, wir Mädels waren nicht Schuld, sondern tatsächlich in Rekordzeit fertig *g*), und wir brachen in allergrößter Hektik auf nach Waiotapu zum „Thermal Wonderland“.
Dort schafften wir es gerade noch rechtzeitig zum 10:15-Geysir-Ausbruch, der durch eine Art Seife beschleunigt wurde. Diese Trickserei ist nötig, da der natürlich Rhythmus des Lady Knox Geysirs 56-72 Stunden beträgt und das für die Touris wohl nicht zumutbar wäre…
Der Rest des Wunderlands war sehenswerter: unheimliche, einen ekelhaften Odem ausstoßende Löcher im Felsboden, rote Eisen- und gelbe Schwefelablagerungen, brodelnde Schlammlöcher, ein riesiger mehrfarbig schillernder und dampfender See („Artist’s Palette“), vom Wind gebeugte Bäume im größten von Menschenhand (genauer: von Sträflingshand ^^) angelegten Wald, „Devil’s Bath“ (ein giftgrüner, ebenfalls stinkender Teich), wunderschöne Wasserfälle (bei denen leider die Batterien meiner Kamera versagten) und unzählige kleine brodelnde Wasserquellen.

In Taupo am Lake Taupo, dem größten See NZs, verbrannten die Jungs die Kalorien, die sie während des (doch nicht Vater-)Tages in Form von Kiwi-Gerstensaft zu sich genommen hatten, bei einem Lauf am Seeufer, während Birte und meine Wenigkeit das Essen (gehacktes totes Tier in Tomate über Nudeln ;-)) beim Metro-Pendant „Pak’N’Save“ erstanden und beschlossen, dass tags darauf Muttertag wäre…
Noch kurz etwas geologisches Wissen: Der Lake Taupo entstand bei einer der gewaltigsten Vulkanexplosionen in historischer Zeit (vor ca. 22000 Jahren) und ist ein bisschen größer als der Bodensee…

Auf dem weiteren Weg nach Süden statteten wir sodann am Sonntag dem Tongariro National Park einen Besuch ab, um die drei aktiven Vulkane Tongariro, Ruapehu und Ngauruhoe (Schicksalsberg aus „Herr der Ringe“!) zu bestaunen, doch die Herrschaften beschlossen, ihr edles Antlitz hinter dichten, eisigen Wolken zu verbergen.
Interessant war dafür das Info-Centre, wo es allerhand Wissenswertes zu ihnen und der Landschaft des „Central Plateau“ zu erfahren gab.
Enttäuscht vom jegliche Wanderung unmöglich machenden Regenwetter bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt wandten wir uns wieder wärmeren Gefilden zu und fuhren weiter nach Wellington.

Den Montag verbrachten wir zum Großteil im Te Papa National Museum, einem der besten Museen überhaupt! Unheimlich interessant, interaktiv und gespickt mit Sachen zum „selbst ausprobieren“ – so beispielsweise eine Simulation des Erdbebens in Napier anfangs des letzten Jahrhunderts, das die Stadt in Schutt und Asche legte. Ordentlich durchgeschüttelt mussten wir dann feststellen, dass das angeblich nur 1/50 der Intensität des „richtigen“ Erdbebens war!
Von Maorikunst, NZs Geschichte, Siedler, moderner Kunst über das Skelett von Phar Lap (dem berühmten australischen Rennpferd ;-)) und einem VW-Bus bis hin zum Outdoor-Dschungel und einer Galerie der ausgerotteten Tierarten gab es zudem alles, was des Weltenbummlers Herz begehrt!
Danach vertraten wir uns noch die Beine bei einem Spaziergang durch die Hauptstadt, die mir um Einiges besser gefällt als Auckland :p Englischer Flair, der wohl schönste Burger King der Welt, total toller Hafen, in dem wir auf einen alten verrosteten Walfänger stießen, die nagelneue neuseeländische Börse, an deren Außenmauern die aktuellen Kurse in Laufschrift angezeigt werden, einer Holzbrücke im Urwaldstil, die über die vierspurige Hafenstraße führt, und und und! :D
Abends gönnten wir uns dann im "One Red Dog" ein hübsches Abendessen mit einem noch hübscheren Cocktail und pflegten interkulturelle Kompetenzen beim Pflegen des bayerischen Brauchtums: auch meinen Nordlichtern konnte ich das tollste Kartenspiel der Welt nahebringen *g*

Leider hielt mein Immunsystem nach diversen unbeheizten Badezimmern bzw. kalten Duschen Birtes norddeutschen Erkältungsviren irgendwann nicht mehr Stand und so plagt mich seit gestern Halsweh und alles, was dazugehört…
Unser „Schaf Dolly“ alias Birte lieferten wir gestern früh pünktlich an der Fähre nach Picton ab (die Glückliche tourt jetzt nämlich noch eine Woche über die Südinsel!) und machten uns nach einigen herausfordernden Situationen des Straßenchaos’ in Wellington wieder auf den Heimweg.
Dieser führte uns via SH4 über wilde Serpentinen, durch strömenden Regen, zum wohl schönsten und größten Regenbogen, den ich je gesehen hab, vorbei an Tausenden von Schafen, bescherte uns fast eine Ziege als Kühlerfigur und verlockte vor allem Peter dazu, eins der Lämmer mitzunehmen ;-)

So, das war’s! =)
Die photographische Dokumentation meiner Abenteuer gibt’s wie immer auf http://picasaweb.google.de/Phayuko .
Und ich freu mich wie immer über Post aus der Heimat! :)

Allerliebste Grüße aus dem Land der Kiwis,
eure Franzi(ska)